Vorsicht vor diesem Thai Food: Gerichte, die Sie meiden sollten!

Thailand gilt weltweit als Top-Land, wenn es um günstiges und gutes Essen geht. Aber ist auch alles wirklich gesund? Grundsätzlich können Sie die meisten Speisen bedenkenlos genießen, doch die hier gelisteten Lebensmittel sollten sie möglichst vermeiden. 

Vorsicht vor ganz speziellem "Thai Food": Hier listen wir Gerichte, die Sie unbedingt meiden sollten! Foto: cc/Neils Photography. Bild-Credits im Text: Som Tam by cc/Jeffrey Allen. Öl by Paleo Robbie
Thaizeit liebt Thai Food - und mit uns die meisten Thailand-Freunde. Doch hin und wieder gibt es bei uns Artikel, die dem ein oder anderen nicht schmecken. Keinesfalls möchten wir Ihnen beim Lesen den Appetit verderben, aber diese Information ist wichtig, deshalb geben Sie diese bitte weiter. 

Jeder weiß, dass vor allem Bangkok auch gerne als die "City of MSG" genannt wird. Geschmacksverstärker sind in der Tat aus keiner Thai-Küche wegzudenken, ebenso wie übermäßiger Zucker und Salz.
Doch davon reden wir heute nicht, und auch nicht von den Ekel-Gerichten (... da sind diese Insekten-Snacks noch harmlos...), die wir in unseren "Top 5: Thai Food für Mutige" listen. 

In diesem Food-Bericht geht es wirklich "ans Eingemachte", denn die meisten Expats und Touristen wissen nicht, dass es einige WENIGE Gerichte oder Getränke gibt, die an sich - oder durch ihre Zubereitung - ein Gesundheitsrisiko darstellen. Insbesondere dann, wenn man sie regelmässig oder gar täglich verzehrt. Dazu gehört auch dieser beliebter Thai Salat...

1. "Som Tam" (Papaya Salad) 

Viele Leser werden nun aufschreien, denn ausgerechnet dieses Gericht gehört seit Jahrzehnten zu den Klassikern im thailändischen Königreich. Dabei ist das Grundnahrungsmittel eigentlich völlig geschmacklos: die in Streifen geschnittene, unreife Papaya. Deshalb wird die Frucht mit allerlei scharfen Ingedenzien angerichtet: Chilis, Tomaten, Zwiebeln, rohen Bohnen, rohem Fisch oder mit Mini Krebsen. 

Und genau diese zuletzt genannten Zutaten wurden bereits im Mai 2017 von einem angesehenen Mediziner scharf kritisiert und unlängst erneut ausdrücklich betont! Deshalb greift Thaizeit das Thema auch in diesem Jahr auf. "Viele Thais leben durch den Verzehr von Som Tam ungesund", erklärte Dr. Sutat Duangdeeden - Leiter des Chonburi Cancer Hospitals - auf dem jährlich stattfindenden Krebs-Symposium in Pattaya.
"Dies liegt vor allem an der Zugabe von Pla Raa, einem rohen, mit extremen Salz fermentierten vergorenen Fisch, der Wurminfektionen auslöst, die Leberkrebs verursachen (siehe auch Punkt 5: Koi Plaa). Oft verderben gerade Fische und Meeresfrüchte in der tropischen Wärme sehr schnell und die Hygienevorschriften lassen an manchen Garküchen sehr zu wünschen übrig. "Die Zahl der Krebserkrankungen im Land sei in den letzten Jahren beängstigend angestiegen", so der Krebs-Doktor. Gemeldet werden rund 60.000 Fälle/Jahr. 

FAZIT: Bestellen Sie Ihren Som Tam zukünftig ohne Fisch und Krebse, aber durchaus mit Chilis - somit schmeckt er feurig-fruchtig und ist dann auch ganz und gar gesund.


2. "Fried Food" (Frittierte Speisen)

Das Problem ist bei diesen Mahlzeiten das verwendete Öl zum garen oder braten. Viele Thai-Lokale - und vor allem die Straßenstände - verwenden immer wieder das bereits benutzte Öl, um Kosten zu sparen. Wie die Ernährungsexperten der Paleo-Diät in Bangkok* schon seit Jahren predigen, werden sogar die Speiseöle, die von Food-Giganten wie McDonald der KFC entsorgt werden, von Garküchen-Besitzern geklaut, um dieses am eigenen Stand wieder zu verwenden.  

Dies bedeutet: das Fleisch oder der Fisch auf der Straße wird meist in einer heißen, hochgradig oxidierten trüben "Fettlache" frittiert, die höchstwahrscheinlich schon 10-30 Mal wiederverwendet wurde!! Klingt eklig? Ist es auch. Noch schlimmer: ständig neu erhitztes Öl fördert nachgewiesenermaßen die Chancen auf Krebs.  

Fazit: Hin und wieder mal probieren, das ist ok. Aber grundsätzlich ist "fried food" in Thailand ein Gesundheitsrisiko, wenn Sie es täglich essen - vor allem in Garküchen. Beobachten Sie vorab, mit was für einem Öl an "Ihrem Stand" gekocht wird. Ist es trüb oder gar braun? Finger weg!


3. Canola & Co...

Wir bleiben beim Öl und warnen vor Billigmarken. Wer länger in Thailand lebt, für den ist es verlockend, im Supermarkt nach den preiswerten Speiseölen zu greifen (schon ab 80 Baht), anstatt sich für ein gutes kaltgepresstes Olivenöl oder feines Kokosöl zu entscheiden - was mindestens das Doppelte oder Dreifache kostet. So ist z.B. "Canola Öl" in thailändischen Supermärkten "der Hit", aber wussten Sie, dass es gebleicht, desodoriert, hydriert und mit Natriumhydroxid gemischt ist?

Warnung: "Canola Öl" wird aus Rapsölsamen hergestellt, und diese sind für lebende Organismen giftig. "Rapsöl wurde ursprünglich als Schmiermittel, als Treibstoff, Seife, als Basis für synthetischen Gummi, als Leuchtmittel für Farbseiten in Magazinen und als Insektenschutzmittel verwendet. Canola wurde zur Herstellung von Biodiesel entwickelt, es ist also im Ursprung ein industrielles Öl". Quelle: "Technology Magazine for Farmers". 

Vermeiden sollten Sie laut der Paleo Robbie Diät ausserdem:· Sojaöl, · Maisöl, · Baumwollsamenöl, · Rapsöl, · Sonnenblumenöl, · Sesamöl, · Traubenkernöl, · Distelöl, · Reiskeimöl und Margarine.  

FAZIT: Wählen Sie am besten Kokosnussöl, Olivenöl (schwache Hitze bitte!) oder ein Tierfett... zum Beispiel die "gute alte Butter". Bitten Sie eventuell auch den Koch/Kellner bei der Bestellung darum, wenn Sie in einem guten Thai-Restaurant essen gehen.

4. Thai Eistee & Eiskaffee

Das sind sozusagen die "Nationalgetränke"! Überall gibt es die zuckersüßen, eisgekühlten Drinks, und zugegeben: sie schmecken köstlich! Doch jedesmal, wenn Sie einen Schluck nehmen, bezahlt Ihr Körper dafür. Denn laut "Paleo Robbie" enthält der so beliebte Eiskaffee oder Tee "Chi Yen" extrem gesüßte (...und manchmal schon durch die Hitze gekippte) Kondensmilch, unbekannte Zusatzstoffe und künstliche Aromen sowie ein Haufen von raffiniertem Weißzucker und Sirup". Abgesehen von einer unaufhaltbaren Gewichtszunahme werden Sie sich bei täglichem Verzehr irgendwann müde,  träge und energielos fühlen. 

"Zucker ist Gift für den Körper", schreibt auch das Zentrum der Gesundheit auf ihrem Portal "zentrum-der-gesundheit.de". Das gilt übrigens ebenso für die hochgradig gesüßten Desserts, z.B "Thai Jelly". 

FAZIT: Bestellen Sie sich lieber einen schwarzen Kaffee (ist am gesündesten!), ev mit etwas Milch aber ohne Zucker. Oder süßen Sie Ihren Tee (am besten grünen Tee!) mit ein paar Löffeln Bienenhonig. Und zum Dessert gibt's eine herrlich frische tropische Frucht? Wie wär's mit einer Mango...Thailands gelber Diva... mmhh, lecker!


5. Roher Fisch "Koi Pla"

Dieses Gericht isst man gerne in bestimmten Gebieten im Isaan und in einigen Restaurants in Bangkok. Die Speise wird von Hand zubereitet, mit Kräutern, Limetten und Eiern von roten Ameisen (ja, Ameisen!!) gemischt und den Kunden roh serviert.

Mehrfach wurde in medizinischen Abhandlungen (und auch bei uns auf Thaizeit.de) darüber berichtet, dass diese Art von Fischgericht Parasiten enthält, die die Ursache für die Infektionskrankheit "Fascioliasis" (auch: Fasciolose) sind. Dabei handelt es sich um Egel, die sich in die Leber einnisten und Gewebezerstörung und Abszesse auslösen. Im akuten Stadium leidet der Patient an Kolliken, Fieber und einer Leberschwellung. Koi-Pla wird in Thailand mit Leberkrebs in Verbindung gebracht.

FAZIT: Es gibt wunderbare gebratene und gegarte Fischgerichte in Thailand. Probieren Sie zum Beispiel "Gedünster Fisch mit Lime & Chili" 

"Billig Essen kostet Sie am Ende mehr", so das Resumee der Paleo-Ernährungsexperten. "Klar können Sie hier und da 100 Baht einsparen, aber die langfristige Auswirkung auf Ihren Körper bei regelmässigem Verzehr kostet Sie das, worauf Sie sicherlich am meisten Wert legen: Ihre Gesundheit. In Maßen genießen ist nie ein Problem, aber ein regelmäßiger Verzehr der oben genannten Lebensmittel sollte Ihnen spätestens jetzt zu denken geben.

Bitte informieren Sie auch Ihre Freunde und teilen Sie diesen Bericht auf unserer Facebook-Seite, wenn Sie ihn für wichtig erachten: 
In diesem Zusammenhang zu guter Letzt noch ein Hinweis für alle, die an einer Lebensmittelallergie leiden, Geschmacksverstärker wie MSG/Aromat nicht vertragen, Vegetarier oder Veganer sind und mehr über Leitungswasser und Eiswürfel in Thailand wissen möchten: 

"Paleo Robbie Bangkok" Diät- & Ernährungsexperten/N.G.


Quelle: Paleo Robbie Ernährungs- und Diät-Experten (Blog): 5 Thai Foods You Have To Stop Eating On A Daily Basis. Paleorobbie.com

Wie gefällt dir dieser Beitrag?

4,14 von 5 Sternen

Deine Meinung ist uns wichtig! 7 Bewertungen hat dieser Beitrag bereits erhalten. Bewertung abgeben


Meinungen
09.11.2021 03:38
Super Bericht
09.11.2021 03:05
Ja. Die meisten Thais wissen gar nicht , dass viele Diabetes haben!

Weitere interessante Artikel