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Thailand nach Deutschland:

KLEINE FERNSEHSTARS aus Thailand erleben GROSSE ABENTEUER in Deutschland

Das ZDF lud drei Schüler aus Thailand nach Deutschland ein, um bei der beliebten „1,2 oder 3“-Quizshow mitzuspielen. Ein Erlebnisbericht über Lampenfieber, schwierige Fragen und eine tolle Zeit beim Fernsehen.

„Nervös? Nein, nervös war ich eigentlich nicht“, sagt Melodie, wieder zurück in Bangkok. „Ich hatte nur ein bisschen Angst vor dem Hin- und Herspringen. Dass ich fallen könnte, und mich vielleicht jemand auslacht.” Wir reden hier nicht von einem gefährlichen Abseilmanöver einer Neunjährigen irgendwo im Dschungel Thailands, sondern über die Teilnahme an der beliebten Kinder- und Jugend-Quizshow „1, 2 oder 3“ im ZDF-Fernsehstudio in Unterföhring bei München, bei der die 4. Klasse der deutschsprachigen Schule Bangkok (DssB) als Auslandsschule vertreten war.

Die Schülerin wurde gemeinsam mit ihren Klassenkameraden Joana, David und dem Schweizer Lehrer Matthias Stähli stellvertretend für die 4. Klasse eingeflogen, um die Sendung aufzuzeichnen. Den Pokal, den Lego-Piet, konnte das Team nicht mit nach Hause bringen, dafür aber einen guten 3. Platz und 100 Euro für die Klassenkasse. „Sie haben sich großartig geschlagen“, lobt Matthias Stähli. Als die Zusage vom ZDF kam waren alle sehr aufgeregt. „Genau das richtige Weihnachtsgeschenk“, freute sich der Schweizer. Und nachdem alle Formalitäten erledigt, die Eltern überzeugt und überredet waren, ging es an die alles entscheidende Frage: Wer will bei 1, 2 oder 3 mit dabei sein – wer wird die 4. Klasse in München vertreten? Zehn kleine Zeigefinger schossen an jenem Montagmorgen blitzschnell in die Höhe – alle bis auf drei Schüler hatten sich gemeldet. Mitgenommen hätte er sie alle gerne, „Aber es waren leider nur drei Teilnehmer zugelassen“, so Stähli. Die Wahl wurde den Viertklässlern überlassen – ganz demokratisch und fair. Das Los fiel schließlich auf Joana, Melodie und David, und während die Drei sich riesig auf das Fernsehabenteuer freuten, war den anderen sieben die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Ich hab’ zu Hause dann schon ein bisschen geweint ”, gesteht ein Kind.

TRAINING FÜR DIE SHOW

Viel Zeit für Trübsal und Tränen blieb aber nicht, schließlich ging es jetzt darum, das thailändische Team „fit” zu machen. Der Klassenraum 211 der deutschsprachigen Schule Bangkok wurde kurzerhand in ein Aufnahmestudio umfunktioniert: Das Publikum sitzt in den Schulbänken, feuert an und fiebert mit, während Melodie, Joana und David sich schnell beraten, Joker setzen, Antworten geben und das Hin- und Herspringen von Feld 1 nach 2 zu 3 (oder andersherum) im Voraus üben. Der Klassenlehrer mimt den Moderator und stellt möglichst schwierige Fragen. „Wir rechnen mit dem Schlimmsten”, so ein Schüler, bevor die Stimme Lukas’ ertönt: „Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht.“

IM STUDIO UNTERFÖHRING – DIE SPANNUNG STEIGT

„Ja”, nicken David, Joana und Melodie, „so ähnlich sei es dann auch im „1, 2 oder 3“-Aufnahmestudio in Unterföhring gewesen, nur eben bunter, greller und aufregender. Schließlich sitzen jetzt nicht nur zehn Kinder im Zuschauerraum.“ Den Moderator der Sendung, Daniel Fischer, finden die drei Schüler aus Bangkok gleich sympathisch. Als er jedoch nur zehn Minuten vor Aufzeichnungsbeginn das Thema der Sendung verkündet, bekommen sie feuchte Hände: Gift!

Die drei Viertklässler und auch Matthias Stähli müssen schlucken – das stand nirgendwo auf dem Stundenplan, oder? Auch das deutsche Team murmelt leise: „Oh nee, wir wissen darüber gar nichts.” Dafür jubeln die drei österreichischen Teilnehmer umso lauter. „Tja, die haben sich wohl ein bisschen zu früh gefreut!”, sagt Joana nach der Aufzeichnung, ein wenig schadenfroh. Und dann wird es ernst. Die erste Frage wird gestellt, und das Bangkok-Team ist sich seiner Antwort sicher: Wir müssen auf die „2” springen. „Wo trägt der Skorpion am Körper sein Gift?” Diese Antwort weiß natürlich jedes Kind: im Schwanz – auch das blaue und gelbe Gegnerteam weiß Bescheid. Die Deutschen sind nicht nur schnell, sondern auch schlau: Sie setzen ihren Joker Piet – also doppelte Punktzahl. Sechs Bälle für die anderen. Mist!

Daniel Fischer hat noch sechs Fragen für die Schüler parat – es ist also noch alles drin für Melodie, Joana und David. Einmal noch gehen sie blitzschnell die Strategie ihres Klassenlehrers im Kopf durch: „Wenn ihr euch nicht sicher seid, müsst ihr euch verteilen. Joker nur setzen, wenn ihr die Antwort eindeutig wisst. Wenn ihr eine Antwortmöglichkeit streichen könnt, bei den anderen beiden aber unsicher seid, habt ihr immer noch eine 50:50-Chance euch den Punkt zu holen.” Das klappt bei Frage drei noch problemlos. „Danach

wurden die Fragen aber wirklich sauschwer”, stöhnen Joana, David und Melodie.

KÄMPFEN BIS ZUM LETZTEN BALL

Letztendlich ist es die siebte und letzte Frage, die dem Team aus Thailand den 2. Platz vermasselt hat – mit nur zwei Punkten Unterschied. Das Team aus Deutschland hatte gewonnen, die Österreicher wurden Zweiter. Was werden ihre Klassenkameraden wohl dazu sagen? Was machte die 4. Klasse eigentlich während der dreitägigen Abwesenheit ihres Lehrers? Lernen natürlich – aber mit fest gedrückten Daumen. „Auf unserer eigenen Schülerwebsite hat Herr Stähli einen „Blog München” eingerichtet. So konnten wir jeden Tag nachlesen und nachschauen, was Joana, Melodie, David und er in Deutschland so machen.“ Die Daheimgebliebenen hielten die drei Fernsehstars in der Ferne auf dem Laufenden. „Aber dass wir die Vier am Bangkoker Flughafen mit Pauken, Trompeten und Plakaten empfangen werden, davon haben wir natürlich nichts geschrieben. Das sollte schließlich eine Überraschung sein“, grinst Marvin.

Trotz großem Bahnhof und Fernsehauftritt: „Richtige Berühmtheiten werden wir an unserer Schule wohl nicht werden“, sagt Joana. „Ich wurde sogar gefragt, wieso wir nur Platz drei geschafft haben. Aber ich denke: Nicht reden, sondern erst mal besser machen!“ Oder wissen Ihre Leser auf Anhieb die Antwort auf die Frage:

Weshalb ist ein berühmter, bereits verstorbener Maler beim Malen seiner Bilder beinahe gestorben?

1. Weil der Geruch der Farben sehr stark und für den Menschen giftig war.

2. Weil der Maler den Farben ein giftiges Metallpulver beigemischt hat.

3. Weil der Maler bei der Ausübung seiner Tätigkeit stets Zigarren geraucht hat.

Jetzt überlegen Sie mal kurz, welche Antwort könnte es sein? Joker setzen? Ja oder nein? Und: Das Hin- und Herspringen nicht vergessen! 1, 2 oder 3?

Von: Michaela Supik Fotos: Matthias Stähli

Info

Die „1, 2 oder 3“-Sendung wird am 20. März 2010 im ZDF um 8.25 Uhr und um 14.30 Uhr im Kika ausgestrahlt

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