Weißer Tempel Chiang Rai:

Erdbeben-Schäden irreparabel

Chalermchai Kositpipat, Erbauer und Künstler des weltberühmten Wat Rong Khun - besser bekannt als der "Weiße Tempel von Chiang Rai" - ist am Boden zerstört. Nach dem Erdbeben am 5. Mai 2014 ist sein filigranes Bauwerk nicht mehr zu reparieren.

"It's beyond repair", klagte der 59-jährige Chalermchai in einem TV-Interview! Nach mehreren Nachbeben im Anschluss an die schwere Erderschütterung am Montag (Thaizeit berichtete ausführlich), wurden alle seine Hoffnungen zunichte gemacht, wenigstens Teile des Tempels voll und ganz zu restaurieren. Nach einer ersten Inspektion wurden seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt: 

"Die Schäden sind irreparabel". Die Hauptattraktion von Ciang Rai wird für unbestimmte Zeit geschlossen. "Es ist zum heulen. Jetzt ist der Tempel nur noch ein trauriges Denkmal, dass die Welt daran erinnert, was der Wat Rong Khun einst war: Meine Hommage an Buddha, dessen reine Weisheit hell über dem Universum scheint".

Wandmalereien zerstört

Fast sein ganzes Leben hatte der Künstler Chalermchai Kositpipat am Bauwerk, den Fresken und den "Murals" gearbeitet, die seither von Millionen Besuchern bewundert wurden. Nach schweren Rissen und einem Einsturz von mehreren Wänden und Decken, ist sein Lebenswerk zerstört. 20 Jahre arbeitete er an den Wandmalereien. "Diese neu zu kreieren ist unmöglich!"

Bauwerkliche Teile des Tempels könne man zwar in mühsamer Kleinstarbeit über die nächsten Jahre wieder rekonstruieren und renovieren, sagte Chalermchai, doch werde es nie wieder das Meisterwerk sein, das er einst für die nächsten Generationen erschuf. Natürlich werde ich tun, was ich kann, um zu retten was zu retten ist. Nur der Tod kann meinen Traum stoppen, mein Leben Buddha zu widmen. Nun werde ich ihm die nächsten 20 Jahre widmen. Ich bin sicher: dieses heilige Projekt wird mich unsterblich machen und mir ewiges Leben schenken".  (NG)

Und so sah der "Weiße Tempel" vor dem Erdbeben aus... 

Info

Weißer Tempel geschlossen


Der Wat Rong Khun ist wegen Einsturzgefahr bis auf Weiteres geschlossen. Thaizeit wird über Änderungen berichten.


Am 5. Mai 2014 hatte ein kurzes, aber heftiges Erdbeben Thailands Norden und weite Teile von Myanmar erschüttert. Auf der Richterskala wurde eine Stärke von 6,0 gemessen, die Erdbebentiefe wurde mit 7,4 Km angegeben. Das Zentrum lag 9 Km südlich von Mae Lao und 27 Km südwestlich von Chiang Rai - dort wo der "Weiße Tempel" steht.

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