Bangkok-Bombe Update:

Verdächtiger Türke verhaftet

12 Tage nach dem verheerenden Bomben-Attentat am heiligen Erawan-Schrein in Bangkok hat die Polizei einen ersten Verdächtigen festgenommen.

Bangkok, 29.08.2015

20 Menschen waren vor knapp zwei Wochen bei einer Bombenexplosion in der Innenstadt von Bangkok ums Leben gekommen, über 100 Personen wurden schwer verletzt. Nun hat die thailändische Polizei offenbar einen ersten Erfolg zu vermelden. Ein dringend Tatverdächtiger wurde am Samstag Nachmittag in Verwahrsam genommen.

Es handelt sich um einen 28-jährigen Türken.

Wie die Polizei am heutigen Tage gegenüber lokalen Medien mitteilte, wurde in der Wohnung des Mannes im Stadtteil Nong Chok im Norden der Hauptstadt umfangreiches Material zum Bombenbau gefunden und sichergestellt. Zuvor, um 13:30 Uhr, hatten rund 100 Polizisten die Anlage umstellt und schließlich das Apartment gestürmt.

Angeblich soll es sich bei dem gefunden Material um den gleichen Typ handeln, der beim Bombenanschlag am 17. August 2015 zum Einsatz kam. Nähere Details dazu wurden jedoch zunächst nicht bekannt.

«Es scheint, dass wir unseren Mann gefunden haben», sagte der Sprecher und verwies auch auf die scheinbare Ähnlichkeit des Mannes auf dem Phantombild, das die Behören einen Tag nach der Explosion veröffentlicht hatten. Spekulationen kursieren nun, ob es sich dabei um ein Mitglied der Uiguren handeln könnte. Am 29. April waren 3 Männer aus einem Gefangenenlager der Immigration in Thailand geflüchtet und untergetaucht.  

Laut Wikipedia ist die "uigurische Sprache eine Turksprache, die vor allem von den in der Volksrepublik China beheimateten Uiguren gesprochen wird. In der turkologischen Forschung in der Türkei wird die Sprache „uigurisches Türkisch“ genannt. Im 9. Jahrhundert wurde die Sprache der Uiguren als Turki („Türkisch“) bezeichnet.   
Quellen: Royal Thai Police/Bangkok Post/KahoSod

Alles über das Bombenattentat in Bangkok lesen Sie hier...
>>> Bangkok Bombe, und was danach geschah...

Info

Wer sind die Uiguren?

Die Mehrheit der rund zehn Millionen Angehörigen lebt in der chinesischen Region Xinjiang, doch beklagen sie sich dort über Diskriminierung. Vor einem Jahr waren rund Hundert Uiguren nach Thailand geflohen, mussten jedoch kurz danach wieder gehen. Bangkok hatte 90 dieser illegalen Einwanderer festgenommen und zurück nach China geschickt.

Wie der Spiegel seinerzeit berichtete, hält die Volksrepublik viele Uiguren für Separatisten und macht sie für zahlreiche Anschläge verantwortlich. Ein Großteil der Uiguren nennen die Türkei als ihr Heimatland. 

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