Khun Suparat, Thai Massage Therapeutin, Thailand, Bangkok

Suparat:

„MIR MACHT ES FREUDE, ANDERE MENSCHEN ZU HEILEN“

Thaizeit im Gespräch mit einer Massage-Therapeutin

Suparat, 40, arbeitet schon seit vier Jahren als Therapeutin in einem kleinen Massageladen in der Nähe der BTS-Station On Nut. THAIZEIT spricht mit ihr über Ihre Arbeitsbedingungen und Erfahrungen.

Wer kommt hauptsächlich zu Ihnen zur Massage?

Die meisten sind Expats. Einige Thais und nur wenige Touristen.

Wie lange hat Ihre Ausbildung gedauert?

Ich habe 60 Stunden Unterricht im Wat Tam Monkal genommen. Es gab aber auch noch einen anderen Kurs im Tempel, der 150 Stunden gedauert hat.

Wieviel verdienen Sie im Monat?

Das ist nicht festgelegt. Das hängt davon ab, wie viele Kunden ich habe, da ich prozentual daran verdiene. Eine Thaimassage kostet hier 100 Baht. Von den Einnahmen erhalte ich dann die Hälfte. Wenn es gut läuft, habe ich fünf bis sechs Kunden am Tag. Im Durchschnitt komme ich auf 5000 bis 6000 Baht. Dafür arbeite ich aber auch jeden Tag 13 Stunden. Ich nehme nur selten einen Tag frei, weil ich sonst ja auch nichts verdienen kann.

Wie unterscheidet sich das Einkommen der Therapeuten in kleinen Läden wie Ihrem, von dem in Spa-Ketten und Hotels?

Meist bekommen die Therapeuten in Hotels und Spa-Ketten zusätzlich zu dem prozentualen Anteil an jedem Kunden auch noch ein festes Gehalt. In Hotels verdienen die Therapeuten am besten. Denn je höher der Preis der Massage, desto höher auch der prozentuale Anteil.

Wieviel Trinkgeld bekommen Sie in der Regel von einem Kunden?

Das ist ganz unterschiedlich. Von 0 bis 100 Baht ist alles dabei. Im Monat komme ich dann auf 2000 bis 3000 Baht Trinkgeld. Stammkunden geben immer am meisten.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders, was weniger?

Es ist ein schöner Beruf. Ich habe Freude daran, andere Menschen zu heilen und ihnen etwas Gutes zu tun. Und ich bin relativ unabhängig und kann mir meine Arbeit selbst einteilen. Nicht so schön ist es, dass unser Beruf durch unseriöse Läden in zweifelhaften Ruf gerät.

Was war das lustigste Erlebnis in Ihrem Beruf?

Ich finde es immer lustig, wenn die Kunden versuchen, ihre Schmerzen zu unterdrücken und nicht zu jammern. Damit es dem Kunden nicht peinlich ist, versuche ich mir nichts anmerken zu lassen, obwohl ich das natürlich meistens bemerke.

Machen Sie Sport, um für den anstrengenden Job fit zu bleiben?

Der Beruf ist mein Sport. Das genügt schon. Manchmal habe ich sogar nach einem langen Arbeitstag Muskelkater.

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Von: Katarina Trost Fotos: Katarina Trost

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