Best of Thai Food (21):

Ingwer-Huhn "Gai Pad Khing"

Jetzt, wo der Sommer bald vorbei ist und es draußen etwas kühler wird, passt auch mal was richtig Scharfes - das ist gut für die Gesundheit und zur Vorbeugung von Erkältungen. Damit's Ihnen so richtig warm und wohlig wird!

In diesem Falle ist es nicht der berühmte Thai Chili, der dieses leckere Gericht besonders aromatisch und brennend scharf macht, sondern eine Knolle. Thai Ingwer heißt unser Zauberwort, das in Asien nicht nur als Küchengewürz, sondern auch als Arznei verwendet wird.

Tatsächlich trägt diese Pflanzenart sehr viel Gutes in sich. Ingwerwurzeln enthalten kreislaufanregende, verdauungsfördernde und antibakterielle Stoffe, sowie Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium und andere wichtige Spurenelemente.

Der Scharfmacher kann zudem Schmerzen aller Art, Rheuma und Reiseübelkeit lindern, Entzündungen hemmen und vor Erkältungen schützen.

Küchengewürz mit Effekt

Zusammengefasst ist Ingwer Balsam für Leib und Seele, und gerade während der kommenden Kältezeit im Herbst ideal zum "Aufwärmen". Früher, bevor die Chilischoten entdeckt und verarbeitet wurden, war "Ginger" neben Pfeffer das einzige scharfe Gewürz in ostasiatischen Küchen.

Und ob getrocknet, gemahlen, eingelegt oder als Getränk... bis heute zählt Thai Ingwer - auch "Galgant" - zu den beliebtesten Küchenkräutern. Schließlich passt er einfach zu allem: zu Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten und wird besonders gerne auch in Curries und Soßen verwendet.

Zum Beispiel in Bangkoks Straßenküchen oder in den idyllischen Thai Gartenlokalen.

Königlich: Gai Pad Khing

"Khing" heißt übersetzt Ingwer; für uns ist und bleibt er im wahrsten Sinne des Wortes der "king" aller Gewürze. Diesmal verwandelt er eine gewöhnliche, gebratene Hühnerbrust in eine kleine Sensation, denn nur er verleiht der beliebten Thai Speise den super würzig-scharfen Geschmack.

Wichtig dabei:

Schneiden Sie von der Knolle hauchdünne Scheiben/Stifte ab. Und noch ein Tipp von "Gesundheitskoch" Peter Asch, Chefkoch der Klinik Silima am Chiemsee: braten Sie den frischen Ingwer - vor allen anderen Zutaten - in heißem Öl kurz und kräftig an.

So bleibt das feine Aroma im Gericht erhalten, aber es schmeckt nicht zu intensiv nach Ingwer.

Weitere Leckerbisschen...
Fügen Sie dem gebratenen Huhn verschiedene Gemüse wie Tomaten, Zwiebeln und Champignons hinzu, und - als Clou - geröstete Cashewnüsse. Das Ganze wird mit weißem, duftendem Jasminreis serviert.

Rezept

Man nehme (für 4 Personen):

  • 400 - 500 g Hühnerbrust Filets
  • 2 große, feste Tomaten
  • 250 g Champignons, geviertelt
  • 3 große Zwiebeln (oder 8 Thai-Frühlingszwiebeln)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 4 EL Ingwer, in Stifte geschnitten
  • Jeweils 2 Esslöffel Fischsoße und Austernsoße
  • Speiseöl zum Braten
  • 2 rote Chilis, 1 TL Palmzucker, Pfeffer (ggf. zum nachwürzen)
  • (Auf Wunsch: 100 g Cashewnüsse, pur ohne Salz)

Zubereitung

1. Duftreis kochen (am besten im Reiskocher). Nebenher frischen Thai Ingwer schälen und dünne Scheiben oder feine Stifte schneiden. Tomaten, Zwiebeln und Champignons vierteln, Knoblauch fein hacken.

2. Die Hühnerbrust in Streifen schneiden und zusammen mit den Ingwerscheiben kurz und kräftig anbraten. Das Gemüse mit Fisch- und Austernsoße abschmecken, zum Fleisch dazugeben und im Wok  erst bei hoher Hitze garen, dann bei kleiner Flamme und unter ständigen Rühren weiter köcheln lassen.

Köstliche Alternative:
Cashewnüsse in Öl braten (regelmäßig wenden!) und dem fertigen Gericht beimengen. Ggf. mit scharfen Chili, Zucker und Pfeffer nachwürzen.

Wichtig:
Kein Ingwer für Schwangere oder Personen, die an Gallensteinen leiden! Ansonsten ist das Gewürz sehr gut verträglich und gesund.  

Von: Nathalie Gütermann & Mark Heine

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