Chinatown, Sukhumvit, Silom:

Update „Bangkoks Garküchen“

Was gab es doch Anfang des Jahres für eine Aufregung rund um die beliebten "street stalls". In der Realität bewahrheitet sich diese Weisheit mal wieder: "Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird".

Gut 8 Monate ist es her, da ging ein Aufschrei um die Welt! "WAS... ? Unsere geliebten Garküchen sollen verschwinden?" - das war die Quintessenz aller Reaktionen, nachdem sich Wanlop Suwandee, der Chefberater des Gouverneurs, in einem Interview höchst unglücklich ausgedrückt hatte. Dies war im April 2017. 

Eine Pressemeldung kündigte das "Sterben der Street Stalls" an; es folgten Schlagzeilen über Schlagzeilen. Der eine schrieb vom anderen ab. Für Bangkok begann ein echtes Drama, denn plötzlich war die ganze Welt der Meinung, dass ALLE "street stalls" abgeschafft werden sollen. "Oh Schreck - was wäre das Land des Lächelns ohne die Straßenküchen" jammerte die Presse? Die Gerüchteküche brodelte und jeder fragte sich besorgt: Hat gar der Garaus für Garküchen begonnen? 

"Thai Food gehört definitiv zum Kulturgut des Landes", so die TAT, und so bemühten sich der Gouverneur und das thailändische Fremdenverkehrsamt intensiv um Schadensbegrenzung.   

Same same, but better

Es bleibt alles "beim Alten", nur besser... - das ist unser Fazit. 

Es ist zwar richtig, dass zahlreiche illegale Händler und solche, die die Gehwege versperrten in einem anderen Viertel "untergebracht wurden". Dass diese dort weit weniger verdienen, ist leider wahr. Doch Tausende von "Kollegen" sind stadtweit nach wie vor am bruzeln, und es wird definitiv weiterhin das legendäre "Street Food" in Thailand geben!

Allerdings etwas anders als bisher! Ordnung und Sauberkeit sind nun oberstes Gebot, dazu gehört die verschärfte Kontrolle der Lebensmittel, das Aufstellen von Abfalleimern und eben das Räumen der Stände auf zu engen Gehwegen.

"Es geht uns um die Sicherheit der Konsumenten und internationale Hygiene-Vorschriften - von einer generellen Abschaffung der Stände war nie die Rede", so Wanlop Suwandee. "Menschen sollten keinesfalls mehr auf befahrene Straßen ausweichen müssen. Das "Clean-up-Projekt in Chinatown war ein voller Erfolg". Tatsächlich sind Abend für Abend fast alle Tische belegt und die Kunden zufrieden.

CHINATOWN

Das alles wurde verbessert, wie man auch als "visuelle Belege" in unserer aktuellen Bildergalerie sehen kann: 

  • Die meisten Straßenhändler tragen jetzt Hauben und Handschuhe
  • Es wurden überall Abfalleimer (Trennmüll!) aufgestellt. 

Das Wichtigste:  

  • 600 Meter lange, abgesperrte Fußwege auf beiden Seiten der Hauptstrasse "Yaowarat Raod" erlauben nun Thais und Touristen ein SICHERES Garküchen-Dinner am Straßenrand.

SILOM

Es gibt mehrere Bereiche in diesem Stadtviertel, wo sich die Straßenküchen wie eh und je befinden. Vor allem in der Soi Convent - hier haben wir für Sie fotografiert. Siehe Bildegalerie!

SUKHUMVIT

Wie von uns im März 2016 berichtet:

"Sämtliche alte Thai Häuser in der Soi 38, direkt an der Skytrain-Station Thonglor, sollten nach dem Tod des Besitzers im letzte Jahr dem Erdboden gleich gemacht werden. Ein Hochhaus soll nun im Zuge des Baubooms gebaut werden, dabei war speziell diese Straße seit 40 Jahren Kult".

Aber nicht alles wurde geschlossen! Während nur die Häuserzeile nicht mehr existiert, kann man längst wieder am linken Straßenrand Platz nehmen.

Und genau gegenüber - im Untergeschoss eines hohen Wohnhauses (neben dem "Color World"-Geschäft) - gibt's gleich eine ganze klimatisierte Halle mit bestem Essen, die man leicht übersehen kann. Doch hier ist nach wie vor viel los, und unser Freund "Joe", der Hünchen auf Reis verkauft, bittet unsere Leser inständig: "Seht, wir sind noch da. Bitte kommt wieder...!"

Aktuelle Bilder der Garküchen-Situation: Chinatown, Silom, Sukhumvit 

Von: Nathalie Gütermann (Text & Fotos)

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