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Bali:

WILLKOMMEN AUF DER „INSEL DER GÖTTER“

Kulturelle Höhepunkte und Naturschauspiele auf Bali – THAIZEIT hat eine eintägige Inselrundfahrt unternommen.

Hohe Wellen, palmengesäumte Strände und türkisblaues Meer: Willkommen auf Bali. Das Paradies auf Erden, wie die Balinesen ihre Heimat nennen, lädt nicht nur an seinen schönen Stränden zum Träumen ein. Auch kulturell hat Bali als eine der insgesamt 18.000 Inseln des weltgrößten Archipels, Indonesien, einiges zu bieten. Mehr als 20.000 sakrale Bauten sind auf dem 5.600 Quadratmeter großen Bali zu finden, und 200 religiöse Feste werden hier Jahr für Jahr gefeiert.

BARONG TRADITIONELLER TANZ

Tanz ist eines der wichtigsten Ausdrucksmittel der Balinesen und sehr eng mit der Religion verbunden. Einer der bekanntesten Tänze ist der Barong: Die Aufführung behandelt den immer währenden Kampf zwischen dem Fabeltier Barong und der Hexe Rangda. Die beiden verkörpern die elementaren Gegensätze des Lebens: Gut und Böse. Der Barong, das gute mystische Wesen, hat einen drei Meter langen Rumpf, der halb Löwe, halb zotteliger Hund ist, und wird von zwei Männern getanzt. Das Kostüm soll mit magischen Kräften aufgeladen sein und wird deshalb im Dorftempel aufbewahrt. Etwas befremdlich für das westliche Auge erscheinen die Tänze mit ihren fließenden Bewegungen von Fingern, Händen, Armen, Füßen und Beinen. Manchmal tanzen sich die Darsteller sogar in einen Trance-Zustand. Dazu spielt das Gamalan-Orchester auf- und abschwellende Klänge mit Gongs, Becken, Xylophonen und Flöten. Diese anderthalb-stündige Aufführung verschafft einen guten Einblick in die Kultur Balis.

PURA BESAKIH – DER HAUPTTEMPEL BALIS

Der wichtigste und größte Tempel der Insel liegt am Rande des Gunung Agung, dem größten Massiv des ruhelosen Vulkangürtels, der sich quer über die Insel von West nach Ost erstreckt. Der „Muttertempel“ aller balinesischen Tempel liegt auf 1000 Metern und ist dem Sanghyang Widi, der höchsten Gottheit der Balinesen, geweiht. Früh am Morgen hat man die beste Sicht auf den Vulkan Gunung Agung, der von den Balinesen auch respektvoll „Großer Berg“ genannt wird und als heilig angesehen wird. Der letzte Ausbruch im Februar 1963 überraschte die Menschen bei der Vorbereitung zum wichtigsten Tempelfest, Eka Dasa Rudra. Während der östliche Teil der Insel fast vollständig verwüstet wurde und zahlreiche obdachlose Bewohner von der übrigen Insel abschnitt, machten die Lavamassen vor den Mauern des Tempels Halt und gingen seitlich vorbei – so blieb der Tempel in seiner Pracht erhalten. Noch heute zeichnen sich breite Lavastreifen zum Meer hin ab und wenig bewachsene Schluchten, Lava- und Geröllfelder prägen das Hochland.

Eka Dasa Rudra findet nur alle 100 Jahre statt. Sechs Wochen lang wird dann geopfert und jeder, der dazu in der Lage ist, pilgert zu dem Fest zum Muttertempel. Nach Befragung der Götter durfte dann 1979 das Fest wiederholt werden.

KORNKAMMER INDONESIENS

Den kompletten Gegensatz zum kargen Hochland bietet der Dschungel, der ein Drittel der gesamten Fläche der Insel ausmacht, oder die sattgrünen Reisterrassen, die sich über die ganze Insel erstrecken. Die Ernte findet zwei- bis dreimal im Jahr statt. Da Reis das Grundnahrungsmittel auf Bali ist, wird nur für den eigenen Bedarf und nicht für den Export angebaut. Reis gilt auf Bali als Symbol des Lebens.

LAND & LEUTE

Besonders faszinierend an Bali sind die Menschen. Sie sind sehr freundlich, gelassen und angenehm neugierig gegenüber anderen Kulturen. Zudem sind sie sehr gläubig und ihr Alltag von hinduistischen Riten geprägt. Mehrmals täglich opfern sie Obst, Süßigkeiten oder Reis in kleinen geflochtenen mit Blumen dekorierten Körben. Trotz der teils großen Armut auf der Insel sind die Menschen zufrieden, dankbar und glücklich, in ihrem Paradies auf Erden zu wohnen.

Von: Katarina Trost Fotos: Katarina Trost

Info

BARONG

Täglich in Batabulan von 9 – 10.30 Uuhr

Jeden Freitag in Ubud, Puri Saren von 19 – 20.30 Uhr

 

  

TRANSPORT

Fast jeder Taxifahrer bietet private Tagestouren an. Hotels haben meist auch Kontakt zu englisch- oder sogar deutschsprachigen Fahrern. Die Kosten pro Taxi pro Tag liegen bei rund 60 US-Dollar.

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