Ostern:

Tod und Auferstehung

Das Wort zu Ostern

Mit Karfreitag und Ostern findet die Fastenzeit ihren Abschluss und Höhepunkt, stoßen wir ihn in die Mitte unseres Glaubens. Christus ist gestorben und auferstanden. Seitdem sind Karfreitag und Ostermontag, Leid und Freude, Tod und Auferstehung die eigentlichen Konstanten des Lebens. Im gewissen Sinne waren sie es immer schon. Aber in der Karwoche haben sie eine neue Dimension erhalten, die für uns Menschen verständlich und akzeptabel erscheint. Das zeigte sich bereits auf Golgotha. Als es um das Leiden und Sterben Christi ging, war er allein und verlassen von den meisten. Und die wenigen, die unter dem Kreuz ausharrten, verstanden nicht allzu viel von dem, was da geschah. Erst langsam haben sie begriffen und müssen es immer wieder begreifen...

 

Sinn von Kreuz & Leid

Seit Karfreitag und Ostern geht es in der ganzen Menschheit um die Frage nach dem neuen Sinn von Kreuz und Leid. Für die einen sind beide ein Skandal und Ärgernis geworden. Sie werden es bleiben. Für die anderen eröffnet sich eine Perspektive des Glaubens und der Hoffnung; für sie werden Leid und Tod zu einer Chance zum Guten; zum Positiven hin; zum Umdenken. Denn da ist einer, der Leid und Tod zu verwandeln vermag. Da steht eine Verheißung, die Er erfüllt: im Jenseits und schon jetzt im Diesseits. Auferstehung, neues Leben beginnt überall da, wo Menschen von der Unfähigkeit zur Liebe befreit werden. Die wahre Liebe, das Reifen in der Liebe – das ist die einzige Chance des Lebens und des Überlebens.

Von: Pfarrer Michael Kryschak

Info

 

Ernst-Michael Kryschak war fast zwei Jahre lang Pfarrer der deutschsprachigen katholischen Gemeinde St. Marien in Bangkok.

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