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Guido Westerwelle besuchte Myanmar & Thailand

Als erster deutscher Außenminister seit mehr als 25 Jahren hat Dr. Guido Westerwelle Ende April Myanmar besucht. Zuvor traf er Premierministerin Yingluck Shinawatra und Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn in Thailand. Beiden Ländern sprach der deutsche Politiker seine Anerkennung aus. Zusammenfassung einer erfolgreichen Reise.


Derzeit weilt Birmas Nationalheldin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Thailand, um beim Weltwirtschaftsgipfel in Bangkok mit anderen hochkarätigen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Industrie über die Zukunft der ASEAN-Mitgliedsstaaten zu debattieren.
Die Politikerin, die 15 Jahre lang vom 2011 abgetretenen Militärregime unter Hausarrest festgehalten wurde, steht am Freitag, 1. Juni 2012, als Rednerin auf dem Programm des World Economic Forum. Es ist ihre erste Auslandsreise nach 24 Jahren. Thaizeit berichtete...
TREFFEN MIT DEM IDOL EINER NATION 
Einen Monat zuvor, Ende April 2012, war der deutsche Aussenminister Westerwelle während seiner Reise durch Südostasien mit der Oppositionsführerin in ihrem Haus in Rangun zusammengetroffen. „Deutschland steht bereit, um die Menschen Ihres Landes zu unterstützen“, versprach er Suu Kyi. 
Myanmar, das frühere Birma, wurde 23 Jahre lang von einer Militärjunta regiert. Seit vergangenem Jahr verfolgt die neue Regierung unter Präsident Thein Sein einen vorsichtigen Kurs der Öffnung und politischer Reformen. Mit ihm sprach Westerwelle in der Hauptstadt Naypyidaw und kündigte an, dass die Bundesregierung weitere zehn Millionen Euro – zusätzlich zu den bereits im Februar vereinbarten sechs Millionen – für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stellen werde. Deutschland wolle „nachhaltige Reformen für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit unterstützen", so Westerwelle.
UNTERSTÜTZUNG IN VIELEN BEREICHEN 
Mit Demokratieführerin Suu Kyi diskutierte Außenminister Westerwelle ausserdem, in welchen Bereichen eine Kooperation mit Deutschland besonders viel für die Menschen in Myanmar bewirken könnte. Als Beispiel nannte er den Bildungssektor, medizinische Versorgung und die Schaffung von Infrastruktur – etwa für Wasser- und Elektrizitätsversorgung. Bei seinem Besuch drückte der Aussenminister große Anerkennung für das Wirken von Aung San Suu Kyi aus. „Ihre Arbeit für Freiheit, Menschenrechte und friedliche Reformen wird weltweit bewundert – besonders in Deutschland.“ Gleichzeitig lud er sie ein, Deutschland zu besuchen.
Aung San Suu Kyi erklärte wiederum, sie hoffe, dass Deutschland nun, da ihr Land in eine bessere Zukunft blicke, ein „enger Freund“ bleibe und dabei helfe, die nachhaltigen Reformen zu verwirklichen, die sich die Menschen so sehr wünschten.

UMFASSENDE PARTNERSCHAFT MIT THAILAND Vom 28. - 29. April 2012 besuchte Guido Westerwelle das Königreich Thailand, um über die rein politische Beziehungen hinaus auch die langjährige deutsch-thailändische Freundschaft zu vertiefen. „Es ist eine umfassende Partnerschaft, die unsere Länder verbindet“, erklärte Westerwelle nach einem Gespräch mit Premierministerin Yingluck Shinawatra. So arbeiteten beide Länder wirtschaftlich, kulturell sowie im Bildungsbereich eng zusammen. Besonders interessant für Thailand sei dabei die berufliche Ausbildung nach deutschem Vorbild, erklärte Westerwelle auch bei seinem Gespräch mit Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn. Zu diesem Thema sei eine gemeinsame Konferenz in Bangkok geplant. KULTURELLES ERBE IN AUTTHAYA ERHALTEN Einen unmittelbaren Eindruck von der deutsch-thailändischen Zusammenarbeit im Kulturbereich verschaffte sich Außenminister Westerwelle in Ayutthaya, der alten Hauptstadt vor den Toren Bangkoks. Gemeinsam mit der thailändischen Kulturministerin Sukomol Kunplome besuchte er dort die Tempelanlage Wat Ratchaburana, die im vergangenen Jahr von Überflutungen beschädigt wurde und derzeit mit deutscher Hilfe restauriert wird. Die Tempelanlagen von Ayutthaya gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es gehe darum, die kulturellen Schätze der Menschheit auch für nachfolgende Generationen zu schützen, sagte Westerwelle beim Besuch der Tempelanlage: „Wir wollen nicht nur den Menschen helfen, sondern wir wollen auch helfen, dieses Weltkulturerbe zu erhalten.“ Das Auswärtige Amt werde das Restaurierungsprojekt in Ayutthaya daher wie schon 2012 auch im nächsten Jahr mit einem Betrag von 100.000 Euro unterstützen. Zum Abschluss seines Besuchs kam Westerwelle mit Außenminister Surapong Tovichakchaikul zusammen. Dieser betonte, sein Land habe großes Interesse daran, die traditionsreichen Beziehungen zu Deutschland weiter zu vertiefen. Westerwelle bekräftigte seinen Einsatz für den Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen Thailand und der Europäischen Union.  50 JAHRE DEUTSCH-THAILÄNDISCHE HANDELSKAMMER Seinen Aufenthalt in Thailand nutzte Aussenminister Guido Westerwelle auch dazu, um das 50-jährige Bestehen der Deutsch-Thailändischen Handelskammer zu begehen. Die Freundschaft beider Länder basiere auf "starken gemeinsamen Werten", so Westerwelle bei der Feierstunde. 
Quelle: Deutsche Botschaft Bangkok

Thaizeit; Photos: Photothek/Trutschel

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