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Unseen Thailand:

Im Namen des Vaters und der Krone

In unserer Serie "Unseen Thailand" präsentieren wir Ihnen Insidertipps und überraschende Ziele im Königreich. Diesmal hat THAIZEIT eine römisch-katholische Kathedrale in der Mitte des Königreichs entdeckt.

Ehrfürchtig stehe ich vor dem Sakralbau in blaugrau. Hier reibt sich selbst ein Thailand-Kenner die Augen, denn was sich da imposant zwischen blühenden Laubbäumen erhebt, ist tatsächlich eine gotische Kathedrale. Mit Spitzbögen, geschnitzten Heiligenfiguren, bunten Glasfenstern und einem schlanken Turm ... und das mitten in Thailand!

Vater, Sohn & Heiliger Geist

Ob an Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder an Weihnachten...dieses Gotteshaus ist ein Ort, an den es nicht nur gläubige Expats, sondern auch Thais hinzieht. Ja, tatsächlich. Es gibt in der Tat einige Thailänder, die den christlichen Glauben praktizieren. Das kann zum Beispiel Pfarrer Jörg Dunsbach von der Katholischen Gemeinde in Bangkok bestätigen.

Über 115 Jahre ist sie alt, die römisch-katholische Bischofskirche "The Nativity of our Lady". Majestätisch steht sie in der Provinz Samut Songkhram, am Ufer des Maeklong Flusses. Stolz streckt sie ihren Spitzturm 'gen Himmel, ganz so als wäre sie ein Geschenk Gottes.

Und tatsächlich ist hier der heilige Geist allgegenwärtig: Menschengroße Madonnenfiguren, antike Glasmalereien mit Fragmenten aus der Bibel und Kreuze wohin man blickt – das Erkennungszeichen der Christen. Wer das Kirchenschiff betritt, wähnt sich augenblicklich irgendwo in Europa, sicherlich aber nicht im Land des Buddhas.

Glanz mit Zitrone & Zucker

Als Süddeutsche denke ich spontan an das Freiburger Münster (1280), andere Besucher vielleicht an den Kölner Dom (1248) oder das Straßburger Münster (1277). Die Gotik fand ihren Ursprung im Frankreich des 12. Jahrhunderts und löste damit den vorangehenden Baustil der Romanik ab.

Die damals typischen Rundbögen wurden durch Spitzbögen an Portalen und Fenstern ersetzt, das romanische Kreuzgratgewölbe durch ein Kreuzrippengewölbe. Und ebenso wie alle anderen berühmten Sakralbauten in der gotischen Baukunst wurde auch die Kathedrale in Samut Songkhram als lichtdurchflutetes Gotteshaus gestaltet, dessen Betonung auf der Vertikale, dem Streben zum Himmel, liegt.

Allerdings weist die Nativity Cathedral mehrere Besonderheiten auf, die man in heimatlichen Gefilden nie zur Anwendung bringen würde: die Wände wurden aus erhitztem Ziegellehm gebaut und mit einer glänzenden Mixtur aus Zitrone und Zuckerrohrsirup überzogen; die außergewöhnlich schöne bläuliche Farbe auf der Außenfassade, die je nach Tageszeit auch in Grautönen schimmert, entstand unter anderem durch die Beimengung von Holzkohle.

Heilige Messe im Tempel des Herrn

Im Jahre 1835 wurde Bischof Courvesy vom Heiligen Vater in Rom zum ersten Bischof von Siam berufen. 50 Jahre später begann einer seiner Nachfolger, Ordensbruder Paulo Salmon aus Italien, mit dem Bau der Kathedrale, nachdem sich mehrere Hundert Katholiken in dieser Region niedergelassen hatten.

Ganze sechs Jahre sollte es dauern, bis das Gotteshaus am 11. Februar 1896 endlich eingeweiht wurde. Während des zweiten Weltkrieges wurden Teile der Kirche sowie zahlreiche Glasfenster zerstört und erst Jahre später in mühseliger Arbeit nach und nach restauriert.

Heute präsentiert sich Thailands schönste Kathedrale in strahlendem Glanz, und wer sich als Expat nach einer heiligen Messe oder einfach nach Meditation in gewohnter religiöser Umgebung sehnt, der findet die Nativity Cathedral in Bang-Nok-Kheuk auf dem Weg nach Amphawa.

Überhaupt hat die Provinz Samut Songkhram neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auch eine interessante Historie, denn hier wurde König Rama II. geboren. Zur Erinnerung an den „Dichter-König“ wurde direkt am Maeklong Fluss der King Rama II Memorial Park errichtet – im Namen der Krone, versteht sich.

>>> Zur Bildergalerie: Kathedrale in Amphawa
 

Prächtige Bischofskirche in Bangkok

Doch auch in Bangkok findet der Gläubige den heiligen Geist, wenn man nach ihm sucht. Wer das Kirchenschiff der prachtvollen "Assumption Catherdral" betritt, wähnt sich augenblicklich irgendwo in Europa. Sie befindet sich in der Soi Charoenkrung, nur wenige Schritte vom Mandarin Oriental entfernt. Auch dies ist ein Bauwerk von seltener Schönheit. 

Hier geht's zum kompletten Bericht mit Fotogalerie: 

>>> Assumption Kathedrale in Bangkok

Von: Nathalie Gütermann (Text & Fotos)

Info

Römisch-katholische Kathedrale in Amphawa

"The Nativity of our Lady" 

Bang-Nok-Kheuk, Provinz Samut Songkhram

Telefon: 03476-1346-7

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag

von 8:00 – 16:00 Uhr.

Heilige Messe: Sonntags um 6:30 Uhr und um 9:00 Uhr.

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