Kleiner, feiner Unterschied:

Königshymne und Nationalhymne

Wer Thailand oft bereist, hat sicherlich schon beide Kompositionen gehört: das Lied des Königs ("Phleng Sansoen Phra Barami") oder die thailändische Nationalhymne ("Phleng Chat Thai"), die von einem Deutschen komponiert wurde. THAIZEIT erklärt Bedeutung und Unterschiede der beiden wichtigen Musikstücke, die man nicht verwechseln sollte.

Die Königshymne, komponiert von einem Russen

Die hier beschriebene Situation haben Sie sicherlich schon mehr als einmal erlebt. Sie sitzen im Kino, und kurz vor Filmbeginn wird das Programm unterbrochen. Alle erheben sich, während Bilder des Königs Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) und seiner Familie über die Leinwand flimmern. In allen Lebenslagen ist der Monarch zu sehen, sowohl in jungen Jahren als auch im fortgeschrittenen Alter. Meist mit Fotokamera um den Hals, im Gespräch mit seinen Untertanen, auf Inspektion seiner königlichen Projekte im Landesinneren oder bei Empfängen im Königspalast im Beisein seiner schönen Gemahlin Sirikit. Begleitet wird das Film- und Fotopotpourri von einer Melodie, die man so schnell nicht vergisst: dem Königslied. Es stammt von einem russischen Komponisten namens Pyotr Schurovsky, Prinz Narisara Nuvadtivongse schrieb den dazugehörigen lobpreisenden und respektvollen Text, der später nochmals von König Vajiravudh (Rama VI.) überarbeitet wurde. Bis 1932 war "Phleng Sansoen Phra Barami" zugleich auch die Nationalhymne des Landes, bis sie nach der Umbenennung des alten Siam durch die heutige Nationalhymne "Phleng Cat" ersetzt wurde. Heute wird das Lied ausser in den Kinos auch bei Musikfestivals und anderen Großveranstaltungen gespielt, vor allem aber bei royalen Veranstaltungen und wichtigen Empfängen.

Die Nationalhymne, komponiert von einem Deutschen 

Jeden Morgen um 8:00 Uhr und jeden Abend um 18:00 Uhr erklingt aus sämtlichen Lautsprechern, Fernseh- und Radiogeräten die "Phleng Chat Thai", wie die Nationalhymne auf Thai genannt wird. Egal was die Thailänder gerade tun, wenn die Hymne ertönt, bleiben sie stehen und lauschen ehrfurchtvoll den Klängen der Melodie. Viele legen dabei auch die rechte Hand auf ihr Herz. Für "Neulinge" im Land des Lächelns ist dies wichtig zu wissen, denn würde man als Thai während des Abspielens der Nationalhymne nicht stehen bleiben, ist dies eine Ordnungswidrigkeit. Aus Respekt halten sich auch die meisten Ausländer an diese Regel, die von der Bevölkerung sehr ernst genommen wird.

Nur die wenigsten wissen jedoch, dass die Melodie der thailändischen Nationalhymne von einem Deutschen komponiert wurde: Peter Feit war der Sohn eines deutschen Musiklehrers am thailändischen Königshof, der die Musik zu seiner privaten und beruflichen Leidenschaft machte. Unter König Chulalongkorn wurde er sogar zu dessen Berater in allen wichtigen Musikfragen. Feit ist in Thailand als "Phra Chen Duriyang" bekannt, was soviel bedeutet wie „verehrter Fachmann für Musikinstrumente“. Die Melodie von Peter Feit ist seit 1932 die offizielle thailändische Nationalhymne; in ihrer jetzigen (Text)-Form besteht sie seit dem 10. Dezember 1939. Seit damals gilt das Gesetz, diese Melodie jeden Tag, und zwar morgens und abends, zu spielen. Diese Tradition ein wichtiger Bestandteil im Alltagsleben der thailändischen Bevölkerung. Quelle: TAT/Wikipedia

Von: Nathalie Gütermann

Info

Tipp: Wer auf YOU TUBE die Stichwörter "thailändische Königshymne" ("Phleng Sansoen Phra Barami") oder "thailändische Nationalhymne" ("Phleng Chat Thai") eingibt, bekommt eine grosse Auswahl an Interpretationen der beiden Musikstücke. Sofort wird der Zuhörer den Unterschied erkennen.

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