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Flut in Bangkok:

Die City ist eine Insel

Nicht so schlim wie erwartet: So lautet das Fazit nach einem vorläufigen Scheitelpunkt der Flut in Bangkok. Insgesamt ist die Lage jedoch verheerend.

Wie heftig Bangkok von der Flut betroffen ist, lässt sich mit dem sprichwörtlichen Wasserglas vergleichen – bloß unter verkehrten Vorzeichen: Für Pessimisten ist die Stadt halb voll mit Wasser, für Optimisten ist sie halb leer.

In Nord – und Zentralthailand spielt sich gerade eine Katastrophe ab, daran lassen die Zahlen keine Zweifel: Fast 400 Menschen sind bereits ums Leben gekommen, zwei Millionen Bewohner des Königreichs sind von Überschwemmungen betroffen.

Genauer betrachtet sind die Ausmaße aber sehr unterschiedlich – vor allem, was Bangkok betrifft.

Zentrum bleibt trocken - und gleicht einer Insel

Mitte Oktober waren die Flutmassen aus dem Norden in die Hauptstadt gesickert. Am Samstagabend erreichten die Pegelstände der Kanäle und Flüsse nun einen vorläufigen Scheitelpunkt, weil der Meeresspiegel den Gezeiten folgend angestiegen war und das Wasser nicht in die See ablaufen konnte.

Das Fazit nach diesem Tag: Es hätte schlimmer kommen können.

Zwischen den Koordinaten, die das kommerzielle und touristische Zentrum Bangkoks abstecken – die Gegend um den Siam Square und Central World, der Königspalast, die Khao San Road, der Flughafen Suvarnabhumi und dessen Verbindungswege in die City – herrschte Business-As-Usual. Der Chao Praya schwappte zwar an einigen Stellen über die Ufer, aber die Deiche hielten Stand.

Dem Gesamtausmaß wird diese Einschätzung allerdings nicht gerecht.

In weiten Teilen von Bangkok steht das Wasser meterhoch. Rund 11.000 Bewohner mussten aus ihren Häusern flüchten und harren nun in Notlagern aus. Auf einer Übersichtskarte gleicht das trockene Stadtzentrum einer Insel.      

Nicht zu vergessen sind außerdem andere Provinzen in Zentralthailand, wie Nonthaburi Ayutthaya. Dort hat sich die Lage bislang nicht entscheidend verbessert.

Kommandozentrale muss umziehen

Thailand befindet sich immer noch mitten in einer Flutkatastrophe. Die Entscheidungsträger der Regierung erfuhren das am Samstag sogar am eigenen Leib. Ihre Kommandozentrale am Don-Muang-Flughafen musste geräumt werden, nachdem das Wasser bereits den ersten Stock des Gebäudes geflutet hatte. 

Von: thaizeit Fotos: flood.gistda.or.th

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