Bangkok:

Spielend lernen im Kindermuseum

Anfassen, ausprobieren, spielen, Neues entdecken – im größten Kindermuseum Bangkoks ist all das ausdrücklich erlaubt

Prateeps Augen leuchten. Der Fünfjährige sitzt hinter der ausgebauten Lenkkonsole eines echten Hondas und steuert ganz alleine das schwere Automobil, das vor ihm auf einer Tribüne steht. „Brumm, und jetzt nach links“ ruft er, dreht gekonnt das lederne Lenkrad und kann gleichzeitig verfolgen, wie sich die Achsen des knallorangefarbenen Wagens in die entsprechende Richtung bewegen. „Klasse, das macht so Spaß“, ruft er und will gar nicht runter vom Autositz - vor dem sich mittlerweile eine kleine Schlange gebildet hat.

Das ferngelenkte Auto ist nur eines von zahlreichen Attraktionen im „Children’s Discovery Museum“ – dem einzigartigen Mitmach-Museum Bangkoks. Hier lässt nicht nur das oberste Stockwerk mit seinem Themenschwerpunkt „Computer, Autos und Elektrizität“ neugierige Kinderherzen höher schlagen: Auf allen drei Etagen können große und kleine Kinder immer selbst aktiv werden: Experimentieren, musizieren und kochen oder Doktor, Markthändler und Feuerwehrmann spielen.

Königin Sirikit gab die Anregung für dieses 2001 eröffnete Museum - einem bunten und fröhlichem Haus, das vor allem Kinder von im Alter von drei bis zwölf Jahren und deren Familien zum Entdecken einlädt. Das Kindermuseum versteht sich als außerschulischer Lernort. Ziel ist es, die intellektuelle und soziale Entwicklung von Kindern zu fördern und ihre Neugier und Kreativität zu wecken.

Mitmachen und ausprobieren

Für Thais wie für Touristen ist das interaktive Museum ein Hit, weil es wie ein großer Spielplatz konzipiert ist: Wissenschaft, Natur, Kultur und Gesellschaft werden den Kindern hier nicht nur erklärt, sondern laden zum mitmachen, anfassen und ausprobieren ein: So gibt es etwa auf der dritten Etage auch ein Tonstudio, auf dem Nachwuchskünstler eigene Lieder aufnehmen und abspielen können. Eine Ecke weiter können Technikinteressierte das Innenleben eines Computers bestaunen und für die ganz Kleinen gibt es extra eine riesige Spielfläche mit Holzspielzeug zum zusammenstecken.

Der zweite Stock ist mit seinem Musik– und Trommelraum (Vorsicht: Hier kann es laut zugehen!), dem nachgebauten Iglu, einem japanischen Reishaus und dem Indianer-Zelt zum reinklettern ganz dem Thema „Kultur und Gesellschaft“ gewidmet. Hier können kleine Gourmets – mit halbstündiger Voranmeldung – auch einen Mini-Kochkurs besuchen, in der Knetecke nach Anleitung bunte Tiere fabrizieren oder im „Puppet Room“ eigene Theaterstücke aufführen. Für jeden (Kinder-) Geschmack ist etwas dabei.

Körper und Sinne

Im Erdgeschoß dreht sich alles um das Thema „Körper und Sinne“ – und das auf sehr kreative Weise:  So kann man etwa ein Fahrrad fahrendes Skelett bestaunen oder in einem überdimensionalen Mutterleib sitzen und dem beruhigenden Herzschlag der „Mutter“ lauschen. In der Wissenschaftsecke können angehende Forscher Bakterienkolonien unter dem Mikroskop beobachten oder ein Experiment zur Luftresistenz durchführen. Gleich zu Beginn der Ausstellung laden riesige Zerrspiegel zum lachen ein und wer einmal in einer Riesen-Seifenblase stehen will, kann das hier ausprobieren.

So viele Eindrücke machen hungrig - zum Glück wartet draußen die  überdachte Essenshalle zum Ausspannen und Erfrischen. Und wer sich noch einmal richtig austoben möchte, kann das auf dem riesigen Abenteuerspielplatz  nebenan - der an sich schon ein Besuch wert ist.

Von: Ute Bäuchl Fotos: Ute Bäuchl

Info

Kontakt

Discovery Museum

Queen Sirikit Park, Kamphaeng Pet 4 Road

(an der Nordecke des Chatuchak Markts)

Sky Train: Station Mo Chit

Telefon:+66 2 615 7333  125

www.bkkcdm.com

 

 

Öffnungszeiten

Das Museum ist Dienstags bis Freitags von neun bis 17 Uhr und am Wochenende von zehn bis 18 Uhr geöffnet Für Familien kostet der Eintritt 150 Baht pro Person, für Einzelpersonen 200 Baht.

 

 

TIPP

Gut vorbereitet macht der Ausflug ins Kindermuseum am meisten Spaß: So kann man vorab die Homepage des Museums besuchen und gemeinsam überlegen, welche Ausstellungsbereiche man sehen möchte. Nicht vergessen: Die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern ist viel kürzer als die von Erwachsenen. Statt der ganzen Ausstellung kann man zum Beispiel nur ein paar Räume besichtigen und für den Rest einfach an einem anderen Tag wiederkommen.

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