Koh Samed: Stadtflucht an den Traumstrand
Mal einen Gang runterschalten, frische Meeresluft und Meeresfrüchte am Einsiedlerstrand geniessen...dieses Paradies gibt es - nur 3 Autostunden von Bangkok entfernt.
In aller Welt für seine Traumstrände bekannt, hat das Land des Lächelns ein kleines, doch sehr offensichtliches Manko: Die Hauptstadt liegt zwar in Meeresnähe, aber Strand gibt es in Bangkok leider keinen. Vielleicht auch gut so, denn wer will schon an der Mündung des Chao Phraya freiwillig baden gehen? Klarer Fall: Ein Strand muss her!
Jede Fahrt zu Trauminseln wie Phi-Phi, Phang Nga, Similan oder Koh Samui ist wegen der Entfernungen für einen Kurztrip eher ungeeignet, doch gibt's da noch einen wunderbaren Tipp kurz hinter Rayong: Koh Samed, oder mitunter auch Koh Samet geschrieben.
Sie liegt ca. 200 Kilometer südöstlich von Bangkok im Nationalpark der Provinz Rayong. Mit dem eigenen Auto oder Mietwagen ist die ausgebaute Strecke in drei Stunden gut zu bewältigen; die Fahrt mit dem Bus dauert rund 3 1/2 - 4 Stunden.
Obwohl Samed eine eher kleine Insel ist und zudem (fast) alle Strände an der Ostküste liegen, ist die Auswahl groß wenn es um die Art des Strandes geht. Vom Einsiedlerstrand im Süden der Insel bis zum beschallten Beach-Bar Streifen in Hat Sai Keaw ist das Angebot breit gefächert. Generell gilt: je weiter der Strand vom Na Dan-Pier im Norden entfernt ist, desto ruhiger wird es.
Alles in Laufnähe
Die Strände auf Samed kann man komplett ablaufen. Minimarkt, Souvenirshop und Cafés sind immer nur einen Steinwurf entfernt. Zudem sind die südlichen Strände vor allem für ein unvergleichliches Robinson Crusoe-Erlebnis gut: Es gibt dort keinen Pier. Wer direkt hierher übersetzt, muss die letzten Meter durch das Wasser an den Strand waten – spätestens jetzt ist das Urlaubsgefühl perfekt!
Ao Wong Deuan liegt etwa in der Mitte der Westküste und hat sich in den letzten Jahren zum kleinen Touristenzentrum des Südens gemausert. Hier gibt's Buchten mit buntem Publikum, Café Latte, Bananen-Booten und einem für Kinder abgegrenzten Schwimmbereich. Die angesagten Resorts, Lounge Bars mit DJs und Strandrestaurants mit Feuershow haben sich in Bangkok schnell herumgesprochen und ziehen am Wochendende junge Thais und Farang-Familien gleichermaßen an. Während der Woche geht es auf Koh Samed eher ruhig zu.
Die einzigen zwei Straßen sind Staub- und Felspisten. Mopeds mit Automatikgetriebe kann man günstig mieten, allerdings ist das nichts für ungeübte Fahrer. Wer die Insel unbedingt erkunden will, setzt sich auf einen Pickup, doch schaukelfrei ist die Fahrt nicht und 300-600 Baht muss man dafür ausgeben. Mit anderen Worten: eine Inselrundfahrt lohnt sich nicht!
Romantisch bis rustikal
Wer es ruhiger mag und dafür auch etwas weniger Strand in Kauf nimmt, wandert weiter zur nächsten Bucht, Ao Thian, auch Candlelight Beach genannt. Heutzutage gibt es durchgehend Strom und solide Bungalows. Neu und beeindruckend ist außerdem eine meditarrane Open Air Bar und ein großes Teak-Haus im Sukhothai-Stil mit Gästezimmern. Der Strand wird immer wieder durch Felsen unterbrochen und unterteilt in kleinere ganz unterschiedliche Strandabschnitte, romantisch bis rustikal, aber alle voll badetauglich. Die Westseite der Insel, zum Genießen des Sonnenuntergangs, ist von hier, der schmalsten Stelle der Insel, in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.
Tauch- und Schnorchelparadies
Samed hat herrliche Tauchgründe und es ist überall möglich, Boote zu mieten oder Touren zum Tauchen, Schnorcheln und Angeln zu buchen. Die besten Tauchgebiete liegen an den vorgelagerten, unbewohnten Inseln und werden etwa von Ploy Divers bedient.
Tubtim Resort
Das THAIZEIT-TEAM hat sich im Tubtim Resort eingemietet, einer einfachen Hüttenanlage. Sie wurde 1981 erbaut und gehört zu den ältesten Resorts auf der Insel. Heutzutage bietet sie über 100 Unterkünfte an, von ganz simplen Holzhütten mit Ventilator (ab 600 Baht) bis zu gut ausgestatteten Bungalows auf Stelzen mit Klimaanlage, WiFI Internet und warmen Wasser (zwischen 1.500 - 3.000 Baht für 2 Personen; je nach Kategorie).
Info
ANREISE ZUM "BAN PHE" PIER
Durch die Nähe zu Bangkok ist ein Taxi durchaus sein Geld wert, nach Samed ist es die angenehmste Art der Anreise. Kosten pro Fahrt rund 2.500 - 3.000 Baht. Tipp: Schon vorher einen Termin für die Rückfahrt vereinbaren.
Besonders bequem sind auch die staatlichen Busse. Abfahrt ab Ekkamai alle 30 - 40 Minuten von 5:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr. Busticket: 150 Baht / Person. Kombitickets für Bus und Fähre kosten rund 350 Baht. Busse fahren direkt an den Hafen, wenn auch etwas langsamer als ein Taxi.
Vom Ban Phe Pier fahren stündlich öffentliche Boote für 50 Baht pro Person nach Samed (ca 30 - 45 Min, danach Tuk Tuk nehmen). Wer es eilig hat, kann ein Speedboot für 800-1000 Baht mieten und dirket zum Hotelstrand fahren (Überfahrt 10 - 15 Min). Das lohnt sich, wenn man in einer Gruppe reist und die Kosten teilt.
TUBTIM RESORT
13/15 Moo-4, Tambon Phe
Koh Samed, Rayong, Thailand
T: +66 (038) 64 40 25-29
Eine Webseite gibt es nicht.
MOSKITOS:
Vor allem in der Regenzeit können die Mücken am frühen Abend zur Plage werden – wie überall in den Tropen. Empfehlung: Wer oft gestochen wird, sollte lange Hosen und Ärmel tragen. In allen Läden der Insel gibt es auch Moskitosprays mit natürlichem Zitronengras.


































