Thailands Elefanten:

Symbol einer Nation

Seit unzähligen Generationen ist das Leben der Menschen in Thailand mit dem der Elefanten verwoben. Diese mächtigen Tiere werden als ein Glück bringendes Symbol verehrt. Sie sind auch heute noch fester Bestandteil des täglichen Lebens in Thailand.


Der asiatische Elefant lebt schon seit mindestens 4.000 Jahren Seite an Seite mit dem Menschen auf dem asiatischen Kontinent. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich starke Bindungen zwischen den Thais und ihren Elefanten entwickelt. So etwas wie Familienbeziehungen sind entstanden, die auf gegenseitigem Respekt, und sogar auf Liebe basieren.
Das thailändische Königshaus verehrt diese majestätischen Tiere heute genauso, wie es die großen Könige Siams in der Vergangenheit taten. Ohne die Hilfe des Elefanten wäre es äußerst beschwerlich gewesen, durch die Wälder und Dschungel Thailands zu reisen. Hier spielte der Elefant eine ähnliche Rolle wie das Pferd in der Geschichte der westlichen Gesellschaften. Elefanten sind überall im Land zu sehen. Sowohl lebendige Tiere als auch ihr Abbild in Kunst, Legenden, Literatur, Symbolen, Architektur und Religion.

Symbol für Stärke und Großartigkeit

In der Vergangenheit wurde die königliche Macht in ganz Asien an der Anzahl der auf dem Schlachtfeld verfügbaren Elefanten gemessen. Im 17. Jahrhundert bildeten viele Tausende königliche Thai-Elefanten den Hauptbestandteil der Kriegsmaschinerie Siams. In Friedenszeiten wurden Elefanten gleichermaßen geliebt. Sie waren nicht nur ein wichtiges Transportmittel, sondern diese intelligenten und klugen Tiere waren daran gewöhnt, Seite an Seite mit dem Menschen zu arbeiten. Elefanten haben darüber hinaus einen wichtigen Platz im Buddhismus als geistige Mentoren für alle Menschen. Sie sind ein wichtiges Element in Zeremonien und werden daher als große Wohltäter der Menschen, und als ein nationales Symbol des Königreiches von Thailand betrachtet. Die rasante Entwicklung der ländlichen Gebiete haben weitestgehend den natürlichen Lebensraum des Elefanten zerstört. Die heute noch existierende Population wilder Elefanten - es sind ungefähr 1.500 Tiere - lebt weit verstreut in vielen Nationalparks und Schutzgebieten des Landes. Glücklicherweise gibt es eine wachsende Anzahl von Organisationen und Einrichtungen zum Schutz und zur Versorgung von Elefanten in Thailand.

Lebensnotwendig: Respekt und Verständnis

Das Thai Elephant Conservation Centre (TECC) wurde 1969 unter der Zuständigkeit der Organisation für Forstwirtschaft gegründet. Im Januar 2002 wurde unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Galyani der Handlungsbereich des TECC zum National Elephant Institute (NEI) erweitert. Da die Elefanten heute meist im Tourismusbereich arbeiten, ist das NEI verantwortlich für die Durchsetzung von Standards in der Pflege domestizierter Elefanten und die Förderung von Qualitätstourismus. Erreicht werden soll dies über eine qualifizierte Ausbildung des Personals, artgerechte Pflege der Elefanten, Verbesserungen in Elefantencamps und Ausbau der Elefanten-Kliniken. Kranke, verletzte, misshandelte Tiere und solche, die in einer anderen Weise Hilfe brauchen, können der "Elephant Distress Hotline" des "Treasure Our Elephants Fonds" gemeldet werden. Die Mitarbeiter dieser Organisation werden versuchen zu helfen. Der Fond unterhält auch ein "Habitat Recovery Programm", um Waldgebiete zurückzukaufen und sie als natürlichen Lebensraum für die Elefanten wiederherzustellen.

Wildlife Friends Foundation Thailand
& Asiens 1. kettenfreies Elefanten Camp

Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle auch das bemerkenswerte Hilfsprojekt von Edwin Wiek, Gründer der Wildlife Friends Foundation Thailand (WFFT).  Der Holländer zog 1989 nach Asien, gründete ein Modegeschäft, bis sich 10 Jahre später - im Jahre 1999 - nach einem Autounfall alles änderte. Er beschloss, seinen Kindheitstraum Wirklichkeit werden zu lassen, eine "Tier-Rechtsbewegung" aufzubauen und misshandelte Wildtiere wie Elefanten, Tiger, Bären, Affen aber auch Straßenhunde und viele andere Lebewesen in Thailands bedrohter Tierwelt zu retten. Speziell für die Dickhäuter gründete er Asiens erstes KETTENFREIES Elefanten Camp ("Kein Elefant wird jemals angekettet, ob bei Tag oder bei Nacht!") und hat mit seinem Konzept größten Respekt verdient. Heute wird Edwin von allen Organisationen um Ratschlag und Hilfe gebeten, und er wiederum bittet die Welt: "Help our rescued elephants" - "Bitte helft unseren Elefanten" Dies kann man auf verschiedene Art und Weise tun. Natürlich kann man Geld spenden, oder aber...  
  • Adoptiveltern bzw. Pate werden 
Zum Beispiel kann man Sponsor bzw. Pate eines Elefanten werden (die Adoption für 1 Jahr kostet 35 €; für 2 Jahre 55 € und für 5 Jahre 140 €). Wer sich als Tierfreund entscheidet, Vater oder -Mutter auf Zeit zu werden, kann sich auf der Webseite "thaielephantrefuge.org" sein vierbeiniges "Adoptivkind" anhand einer Bildergalerie aussuchen. 

  • Volontär werden 
Sie möchten sich ethisch engagieren und suchen nach einer praktischen Arbeitserfahrung mit geretteten Elefanten? Als freiwilliger Volontär erfahren Sie alles über die Probleme, mit denen diese Tiere konfrontiert sind. "Mit Ihrer liebevollen Pflege über einen längeren Zeitraum tragen Sie dazu bei, dass es den Elefanten richtig gut geht", sagt Edwin. Volontäre wohnen in einfachen, aber europäisch ausgestatteten Bungalows. Teamgeist und engagierte Gruppenarbeit ist Voraussetzung. 
  • Tages-Besuch 
Besucher können das Zentrum mit fachkundigen Guides erkunden, mit einem Elefanten im nahe gelegenen Wald spazieren gehen oder bei einem erfrischenden Bad/Dusche dabei zu sein. Beobachten Sie ausserdem die Fütterung der über 450 wilden Tiere zu beobachten. Diese Tour soll helfen, tierliebende Touristen über die Notlage und Ausbeutung von Wildtieren, aber auch über Lösungsmöglichkeiten durch Tierschutz in Südostasien aufzuklären. Im Ticket-Preis inbegriffen ist ein Mittagessen, Tansfers, Erfrischungen und vieles mehr - siehe Web: thaielephantrefuge.org/visit   Thaizeit rät: Als Tourist tun Sie diesen Gutes, wenn Sie in den Ferien in einem Elefanten-Camp mitarbeiten, die Tiere füttern und baden und mit ein wenig finanziellem Support dafür sorgen, dass ein Mahout überleben kann. Auch werden von Spendengeldern Futter und Medizin besorgt.  Der asiatische Elefant gehört zu den bedrohten Arten, und es liegt es in der Verantwortung des Menschen, diese seit alten Zeiten verehrten Gefährten mit dem nötigen RESPEKT und Verständnis zu behandeln. (NG) Quelle: TAT / Thaizeit / N.Gütermann


WFFT - Wildlife Friends Foundation of Thailand
Moo 6,Tambon Thamairuak, Amphoe Thayang,
76130 Petchaburi, Thailand
Tel: (66)32-458135
Das "Elephant Refuge Camp" von Edwin Wiek ist ein 7 Hektar großes Elefantenschutzgebiet, das etwa 160 Kilometer südwestlich von Bangkok liegt. Genauer: 35 Minuten Fahrt von Hua Hin und 25 Minuten von Cha Am. Die nahegelegenen Wälder und Seen geben den geretteten Elefanten die Möglichkeit, sich in ihrem "ursprünglichen und natürlichen" Lebensraum fortzubewegen. Mehr über die WFFT-Projekte, Ausbildung, Support-Möglichkeiten und Unterkunft in Eco-Lodges: Web: "thaielephantrefuge.org" oder wfft.org Thai Elephant Conservation Center
Km. 28-29 Lampang-Chiang Mai Highway
Hang Chat, Lampang 52190, Thailand
Tel: +66-5482-9333
Web: thailandelephant.org ELEFANT VILLAGE Baan Ta Klang Im Elefantendorf, in dem wohl jede Familie mindestens einen Elefanten besitzt,gibt es unter anderem ein Elefantenmuseum und diverse Möglichkeiten, das Leben mit den Elefanten aus nächster Nähe zu sehen. Unter der Nummer  Tel: 044-145050 gibt es Informationen für „Homestays“ in Baan Ta Klang. ELEPHANTSTAY Royal Elephant Kraal & Village
Hier werden die süssesten Elephantenbabies geboren und liebevoll aufgezogen. 
Facebook.com/Elephantstay

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