Thailand, Asia, Super Yacht

Asia Superyacht Rendezvous:

Ein Treffen der Superlative

Von 16. - 18. Dezember 2012 fand auf Phuket das alljährliche Yacht-Treffen statt. Während die Touristen die schnittigen Boote bewunderten, bekamen Kapitäne, Crews und Gäste von Megayachten die Möglichkeit, sich bei einer zweitägigen Regatta und glanzvollen Dinner-Party kennenzulernen.

Wer hat die schönste, größte, schnellste, und luxuriöseste Yacht? Das sind meist die Fragen, die sich Bootsbesitzer stellen, wenn sie zum Schaulaufen der Superreichen in Marbella, St. Tropez, Sardinien oder St. Barth vor Anker gehen.

Auf Phuket dagegen gibt’s keinen Jahrmarkt der Eitelkeiten, denn die Insel ist (noch) nicht Ziel des internationalen Jetsets. Beim Asia Superyacht Rendezvous geht’s den Yachtbesitzern und ihrer Mannschaft eher um drei ganz bodenständige Dinge: Sport, Spiel und Spaß.

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Schwimmende Paläste vor Anker

Zwölf Jahre ist es her, seit sich eine Gruppe von Segelenthusiasten zusammentat, um ein sportliches Event mit gesellschaftlichem Vergnügen zu verbinden. Das „Rendezvous” ist mittlerweile eine maritime Institution in Thailand, und trotz anhaltender Weltwirtschaftskrise wurde das Yachtfest wiere einmal besonders ausgelassen gefeiert.  „Ich habe selten Yachtbesitzer gesehen, die soviel Spass hatten”, kommentiert Mitbegründer Captain Charles Dwyer sein dreitägiges Event. Ein Dutzend Megaschiffe gaben sich kurz vor Weihnachten ein festliches Stelldichein, darunter Yachten bis über 50 Meter.  Nach der Eröffnungsparty im schneeweissen Angsana Laguna Phuket & Xana Beach Club ging das Yacht-Hopping richtig los – ein  äusserst glanzvolles Ende des alten Jahres! Auch Hauptsponsor Feadship Royal Dutch Shipyards zog positive Bilanz und zeigte sich mit Veranstalter Asia Pacific Superyachts hocherfreut über das rege Interesse von allen Seiten.  

Silberstreif am Horizont

Leider diesmal nicht dabei: die 70 Meter lange "Silver Zwei", die im letzten Jahr das Rendezvous bereicherte. Besitzer: ein deutscher Entrepreneur – sehr kompetent, sehr erfolgreich, und sehr diskret. Wer dabei war, erinnert sich gerne an diese Megayacht, denn wie ein schneeweisser Schwan lag sie in der Andaman See – so edel, dass die Zaungäste am Ufer den Atem anhielten! Es ist das längste Schiff der Welt, das ausschliesslich aus Aluminium gebaut wurde. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 27 Knoten ist es wohl auch das schnellste – und grün noch dazu. „Yachtbesitzer sollten die Industrie herausfordern, umweltfreundlichere Schiffe zu bauen”, erklärt mir der Schiffseigner damals beim Rundgang durch sein prächtiges Reich. Er will inkognito bleiben und ich respektiere seinen Wunsch. Schon vor Jahrzehnten investierte der deutsche Visionär in erneuerbare Energien und baute eine eigene Werft in Australien, wo die Yachten seiner Träume entstehen. So sexy und majestätisch ist die "Silver"-Flotte, dass ihm ein arabischer Königssohn die Silver Eins schon abkaufte, als sie gerade vom Stapel lief.

Hitliste der Grössten

Derzeit führt die 163 Meter lange Yacht Eclipse des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch das Ranking der 200 größten Motoryachten der Welt an. Gebaut wurde sie bei Blohm & Voss in Hamburg, die neben der Lürssen-Werft aus Bremen zu den besten Adressen für maßgeschneiderte Luxusschiffe zählt.

Wo Geld keine Rolle spielt und es in der Welt der Superreichen ausschließlich darum geht, immer etwas mehr zu haben als der Nachbar, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis eine der norddeutschen Schiffsbauer irgendwann auch die erste 200-Meter-Yacht auf Kiel legt.

Von: Nathalie Gütermann Fotos: ASR

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