Ayutthaya Geschichtspark:

Elefanten-Tour wird abgeschafft!

Einem seit 2 Jahrzehnten etablierten Elefantenreitbetrieb im thailändischen Ayutthaya Historical Parc wurde befohlen, innerhalb von 30 Tagen den Betrieb einzustellen und ihre Anlage kurzfristig zu verlassen. Die Besitzer wehren sich.

Lokaler Streit rund um den Geschichtspark. Dort gehörte eine geführte Tour auf dem Rücken von Elefanten bislang zu den touristischen Angeboten. Das Unternehmen "Ayutthaya Elephant Palace" ist seit mehr als 20 Jahren ein fester Bestandteil des Parks.

Doch nachdem der Elefantenritt mehr und mehr verpönt ist - und zwar weltweit - sind die Behörden "aufgewacht". Wie bekannt wurde behauptete das Parkmanagement, die Räumung sei erforderlich, damit der Park "das Gebiet für Landschaftsverbesserungen zurückfordern kann".

Manager Ittiphan Khaolamai: "Die können uns doch nicht einfach sagen, dass wir gehen sollen! Wir sind eine national anerkannte Attraktion".

Stimmen von Besuchern

Ein Blick auf TripAdvisor sagt allerdings alles.

"Bitte unterstützt den Missbrauch nicht," schreibt MagdaUK29. "Ein absolut schrecklicher Ort. Bitte, bevor Sie sich entscheiden, Elefanten zu reiten, recherchieren Sie. Elefanten sollten nicht den ganzen Tag in dieser Hitze mit Menschen auf dem Rücken verbringen.

Sie werden ständig von ihren "Besitzern" mit einem massiven scharfen Haken oder einem elektrischen Stock verletzt. Elefantenbabys werden von ihren Müttern weggenommen, die während ihrer gesamten Schwangerschaft arbeiten mussten".

Eine weitere Stimme von Travelling_SE_Asia: "Diese Elefanten werden in Ketten gehalten und zum Stehen gebracht, sodass Touristen die Möglichkeit haben, sie mit ein paar Bananen zu füttern und Fotos zu machen."

Vielleicht hat also das letzte Stündlein für den "Ayutthaya Elephant Palace" und Royal Kraal geschlagen. Ein Monat hat das Unternehmen jetzt Zeit, den Anweisungen zu folgen.

Die Besitzer sind aufgebracht. "Wir sind das größte Elefantenreitunternehmen des Landes mit 200 Mitarbeitern und 70 Elefanten", klagt Geschäftsinhaber Laithongrien Meephan. "Wir werden nächste Woche beim Hauptverwaltungsgericht einen Antrag stellen.

Wir können den Befehl, unseren derzeitigen Standort zu räumen, nicht innerhalb von 30 Tagen ausführen. Wohin sollen wir denn mit den Tieren gehen, wovon sollen sie und die Mahouts leben, wenn nicht durch diese Einnahmen?"

Vorbild Kambodscha

Kambodschas legendärer Tempelkomplex Angkor Wat kündigte vor kurzem an, die Elefantenritte dort zu beenden. Und auch das "Angkor Elephant Group Committee", der Betreiber von Elefantenreiten, bestätigte unterdessen, den Dienst unter dem zunehmenden Druck der internationalen Gemeinschaft ab Januar 2020 einzustellen, nachdem einer der Elefanten 2016 an Erschöpfung gestorben ist.

Alle 14 im Dienst stehenden Elefanten werden dann in ein Naturschutz- und Zuchtzentrum gebracht

Tierschützer begrüßen diese Anordnung, die aus deren Sicht rigoros sein muss. Das gilt auch für den Ayutthaya Geschichtspark. "Denn sonst passiert gar nichts, und alles bleibt beim Alten".

Das Ende der Elefantenritte ist ein entscheidender Sieg für eine Petition von Change.org, die vor drei Jahren von mehr als 185.000 Menschen in einer Kampagne unterzeichnet wurde. Die Message vom Ayutthaya Historical Parc lautet daher auch klipp und klar:

"Die Räumungsbekanntmachung der Abteilung für bildende Künste ist darauf zurückzuführen, dass sich der Park als UNESCO-Weltkulturerbe von Tierattraktionen distanzieren will".

Das Thaizeit-Team findet das prima!

Tod & Trauer um "Little Dumbo"

Denn in Thailand sind Elefantenreiten und -shows immer noch üblich und sogar in Elefantenschutzzentren zu finden. Im Mai starb ein Show-Elefant im Phuket Zoo, nachdem eine Verdauungsinfektion monatelang vernachlässigt worden war, was internationale Empörung - und unter anderem auch das Ayutthaya-Verbot auslöste.

Lesen Sie daher auch diesen Bericht zum Thema:

>>> APPELL AN TOURISTEN: MEIDET ELEFANTENSHOWS!

Von: Nathalie Gütermann

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