Karten, Esports und mehr:

So wird in Thailand gespielt

Andere Länder, andere Sitten – oder auch nicht. Gespielt wird überall auf der Welt, und selbst in einer exotischen Region wie Asien kommt vielen Reisenden so einiges bekannt vor. Wer sich auf diese Art und Weise mit der Kultur vertraut machen möchte, kann sich schon zu Hause darauf vorbereiten.

Thailänder greifen gern und oft zu Kartenspielen. Diese kommen in den verschiedensten Formen vor, und während manche Varianten komplett anders gespielt werden wie wir es gewohnt sind, sind andere Spiele stark an die westliche Kultur angelehnt. Dazu gehört Pok Deng, welches eine starke Ähnlichkeit mit dem klassischen Casinospiel Blackjack aufweist.

Pok Deng wird mit 52 Karten gespielt, und jeder Teilnehmer erhält dabei zwei Karten, mit denen es gilt, den Dealer zu schlagen. Die besten Punktezahlen sind die Pok Pad genannte Acht und die Pok Gao genannte Neun. Die Karten von zwei bis neun besitzen bei Pok Deng ihren Zählwert, das Ass wird mit einem Punkt bewertet, und die Zehn, König, Dame und Bube haben einen Zählwert von Null. Ergibt sich beim Zusammenzählen der beiden Karten eine zweistellige Summe, fällt die erste Stelle weg – statt einer 15 ist es zum Beispiel eine Fünf. Liegt der Spieler näher an der Neun als der Dealer, hat er gewonnen.

Doch auch klassische westliche Casino-Spiele sind in Thailand populär. Wer das in Asien beliebte Pok Deng beherrscht, kann in kürzester Zeit auch das sehr ähnliche Blackjack lernen. Das Erlernen von Blackjack online ist bei Casino.com sehr einfach und man kann dabei gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Deutlich exotischer für deutsche Besucher hört sich das Kartenspiel Gob Dum Gob Dang (auf deutsch: Roter Frosch, Schwarzer Frosch) an. Die Basis dafür ist das chinesische Spiel Jian Hing Dian oder Chinese Ten, das im Google-Playstore inzwischen sogar als App erhältlich ist.

Dabei werden die Karten in einer für Asien typischen Spielweise aus der Tischmitte „gefangen“. Von den 52 Spielkarten werden nur 24 an die Spieler verteilt. Vier Karten werden offen in einem Viereck neben den verdeckten Stapel der Restkarten gelegt. Um eine Karte zu fangen, muss eine offene und eine Spielerkarte zusammen einen Zählwert von zehn haben. Auch beim Fangen muss das Ergebnis eine Zehn sein, wobei das Ass als eins gilt. Das heißt, eine Drei fängt eine Sieben, eine Zwei, eine Acht und so weiter. Die Zehn und die Bildkarten können nur ihr Gegenstück fangen. Hat der Spieler kein Glück, muss er eine Karte offen mit in die Tischmitte legen und eine Karte vom Stapel ziehen, sodass eine zweite Chance besteht, eine Karte zu fangen. Der Sieger ist derjenige, der zum Schluss die meisten Karten hat.

Während Kartenspiele im Land des Lächelns in allen Altersgruppen zur Unterhaltung dazugehören, sind vor allem bei den jüngeren Zockern Esports nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken.

Rund 30 Millionen Amateur- und Profispieler von Esports soll es mittlerweile in der knapp 70 Millionen Einwohner zählenden Nation gegen. Südostasien ist die am stärksten wachsende Region, was in Wettkämpfen ausgetragene Videospiele betrifft. Die Nummer eins unter den Spielehits in Thailand ist dabei Dota 2, ein Multiplayer-Kampfspiel, das seit 2013 weltweit Millionen Fans gefunden hat. Aber auch Counterstrike, Overwatch und League of Legends sind bei thailändischen Esportlern beliebt.

Gezockt wird häufig in Internetcafés, und die Fans tragen stolz T-Shirts und andere Kleidungsstücke, die ihr Team unterstützen.

Damit der Spielespaß beim Thailand-Besuch nicht ins Gegenteil umschlägt, sollten allerdings einige Dinge beachtet werden. Während sich die Thailänder freuen, wenn jemand Pok Deng oder Gob Dum Gob Dang kennt und mag, ist das Spielen um Geld verboten. Wer also in einem Café oder an der Straßenecke mit zu den Karten greift, sollte darauf achten, dass es dabei zu keinerlei finanziellen Transaktionen kommt. Casinospiele sind nur im Online-Casino erlaubt, sodass innerhalb des Königreichs um landbasierte Spielbanken vorsichtshalber ein Bogen gemacht werden sollte.

Auch altmodische Brettspiele sind in Thailand beliebt, und zwar ohne eventuelle gesetzliche Stolperfallen. Vor allem in den Städten sind an fast jeder Straßenecke ein paar Leute zu finden, die sich bei Makrook Thai, der einheimischen Schachvariante unterhalten. Dame gehört ebenfalls zu den häufigen Spielen und wird in etlichen Schulen sogar gelehrt und gespielt. Dabei ist Dame ein Spiel für alle Schichten, selbst wenn das Spielbrett auf die Straße gemalt ist und Kronkorken als Spielsteine herhalten müssen.

In Deutschland beliebte Spiele wie Uno und Scrabble gibt es ebenfalls in thailändischen Varianten. Wer im Internet die Regeln findet, kommt sogar ohne thailändische Sprachkenntnisse aus, weil viele der auf westlichen Spielen basierenden Versionen in Thailand reine Würfelspiele geworden sind.

In vielen Bars gehören Würfelspiele dazu, um das Eis zu brechen oder sich die Zeit zu vertreiben, wobei auch hier wieder Vorsicht gilt, dass nicht plötzlich um Geld gezockt wird.

Ein thailändischer Klassiker ist dabei das Klappen-Würfelspiel Shut The Box, das inzwischen auch in Deutschland erhältlich ist. Wer sich nach der Rückkehr beim Würfeln an seine Zeit im Land des Lächelns erinnert oder den Kartenabend statt mit Skat oder Mau Mau mit ein paar Runden Gob Dum Gob Dang verbringt, kann so selbst im unfreundlichsten Regenwetter den Thailand-Besuch nacherleben.

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