Gesundheitsbehörde warnt vor Regenzeit-Folgen:

Vorsicht vor Leptospirose!

Für viele Thailänder ist die "grüne Saison" ein Segen! Überall grünt es so grün, und die Bäume und Blumen blüh'n! Die Kehrseite der Medaille: Schlimme Überschwemmungen, und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Als Urlauber wichtig zu wissen: die Hochwasser-Folgen bergen ein echtes Risiko in sich!

Das Thema Wetter ist immer ein Thema - vor allem, wenn man im thailändischen Königreich Ferien machen möchte. Mittlerweile wissen unsere Leser, wann und wo es zu welcher Zeit am schönsten ist. Oft genug haben wir in unserem "Ratgeber Wetter" auf die regionalen Besonderheiten hingewiesen. 

Das Thaizeit-Team hat die feuchte Saison besonders gern. Der Himmel weint nur gelegentlich - und zwar heftig -, doch nach dem kräftigen Schauer ist alles vorbei und die Sonne scheint meist mehrere Stunden am Firmament. Generell ist es auch kühler und daher besonders angenehm, sich im Freien aufzuhalten. Zudem herrscht eine eigentümlich interessante und schöne Stimmung, wenn der Wettergott vor sich hin grault - siehe unsere Bildergalerie. Und immer wieder kann man dem Regen-Segen auch eine lustige Seite abgewinnen. 

Gar nicht witzig hingegen sind die alljährlichen Überschwemmungen in weiten Teilen des Landes - meist in Zentralthailand, im Norden und Osten. Im September standen allein in Lampang 400 Häuser unter Wasser, Ayutthayas Ruinen versanken ebenfalls in den Fluten.
Landesweit traten Flüsse über die Ufer - auch der Chao Phraya River. Aber auch die Inseln in der Andamanensee waren betroffen.  


Derzeit, voraussichtlich bis in den Januar hinein -, ist Koh Samui "wieder dran"! "Same, same every year", sagen die Thais.

Schon mal davon gehört..??

Doch wer sich zu diesem Zeitpunkt in Regen- und Flutgebieten aufhält, sollte gewarnt sein! Das gilt auch für die Zeit "danach", also selbst wenn das Hochwasser wieder versickert ist. Wir reden nicht etwa nur von einer erhöhten Gefahr durch "Dengue Fieber".

Viel weniger bekannt, aber deshalb keinesfalls ungefährlicher, ist eine Krankheit namens "Leptospirose". 

Deutsches "Centrum für Reisemedizin" warnt Thailand-Urlauber

In Folge der jüngsten - und zum Teil noch anhaltenden - schweren Unwetter (zuletzt durch die Ausläufer des Tropensturm «Damrey» bedingt!), haben die Behörden in Thailand Mitte Oktober 2017 einen Anstieg an Leptospirose-Infektionen gemeldet. Insgesamt 2.425 Erkrankungen und 47 Todesfälle wurden registriert. Fakt ist: Verschmutztes Wasser ist ein bedeutendes Erregerreservoir.

Am 27.10.2017 sah sich daher auch das "Deutsche Centrum für Reisemedizin" (CRM) veranlasst, in einer offiziellen Erklärung über diese Infektion aufzuklären und Thailand-Touristen zu bitten, Vorsicht walten zu lassen. 

Leptospiren-Bakterien überleben lange

Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie den Kontakt mit potenziell infizierten Tieren oder Gewässern!

Denn: in Wasser und Schlamm finden die Leptospiren-Bakterien günstige Überlebensbedingungen. In die Umwelt gelangen sie über den Urin infizierter Nagetiere (Ratten und Mäuse), aber auch von Haus- und Nutztieren wie Hunden, Schweinen und Rindern. "Reisende, insbesondere Rucksacktouristen und Expeditionsteilnehmer, sollten den direkten Kontakt  mit Süßwasser-Gewässern und Schlamm in den betroffenen Gebieten unbedingt meiden", meint Professor Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. 

Zu einem solchen direkten Kontakt komme es beispielsweise auch beim Wasserfallklettern oder bei diversen Sportaktivitäten.

Zudem sollten sich Touristen von Tieren fernhalten. „Ihre Infektiosität bleibt vermutlich über Monate hinweg bestehen. Streicheln Sie also keine streunenden Hunde...

... und sei der "soi dog" noch so süß... (Foto links)!

 

Leptospirose Symptome - und was tun, wenn...? 

Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Wochen. Das erste Stadium äußert sich durch grippeartige Symptome wie hohes Fieber mit Schüttelfrost und starke Kopf- und Muskelschmerzen. Oft sind die Schleimhäute gerötet und eine Bindehautentzündung tritt auf. Im zweiten Stadium können auch Organe betroffen sein, etwa die Leber und Niere, was sich durch eine Gelbfärbung von Haut, Organen und Körperflüssigkeiten äußert.

Sind Lunge oder das Gehirn betroffen, kann es zu einer Bronchitis, einer Meningitis oder einer Meningoenzephalitis kommen. „Dann sollte schnellstmöglich eine Therapie mit Antibiotika erfolgen, etwa mit Penicillin G oder Doxycyclin“, erläutert Jelinek. Ohne entsprechende Behandlung verliefen zwei bis zehn Prozent aller Erkrankungsfälle tödlich. 

Doch keine Panik! Zum Glück verläuft diese Erkrankung in aller Regel harmlos. Wir von Thaizeit weisen Sie lediglich auf diese Infektion hin. Schließlich sollte man Bescheid wissen, um bei entsprechenden Beschwerden dem Arzt im Krankenhaus gegenüber einen möglichen Verdacht auf Leptospirose zu äußern, und zum Beispiel Dengue Fieber auszuschließen (das im Anfangsstadium ähnliche Symptome zeigt).  

Wie immer gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. 


Lesen Sie auch diesen interessanten Bericht zum Thema: 

Von: Nathalie Gütermann / Deutsches Centrum für Reisemedizin

Info

Quelle: Centrum für Reisemedizin (CRM)

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