Van Gogh Style:

Sonnige Blumengrüße aus Lopburi

Jedes Jahr, von Mitte Dezember bis Anfang Februar, geht es in der Zentralregion von Thailand besonders prächtig zu. Dann erstrahlt das Gebiet in sonnengelb.

Auf auf, ins Lopburi-Land, denn einen ganzen Monat lang findet dort das "Sonnenblumen-Festival" statt. Der berühmte Maler Vincent Van Gogh hätte seine wahre Freude an diesem leuchtenden Anblick gehabt; immerhin waren diese Gewächse sein Lieblingsmotiv.

So entstand beispielsweise sein Gemälde "Zwölf Sonnenblumen in einer Vase" im August 1888 in Arles (Südfrankreich) als Teil einer Serie von Bildern des gleichen Motivs (siehe "Stilleben mit 12 Sonnenblumen" in unserer Thaizeit-Bildergalerie unten).

"Ich will weiter nichts als lauter große Sonnenblumen..." schrieb er damals an seinen Bruder Theo.

"Das Ganze als eine Symphonie in Gelb. Ich arbeite jeden Morgen von Sonnenaufgang an. Denn die Blumen verwelken schnell, und das Ganze muss in einem Zug gemalt werden“. Van Gogh, der einst arm, einsam und unglücklich starb, wäre heute ein steinreicher Mann.

Am 30. März 1987 ersteigerte eine japanischen Versicherungsgesellschaft eines der Bilder aus der Sonnenblumenserie zum damaligen Rekordpreis von 24,75 Millionen englische Pfund.

Thailands größte Sonnenblumen-Plantage liegt etwa 45 km östlich der Provinzhauptstadt Lopburi im Landkreis Phatthana Nikhom. Doch ist die Region längst nicht nur für ihre wunderschönen weiten Sonnenblumenfelder und sein verspieltes Affenvolk bekannt. Die reiche Kultur und Geschichte reicht zurück bis in das 5. Jahrhundert; laut Wikipedia war die Stadt jedoch vor allem im 7. Jahrhundert eines der wichtigsten politischen und religiösen Zentren. Mehrere bedeutende Überreste alter Zivilisationen sind bis heute zu besichtigen. 

Der Wat Phra Si Rattana Mahathat beispielsweise ist ein ganzer Komplex an buddhistischen Tempelbauten, die aus zwei verschiedenen Epochen stammen: neben Prangs aus der Zeit der Khmer gibt es Chedi aus der Ayutthaya-Periode. Die Gegend gehörte unter anderem auch in den Einflussbereich des Dvaravati-Reiches der Mon, deren Kunststil sich zu einem eigenen "Lopburi-Stil" weiterentwickelte. Im 11. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Khmer beherrscht, die ebenfalls beeindruckende Bauwerke hinterließen.

Organisierten Stadtrundgänge zu historischen Stätten gehören zu den hier angebotenen Fremdenverkehrs-Programmen. (NG)

Info

Sonnenblumen-Saison

In der Blütezeit von Dezember bis Ende Januar/Anfang Februar fahren viele Touristen nach Lopburi, um das farbenprächtige Schauspiel zu bewundern. 

Mit dem Zug ab dem Bahnhof Hua Lamphong in Bangkok; Ticket ab 270 THB. Auskunft unter Tel. 02 220 4334 oder 1690. Vom Busbahnhof in der Kampaeng Phet Road fahren klimatisierte Busse mehrmals täglich nach Lopburi. Auskunft unter Tel. 02 936 28-52 bis -66. Fahrzeit von Bangkok: Ca 1 1/2 Stunden.

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