Nationalparkbehörde warnt:

"Vorsicht vor Elefanten-Angriff!"

"Same, same - never different!". Es ist jedes Jahr das gleiche Schauspiel, und ein wichtiger Hinweis für alle Touristen - vor allem für Besucher des Khao Yai Nationalparks: Vorsicht vor Elefanten in der "Musth", denn diese sind sehr aggressiv!

Khao Yai, 13.12.2018

Liebe Leser, so sehr wir alle Elefanten lieben und sie gerne in freier Wildbahn beobachten: halten Sie sich unbedingt an die Regeln, die von dem "Department of National Parks" veröffentlicht werden. Denn die sogenannte "Musth" stellt in der Elefantenbullenhaltung ein schwerwiegendes Problem dar. 

Kurz zur Erklärung: Die "Musth" ist gewissermaßen die „Pubertät“ der Elefantenbullen, die ungefähr einmal im Jahr - fast immer im "Winter" (November bis Februar) - vorkommt und oftmals eine Phase der totalen Aggressivität zur Folge hat. Sie wird durch einen heftigen Testosteron-Schub ausgelöst und kann Wochen oder sogar mehrere Monate anhalten. Dies kann sogar soweit führen, dass die Elefantenbullen Nashörner angreifen und töten, und natürlich auch Menschen in dieser Zeit lebensgefährlich bedrohen.

Die Meinung vieler Zoobesucher, ein Musth-Bulle sei in der Brunft, ist übrigens absolut falsch. "Die Elefantenbullen kennen keine Brunft wie Hirsche oder Antilopen", heißt es im Elefantenlexikon Upali.ch. "Das Musth-Phänomen tritt meines Wissens insbesondere bei asiatischen Elefantenbullen auf", so der Autor Georges Frei. "Während dieser Periode produziert ein Bulle 40 bis 60-mal mehr Testosteron als in der "Non-Musth"-Zeit".

Aktuelle Warnung vom 10. Dezember 2018 

Viele Touristen wissen das nicht und nehmen die Begegnung mit einem Elefanten, der ihnen möglicherweise auf der Landstraße den Weg versperrt, zunächst einmal auf die leichte Schulter. So erst vor 3 Tagen geschehen

Der 20 Jahre alte graue Riese "Yoyo" blockierte die Fahrbahn im Khao Yai Nationalpark in der Nähe des Haew Narok Waterfall, sichtlich unruhig und möglicherweise bereit für eine Attacke.

Parkbeamte sahen sich kurzfristig veranlasst, ihre Fahrzeuge als Puffer zwischen den aggressiven Elefantenbullen und die Touristen-Fahrzeuge zu stellen; dennoch stiegen zahlreiche Autofahrer aus, machten Fotos und Selfies, hupten und verängstigten den Elefanten nur noch mehr... bis Yoyo mit seinen Stoßzähnen eine Autoscheibe zerschmetterte...

Angriffslustige Dickhäuter sind gar nicht lustig! 

Seither sah sich die Behörde gezwungen, Touristen wegen ihres völlig falschen Verhaltens zu ermahnen!

Wer sich in den Nationalpark begibt, trifft mit hoher Wahrscheinlichkeit auf wildlebende Elefanten, die die Straße entlang gehen. Um sie nicht zu verärgern, dürfen Touristen die Hupe nicht benutzen, keine lauten Geräusche machen und des Nachts die Scheinwerfer nicht benutzen, warnte der Park Ranger.

"Steigen Sie aus Sicherheitsgründen auch ja nicht aus dem Fahrzeug aus, um Fotos zu machen". Autofahrer sollten zudem einen Abstand von mindestens 30 Metern einhalten und den Motor laufen lassen, damit sie sofort weiterfahren oder ausweichen können, wenn sich ein Elefant dem Fahrzeug nähert.  

** Besonders gefährlich leben Motorrad- oder Mopedfahrer **

Was passieren kann, wenn ein Elefant in Rage gerät, das sehen Sie in diesem Bericht! 

 

BILDER, DIE THAIZEIT BEWEGEN: ELEFANTEN-ATTACKE MIT HAPPY END

Info

Khao Yai erstreckt sich über 2.168 Quadratkilometer in vier Provinzen: Nakhon Ratchasima, Saraburi, Prachin Buri und Nakhon Nayok. Der drittgrößte thailändische Nationalpark beherbergt etwa 300 wilde Elefanten und gilt als einer der besten Orte, um wilde Elefanten in Thailand zu sehen.

Quelle + Bildnachweis:
The Nation  "Breaking News" 10. Dezember 2018.
Fotos: Nueng Nakhon Nayok

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