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Alte Tradition:

Bangkoks authentische 'Schwimmende Märkte'

Bisher wurden die traditionellen "Floating Markets" in Thailand vor allem für die Touristenscharen erhalten. Seit ein paar Jahren werden sie auch innerhalb der Stadtgrenzen von Bangkok neu belebt – und dienen wieder ihrem ursprünglichen Zweck.

Alte Frauen mit Strohhüten, die aus ihren kleinen Teakbooten bunte Tropenfrüchte verkaufen gehören zum Bild thailändischer Touristenbroschüren wie glitzernde Tempeldächer und weiße Palmenstrände,. Doch wer alle diese Dinge innerhalb eines Urlaubs erleben will, muss seine Tage gut verplanen: Strand, Schwimmender Markt und Königspalast liegen nun mal nicht an einem Ort und ein Ausflug zum bekanntesten „Floating Market“ Damnoen Saduak kostet in der Regel ein oder zwei Extratage in Bangkok.

Muss aber nicht sein, wenn man eines der bestgehüteten Geheimnisse der Hauptstadt entdeckt:

Eine Reihe echter schwimmender Märkte in Bangkok Noi auf der Westseite jenseits des Chao Phraya; klein, relativ jung, doch in jedem Fall authentisch.

Taling Chan Market

Der bekannteste dieser Märkte innerhalb der Stadtgrenze ist der Taling Chan Floating Market, gut erreichbar mit dem Bus Nummer 79 von Siam Square und Banglamphu. Seit ein paar Jahren hat er Verstärkung bekommen von zwei weiteren Märkten, die über dieselben Kanäle erreichbar sind.

Wat Saphan ist der kleinste von ihnen, Klong Lat Mayom der schönste und obwohl auch per Taxi erreichbar, ist es am einfachsten und aufregendsten, sie mit einem gemieteten Boot von Taling Chan aus zu besuchen. 

Der Markt in Taling Chan wurde vor 20 Jahren gegründet, um Besucher auch auf die andere Seite der Stadt zu ziehen. Er konnte sich allerdings beim Fremdenverkehrsamt nie wirklich gegen den Markt der Märkte in Damnoen Saduak durchsetzen, der für die Massen von Tourbussen einfach besser erreichbar ist. Eine Entwicklung, die Taling Chan übersichtlich und auf seine Art auch authentischer beließ.

Da der Markt jeoch Zwischenstation für die Touristenboote der Nonthaburi-Bootstouren ist, kann es an Wochenenden schon mal ungemütlich voll und stickig werden.

BOOTSTOUR ZU KLEINEN MÄRKTEN

Als Ausgangspunkt für die Tour zu den anderen Märkten ist er dennoch zu empfehlen. Man bekommt am Pier unter der Eisenbahnbrücke ein überdachtes Longtail-Boot für maximal 1.000 Baht pro Stunde, für die Tour aller drei Märkte sollte man knapp zwei Stunden einplanen. Wie immer lohnt es sich, früh zu kommen, um den Massen zu entgehen.

Wer wie wir am Wat Mayom aussteigt und von dort ein Taxi zurück in die Stadt nimmt, kann je nach Zielort in Bangkok sogar noch ein paar Euro sparen, da die Bootsfahrt dann nur anderthalb Stunden dauert. Bisher gibt es nur eine reguläre Tour zu verschiedenen Tempeln, sie kostet unter hundert Baht auf einem Touristenboot. Es ist also nötig, ein eigenes Boot zu mieten und dem Fahrer zu erklären wohin man möchte – die Namen sind den Bootsführern gut vertraut und die Betreiber der Märkte denken bereits darüber nach, ein regelmäßiges Programm anzubieten, das die Märkte verbindet.

Wirklich idyllisch wird es, als wir auf den Bang Noi Kanal einbiegen. Weniger Häuser und Brücken, dafür Kokospalmen und andere tropische Bäume und Wasserpflanzen lassen den Fluss fast wie einen kleinen Dschungelstrom erscheinen. Mangobäume und Kokospalmen stehen auf ihren Dämmen neben den typischen Bewässerungskanälen und ein sonst so scheuer Waran sonnt sich auf der Kanalmauer. 

NATUR STATT PLASTIK

Der kleine Markt am Wat Saphan wurde erst vor wenigen Jahren gegründet und soll in erster Linie eine Möglichkeit für die Anwohner bieten, ihre organischen Früchte und selbstgemachten Speisen und Desserts anzubieten. Die Marktbeschicker leben selbst an diesem Fluss und sind interessiert daran, dass der Betrieb ihren Lebensraum nicht unnötig belastet, weshalb man hier wie auch am Klong Lat Mayom in der Regel auf Natur statt Plastik setzt. Ein entscheidender Unterschied zu anderen schwimmenden Märkten, der sich auch für Touristen bezahlt macht: Das Erlebnis ist eben viel authentischer, wenn die Speisen statt von der Styroporschale vom Keramikteller oder Bananenblatt kommen.

Wir fahren weiter zum „Talaat Naam“. Der überdachte Markt teilt sich auf in einen Bereich mit Tischen zum essen und einem anderen mit Ständen für ein paar seltene Spezialitäten der Region. Die Stände sind aus Bambus gefertigt und haben Dächer aus Palmwedeln

Sympathisch ist an diesen Märkten nicht nur ihr natürlicher Ursprung und Charakter, sondern auch die Tatsache, dass sie vor allem auf einheimische Tagesausflügler ausgerichtet sind und somit auf jeden Touristen-Nepp ganz verzichten. Sie sind ohne viel Aufwand zu erreichen und bieten den unmittelbar ansässigen Bauern und Marktleuten eine Existenzgrundlage aus einfachsten Mitteln – ganz im Einklang mit dem Selbstgenügsamkeitsgebot des thailändischen Königs

Zur Bildergalerie "Traditionelle Märkte"

Lesen Sie auch unseren Bericht über diesen tollen Markt: 
Garküchenmarkt am Kanal im grünen Bangkok

Von: Alexander Heitkamp/N. Gütermann

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