Do´s & Dont´s:

Thailand Ratgeber Do´s & Dont´s:

Anrede und Begrüssung

Die Anrede in Thailand ist eines der kritischen Themen. Traditionell haben Thailänder bzw. Thailänderinnen einen eher langen Namen. Zu diesem Zweck besitzt in den meisten Fällen jeder Thai einen Spitznamen. Diesen können Sie in Kombination mit einem Khun bei jedem Thailänder ohne Bedenken als Anrede verwenden. Sollten Sie einmal geschäftlich Kontakt mit einem Thai haben, so bieten Sie ihm einfach das Khun inkl. ihres Vornamens an.

Seien Sie deshalb auch nicht überrascht, wenn man Sie direkt mit dem Vornamen anspricht. Es ist üblich, dass Thais sich so Ansprechen, in der Regel verbunden mit dem "Khun" (Herr, Frau) vorangestellt.

ANREDE

In Thailand existieren dennoch weitere Anreden. Je nachdem welche Anrede Sie wählen, drücken Sie die soziale Beziehung zu Ihrem Gesprächspartner aus. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Anreden aufgezählt:

  • Müng – eine sehr starke Beleidigung, wenn sie als Anrede verwendet wird. Thais benutzen sie nur unter sehr engen Freunden.
  • Gä – wird nur in familiären Kreisen verwendet. Außerhalb kann diese Anrede sehr beleidigend sein.
  • Eng – eine weitere familiäre Anrede ohne beleidigenden Hintergrund.
  • Nu – verdeutlicht in den meisten Fällen einen großen Altersunterschied zwischen Frauen.
  • Nong – kann verwendet werden, wenn der Gesprächspartner jünger ist als man selbst.
  • Pi – das Gegenstück zu Nong. Es findet Verwendung, wenn man selbst ein paar Jahre jünger ist, als sein Gesprächspartner.
  • Baa - Anrede für sehr alte Frauen, die man jedoch nicht kennt.
  • Yai – Anrede für die Großmutter.
  • Lung – das Gegenstück zu Baa. Eine Anrede, die für ältere Männer verwendet wird.
  • Dtaa – die Anrede für den Großvater.
  • Khun – Allgemeine höfliche Anrede, die immer genutzt werden kann.
  • Than– Anrede für höhere Instanzen wie Mönche

Trotz der vielen verschiedenen Varianten ist die beste Anrede immer noch Khun. Mit dieser machen Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt in Thailand nichts falsch. Die Thailänder freuen sich generell über eine gut gemeinte, höfliche Begrüßung.

BEGRÜSSUNG

Die traditionellste und thailändischste Art der Begrüßung ist der Wai. Zwar kommt auch die Begrüßung im westlichen Sinne, dass Hände schütteln, mehr und mehr in Asien an, dennoch drückt keine andere Begrüßung mehr Respekt aus als der Wai. Der Wai erinnert dabei im ersten Moment ein wenig an das in Indien meist von Hindus verwendet Namaste. Grundsätzlich unterliegt der Wai aber genaueren Regeln bei der Ausführung als das Namaste.

SO WAIEN SIE RICHTIG!

Der Wai ist das Verbeugen mit zusammengeführten Händen dem anderen Gegenüber. Doch der Wai unterliegt bestimmten Regeln. Grundsätzlich wird der Wai von der jeweils jüngeren oder aber der sozial niedriger gestellten Person, als Erstes ausgeführt. Im Anschluss erwidert der Empfänger den Wai. Bei der Ausführung müssen einige Kniffe beachtet werden. Zum einem liegen die Arme dicht am Körper an. Die Handflächen sind eng beieinander und berühren den Körper im Bereich des Brustkorbs. Das Heben und Senken der Hände geschieht in einer flüssigen und langsamen Bewegung. Das abrupte Beenden des Wai kann als Beleidigung empfunden werden. Generell gilt die Regel, je höher die Hände beim Wai gehalten werden, desto größer ist der empfundene Respekt und die entgegengebrachte Höflichkeit. Begrüßt man also eine fremde Person, sitzen die Hände in der Höhe der Brust. Sollte einem Farang – Ausländer mit einer weißen Hautfarbe – die unverhoffte Chance über den Weg laufen, ein Mitglied der thailändischen Königsfamilie zu begrüßen oder gar den König, so erfolgt der Wai über dem Kopf.

WELCHE POSITION SOLLTE MAN BEIM WAI EINNEHMEN?

Begrüßt man eine Person im Sitzen, ist es üblich den Kopf zu neigen bzw. den Oberkörper leicht nach vorne zu beugen. Ob stehend, sitzend, gehend oder liegend, der Wai kann in jeder Position ausgeführt werden. Gepaart mit einem netten Lächeln, kann man als Ausländer kaum einen Fehler machen. Thailänder sind Farangs gegenüber, in den meisten Fällen nachsichtig und alleine über den gut gemeinten Versuch erfreut. Mönche erwidern den Wai übrigens grundsätzlich nicht einmal dem König gegenüber.