Intensivere Einreise-Kontrollen:

Neue Checkpoints und Scanner!

Informationen rund um die Thailand-Einreise sind immer ein wichtiges Thema. Nachdem Gewalttaten rund um den Erdball zunehmen, werden nunmehr auch Besucher des Königreichs mit neuen Daten-Systemen stärker überwacht als je zuvor. In Kürze sollen auch Fingerabdruck-Lesegeräte und Gesichtsscanner eingeführt werden.

Bangkok, 6. November 2018

Mag sein, dass jetzt der ein oder andere Leser an George Orwells dunkle Phrophezeiung denkt: "Big Brother is watching you". Was für all jene, die den Roman "1984" nicht kennen, inhaltlich interpretiert so viel bedeutet wie: die vollständige Überwachung durch die Behörden. Doch ist es im Zeitalter der zunehmenden Straftaten und Anschläge aus dem Hinterhalt völlig irrelevant, ob sich eine Person "dadurch in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt". 

Wer sich die Liste der Terroranschläge und Attentate allein im Jahre 2017 und 2018 ansieht, der bekommt das große Grausen. Egal ob politisch, wirtschaftlich, religiös oder gesellschaftlich motiviert, wir kennen es täglich aus den Nachrichten: Amoklauf hier, Anschlag dort. Menschen werden mit Trucks überfahren, mit Messern angegriffen, von Psychopaten erschossen oder kommen bei Sprengstoffanschlägen ums Leben. Und nicht etwa in Kriegsgebieten! 

Sind wir noch sicher?" Das Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist der Wunsch nach Frieden und nach Sicherheit. Regierungen rund um den Erdball werden von der Bevölkerung dringend gebeten "etwas zu tun", ... und nicht erst, wenn "es zu spät" ist. 

Weltweiter Ruf nach Sicherheit

Die Unsicherheit wächst weltweit - auch bei Urlaubern, die nach Thailand reisen. Allein Bangkok ist eine Touristenhochburg.

Doch lassen sich Terroranschläge und andere Gewalttaten verhindern? Und wenn ja, wie?

Thailand hat seine eigene Antwort darauf. Schon seit Jahren werden Ausländer bei der Einreise streng kontrolliert. Formulare müssen ausgefüllt sein, Adressen von Unterkünften sowie Rückflugtickets angegeben werden. Am wichtigsten: wer sein Visum überzieht und wegen "Overstay" erwischt wird, muss mit heftigen Strafen rechnen. Doch reicht dies offenbar nicht. 

Kontrollen werden intensiviert  

Die Militärregierung unter General Prayut und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten General Prawit, hat die Einwanderungsbehörde sowie das Innenministerium bereits im Februar 2018 angewiesen, ein neues E-Pass Scannersystem einzuführen, dass mit einer Online-Datenbank verbunden ist.

Auch Fingerabdrücke werden registriert, sollte dies ein Beamter für notwendig erachten.

Dieses System ist bereits zum großen Teil im Einsatz und wird aktuell komplett ausgebaut. Somit sollen künftig ALLE Ausländer erfasst werden, die in Thailand einreisen.

Im Test: Gesichtscanner zur  schnelleren Abfertigung!

Einchecken ohne Reisepass und Boarding-Karte – das soll bald auch an Flughäfen in Thailand möglich sein. Nach dem Bombenanschlag am Erawan Schrein in Bangkok wurden "Face Scans" an diversen Grenzübergängen eingeführt, doch jetzt sollen auch Flughäfen davon profitieren.

Sowohl Pairin Chuchotethavorn, der Verkehrsminister Thailands, als auch Thai Air Asia haben Ende Oktober 2018 bekannt gegeben, dass Technologien, die automatisch Gesichter erkennen, getestet werden. Zunächst in Krabi.

Dies hat mehrere Vorteile: zusätzliche Kontrolle durch die Erfassung biometrischer Daten sowie  ein schnellerer Check-in an Flughäfen. Denn Fluggäste müssten dann weder Pass noch Flugkarte vorzeigen und das Boarding verläuft ruck-zuck. Das Gesicht ist dann der "Boarding Pass".

Seit März 2018 testet die LUFTHANSA bereits das gleiche Verfahren in den USA, nämlich am Flughafen von Los Angeles. Das Fazit ist sehr positiv. Laut einem Sprecher der deutschen Airline erfasste der Gesichtsscanner 350 Passagiere in 20 Minuten. 

Fluggäste in Bangkok können sich also auf eine solche Einführung freuen, sollte diese nach erfolgreichen Tests auch an Thailands internationalen Flughäfen installiert werden. Denn es würde allein die Abfertigung am chronisch überfüllten Airport Suvarnabhumi wesentlich erleichtern. 

Sicherheit des Landes ist Hauptanliegen

"Wir möchten versuchen, den internationalen Terrorismus und diverse Mafia-Aktivitäten extrem zu minimieren und so weit wie möglich verhindern, dass weltweit gesuchte Kriminelle einreisen", so ein Sprecher der Immigrations-Behörde. Desweiteren sollen die neuen Systeme erleichtern, zum Beispiel Call-Center-Betrüger oder andere Verbrecher leichter aufzuspüren.

Möglicherweise ersetzen die gescannten Daten zukünftig die bislang genutzten Einreise-Formulare, doch wurde dies noch nicht final bestätigt.

Weiterhin müssen also Ankunft und Abreise durch das per Hand ausgefüllte Dokument "TM6" erfasst werden. Angaben der Adresse Ihrer Unterkunft in Thailand ist ebenfalls Pflicht.

Zudem sind seit letztem Jahr ALLE Hotels, Apartments, Pensionen und Privat-Vermieter verpflichtet, ihre ausländischen Gäste bei den lokalen Polizeidienststellen und dem Immigrationsbüro zu melden. Wer dem nicht Folge leistet, macht sich strafbar. (NG) 

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