Intensivere Einreise-Kontrollen:

Neue Immigrations-Checkpoints

Informationen rund um die Einreise nach Thailand sind immer ein wichtiges Thema für Besucher des Königreichs. Nachdem Gewalttaten rund um den Erdball zunehmen, werden Ausländer in wenigen Monaten mit einem neuen Daten-System stärker überwacht als je zuvor.

Bangkok, 17. Februar 2018

Mag sein, dass jetzt der ein oder andere Leser an George Orwells dunkle Phrophezeiung denkt: "Big Brother is watching you". Was für all jene, die den Roman "1984" nicht kennen, inhaltlich interpretiert so viel bedeutet wie: die vollständige Überwachung durch die Behörden. Doch ist es im Zeitalter der zunehmenden Straftaten und Anschläge aus dem Hinterhalt völlig irrelevant, ob sich eine Person "dadurch in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt". 

Wer sich die Liste der Terroranschläge und Attentate allein im Jahre 2017 ansieht, der bekommt das große Grausen. Egal ob politisch, wirtschaftlich, religiös oder gesellschaftlich motiviert, wir kennen es täglich aus den Nachrichten: Amoklauf hier, Anschlag dort. Menschen werden mit Trucks überfahren, mit Messern angegriffen, von Psychopaten erschossen oder kommen bei Sprengstoffanschlägen ums Leben. Und nicht etwa in Kriegsgebieten! 

Das Handelsblatt - mit Fokus auf Europa - resumiert: "Im vergangenen Jahr starben auf der ganzen Welt rund 26.000 Menschen bei Terroranschlägen. Berlin, Paris, Brüssel, Istanbul, Sankt Petersburg, Nizza, London: Europäische Großstädte, Reiseziele von Millionen Touristen – und Anschlagsziele von Terroristen....Sind wir noch sicher?"

Die Beklemmung und Unsicherheit wächst weltweit - auch bei Urlaubern, die nach Thailand reisen. Allein Bangkok ist eine Touristenhochburg. Bis heute unvergessen ist der verheerende Bombenanschlag am heiligen Erawan Schrein, in unmittelbarer Nähe der größten Einkaufszentren der Innenstadt, der am 17. August 2015 am späten Nachmittag verübt wurde und zahlreiche Menschenleben forderte.

Weltweiter Ruf nach Sicherheit

Das Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist der Wunsch nach Frieden und nach Sicherheit. Regierungen rund um den Erdball werden von der Bevölkerung dringend gebeten "etwas zu tun", ... und nicht erst, wenn "es zu spät" ist. 

Doch lassen sich Terroranschläge verhindern? Und wenn ja, wie?

Thailand hat seine eigene Antwort darauf. Schon sein Jahren werden Ausländer bei der Einreise streng kontrolliert. Formulare müssen ausgefüllt sein, Adressen von Unterkünften sowie Rückflugtickets angegeben werden. Am wichtigsten: wer sein Visum überzieht und wegen "Overstay" erwischt wird, muss mit heftigen Strafen rechnen. Doch reicht dies offenbar nicht. 

Kontrollen werden intensiviert  

Vor 3 Tagen, am 15. Februar 2018 wurde bekannt: Die Militärregierung unter General Prayut und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten General Prawit, hat die Einwanderungsbehörde sowie das Innenministerium angewiesen, ein neues E-Pass Scannersystem einzuführen, dass mit einer Online-Datenbank verbunden ist. Somit sollen künftig ALLE Ausländer erfasst werden, die in Thailand einreisen. Dies hätte gleichzeitig den Vorteil, dass die Abwikcklung an den Flughäfen beschleunigt werde, so Regierungssprecher Kongcheep Tantrawanich. 

"Die Sicherheit unseres Landes ist unser Hauptanliegen. Wir möchten somit versuchen, den internationalen Terrorismus und diverse Mafia-Aktivitäten extrem zu minimieren und so weit wie möglich verhindern, dass weltweit gesuchte Kriminelle einreisen. Desweiteren soll uns das System erleichtern, zum Beispiel Call-Center-Betrüger oder andere Verbrecher leichter aufzuspüren.

Thaizeit findet das gut!

Checkpoints: Fingerabdruck- & Pass-Scan

6 Monate haben die Flughäfen und die landesweiten Kontroll-Büros der Immigration nun Zeit, das neue System zur kompletten Identitätsüberprüfung zu installieren. "Bis zur Hochsaison im Sommer sollen die E-Pass-Anlagen einsatzbereit sein", so Khun Kongcheep.  

Möglicherweise ersetzen die gescannten Daten die bislang genutzten Einreise-Formulare (TM.6), doch wurde dies noch nicht final bestätigt. Denn nicht nur Ankunft und Abreise sollen erfasst werden, sondern weiterhin auch die Adressen der Unterkunft in Thailand.

Denn seit letzten Jahr sind ALLE Hotels, Apartments, Pensionen und Privat-Vermieter verpflichtet, ihre ausländischen Gäste bei den lokalen Polizeidienststellen und dem Immigrationsbüro zu melden. Wer dem nicht Folge leistet, macht sich strafbar. (NG) 

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