Vorschlag der Touristenbehörde:

"Unterhaltszahlung" bei Einreise?

Dies ist für viele der "Aufreger des Monats". Gleich zu Jahresanfang 2016 schlug der TAT-Gouverneur eine "Touristen-Abgabe" in Höhe von 360 Thai Baht vor. Wofür die 10 US$ genutzt werden sollen, steht hier...

Bringen wir es auf den Punkt! So manch' ein Thailand-Besucher fühlt sich im Land des Lächelns mehr und mehr wie ein goldenes Kalb, das gemelkt werden soll. Ständig gibt's neue Hiobsbotschaften von Behörden. Man denke zu Beispiel nur an die Parkgebühren in Nationalparks, die für Touristen um ein Vielfaches höher sind, als für Thailänder. Dazu zählt auch die Touristenattraktion "Wat Pho" in Bangkok

Schließlich wären da auch die recht hohen Visa-Gebühren, die bei einer längeren, mehrmonatigen Reise in Königreich, hingeblättert werden müssen.

Nun kam Yuthasak Supasorn, der Governeur der thailändischen Touristenbehörde (TAT) Mitte Januar auf die glorreiche Idee, ausländischen Touristen, die in Thailand einreisen - ganz gleich ob per Flieger oder auf dem Landweg - eine sogenannte "maintenance fee" abzunehmen

Das bedeutet konkret übersetzt "Unterhaltsszahlung". Diese solle sich seiner Meinung nach auf 360 Thai Baht pro Person belaufen, also auf umgerechnet 10 US-Dollar oder 9 Euro. Bei ca 30 Millionen Besucher könne die TAT demnach mit 10 bis 12 Milliarden Baht Einnahmen rechnen, die auf verschiedene Provinzen verteilt und für verschiedene Zwecke genutzt werden sollen. 

Nach den Gründen befragt, gab der TAT-Chef in einem Interview mit dem TV-Sender "Voice TV" an:

  • Konstante Gewährleistung der Sicherheit für Urlauber
  • Verbesserung von touristischen Attraktionen
  • Förderung des Tourismus-Sektor im Allgemeinen 

Kurz: Es geht - laut Supasorn - um eine "Verwaltungsgebühr für Touristenattraktionen und Sicherheitssysteme". Diese solle, so der Gouverneur weiter, von den "Airports of Thailand" (Flughäfen von Thailand) und den Beamten an allen Grenzkontrollpunkte eingesammelt werden. "Diese zusätzlichen Kosten könnten auch in Flugtickets enthalten sein", sagte er während des Interviews.

Scharfe Kritik von allen Seiten

Ein Aufschrei erfolgte umgehend - nicht nur in eigenen Reihen und auf sozialen Netzwerken, sondern vor allem von der Reisebüro-Vereinigung ATTA (Association of Thai Travel Agents)! Diese war über die "öffentlich" Aussage der TAT derart irritiert, dass sie den Gouverneur warnte und ihn explizit dazu aufforderte, zunächst ein ausführliches Gespräch mit allen damit verbundenen Parteien zu suchen, bevor "eigenmächtige" Vorschläge für neue "Tourismus-Gebühren oder Steuern" publik gemacht würden.

"Wir sind davon nie informiert worden", hieß es beim Verband. 

Speziell  Charoen Wangananont, der ATTA Präsident, reagierte höchst ärgerlich. Er fragte öffentlich: "Was passiert denn derzeit mit all den Einnahmen, die die TAT generiert? Angeblich waren das 2.23 Billionen THB im letzten Jahr - damit kann man schon unendlich viele Verbesserungen durchführen. Offenbar gibt's hier ein Problem mit dem aktuellen Ertragsmanagement!" 

Und er fügte hinzu: "Wir brauchen eine logische Politik, um die Tourismus-Industrie zu entwickeln ... und keine größere finanzielle Belastung für Touristen"...

In der Vergangenheit gab es bereits Vorschläge für eine Tourismus-Steuer (Tourism Tax). Thaizeit berichtete. Damals ging es gar um 500 Baht pro Person. Diese wurde jedoch schnell wieder fallen gelassen... (NG) 

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Thailands Tourismusbehörde: Qualitätstouristen erwünscht!

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