Stärkere Erdbeben:

Norden Thailands und Laos betroffen

Mehrere Erdbeben haben am Mittwoch und Donnerstag die beiden südostasiatischen Länder heimgessucht. Sogar in Bangkok waren Erschütterungen in den oberen Stockwerken der Hochhäuser zu spüren. Schäden oder Verletzte gab es zum Glück nicht. Die Behörden rechnen allerdings in den nächsten Tagen mit Nachbeben.

Laos/Nan/Chiang Mai, 21.11.2019

Viele haben noch das Disaster vom 5. Mai 2014 in Erinnerung. Damals hatte am frühen Abend ein kurzes, aber heftiges Erdbeben Thailands Norden und weite Teile von Myanmar erschüttert. Es war das stärkste seit 1935. Das Zentrum lag 9 Km südlich von Mae Lao und 27 Km südwestlich von Chiang Rai; auf der Richterskala wurde eine Stärke von 6,3 vom U.S.Geological Survey (USGS) angegeben. Es folgten mehrere Nachbeben und 7 Bezirke mussten schließlich zum Katastrophengebiet erklärt werden.

Seinerzeit wurden 3.500 Häuser, 3 Schulen, 3 Krankenhäuser und der berühmte "Weiße Tempel" von Chiang Rai, der Wat Rong Khun, schwer beschädigt.

Aktuell: Erdbeben bei Nan

Aktuell wurden Laos und der hohe Norden Thailands heimgesucht. Zunächst haben mehrere starke Erdbeben am Mittwoch und Donnerstag Ortszeit Thailands Nachbarland Laos getroffen.

Wie das USGS registrierte, ereignete sich das erste Erdbeben am Mittwoch kurz vor Mitternacht. "Es erreichte nach manuellen Auswertungen Magnitude 5.7.", schreibt das Portal "Erdbebennews.de".

Das Epizentrum des Erdbebens lag im dünn besiedelten Westen des Landes, nur 92 Kilometer nordöstlich der thailändischen Nan-Provinz im thailändisch-laotischen Grenzgebiet. Die Erschütterungen waren unter anderem in der laotischen Hauptstadt Vientiane, in Luang Prabang sowie in der Stadt Chiang Mai zu spüren".

Ein Zeuge in der thailändischen Provinzhauptstadt schrieb im Kommentarfeld des Portals:

"Ich wurde wach, weil eine Jalousie im Bad gegen die Glasscheibe schlug. Ich setzte mich auf und bemerkte, dass auch die Hängelampe im Wohnzimmer sowie das ganze Gebäude schwankte".

Nachbeben in Bangkok spürbar

"Ein zweites starkes Erdbeben folgte um 06:50 Uhr (00:50 Uhr MEZ) in einer Tiefe von 10 Kilometern. Dieses erreichte nach vorläufigen Auswertungen Magnitude 6.1 und war damit deutlich stärker als das erste Beben. Die Wirkung war sogar in Bangkok zu spüren.

Ein Zeuge berichtet: "Ich wurde wach, weil das Bett vibrierte. Ich bin im 23 Stockwerk und sah wie der Turm schwankte". Auch andere Bewohner von Hochhäusern - vor allem in den oberen Stockwerken - vernahmen schwache Erschütterungen, ebenso in der vietnamesischen Millionenstadt Hanoi und in der chinesischen Provinz Yunnan.

Alle Erdbeben ereigneten sich in geringer Tiefe, entsprechend war die Intensität in der Epizentralregion sehr hoch.

"In der thailändischen Region Nan kam es infolge des Laos-Erdbebens zu einigen Schäden. Unter anderen sollen ein Schulgebäude und ein Bankgebäude betroffen sein. Lokale Behörden prüfen zur Zeit die Situation.

Meldungen über Verletzte liegen nicht vor.
"

Weitere Beben möglich

Die Behörden und das U.S.Geological Survey (USGS) warnen: Mit zahlreichen, teils starken Nachbeben muss in der Grenzregion im Norden Thailands gerechnet werden. Klicken Sie auf das untere Foto zum Vergrößern der Grafik.

Thaizeit hofft, dass sich die Beben diesmal in Grenzen halten und fragt unsere Leser: Haben Sie dieses Erdbeben gespürt? Wenn ja, bitte mit Zeit- und Ortsangabe. Bitte auch um sofortige Benachrichtigung, sollten Sie von Nachbeben im Norden erfahren. Nutzen Sie hierfür die Kommentarfunktion auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/thaizeit. Besten Dank! (NG)

Info

Quellen + Screenshots:
Erdbenbennews.de
earthquake.usgs.gov

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