Birma: Partei von Freiheitsheldin Suu Kyi heißt Touristen willkommen
Jahrelang hat die Partei von Birmas Freiheitsheldin San Suu Kyi Touristen dazu aufgerufen, das Land nicht zu besuchen. Nach Zugeständnissen des Militärregimes hat die birmesische Oppositionspartei die Boykottforderung nun offiziell fallengelassen.
Die National League for Democracy (NLD) hatte seit 1996 Touristen davon abgeraten, nach Birma zu reisen. Der Aufruf war eine Reaktion auf die "Visit Myanmar"-Kampagne der Militärjunta und sollte auf die Menschenrechtsverletzungen des Regimes und dessen Monopolstellung im Tourismussektor aufmerksam machen.
Kritik am Boykott Birmas
Der Boykottaufruf war nicht unumstritten; kritisiert wurde unter anderem, dass unter dem Wegbleiben von Besuchern vor allem die Bevölkerung leidet und deren Einnahmen ausbleiben.
Nachdem das Regime San Suu Kyi im November 2010 aus dem Hausarrest entlassen hat und weitere Zugeständnisse an die Opposition machte, heißt nun auch die NLD wieder Touristen in Birma willkommen.
Pressemitteilung von Suu Kyis Partei
Wie die Brisbane Times berichtet, hat die Partei eine Presseerklärung veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: "Die NLD heißt alle Besucher willkommen, die den Wohlstand der Bürger von Birma und den Schutz der Natur fördern möchten. Sie sind eingeladen, einen Einblick in das kulturelle, politische und soziale Leben in Birma zu gewinnen und einen schönen und erfüllenden Urlaub im Land zu verbringen."
Zuletzt nur 200.000 Touristen in Birma
Birma hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Während das Nachbarland Thailand zwischen 2009 und 2010 rund 14 Millionen Touristen zählte, kamen aber nur circa 200.000 Besucher in das weitaus schlechter entwickelte Birma.
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