Chiang Rai:

Die thailändische Schweiz

Auf in die Berge von Chiang Rai! Im Norden von Thailand wartet eine märchenhafte Landschaft und faszinierende Kultur auf Sie!


Grüne Hügelzüge, wilde Bergbäche und  fruchtbare Täler: Nordthailand bietet seinen Besuchern enorm viel. Schon ein paar Tage reichen  für einen kleinen Einblick ins Reich der einstigen Lannakultur. 
Wenn Bangkok zu laut, zu stickig und zu heiß wird, ist es höchste Zeit für einen Ausflug in den Norden – denn diese Region hat Vieles, was die Metropole Bangkok nicht bieten kann: frische Luft, kühlere Nächte, neblige Morgen und eine große kulturelle Vielfalt. Touristisch ist das Gebiet längst so gut erschlossen, dass nicht nur Trekkingfreunde und Backpacker auf ihre Rechnung kommen. 

Vom Opium zum Kaffee

Die Stadt im Goldenen Dreieck steht zwar immer etwas im Schatten ihrer großen Schwester Chiang Mai, sie ist jedoch nicht weniger attraktiv. Ihre Lage am Kok Fluss, inmitten einer fruchtbaren Ebene und zu Füßen des rund 1500 Meter hohen Doi Tungs, verschafft Chiang Rai ein besonderes Flair. Dank des Flughafens ist die Provinzhauptstadt gut an Bangkok angebunden und somit auch ein guter Ausgangsort für Ausflüge ins Goldene Dreieck, Thailands ehemaligem Opium-Anbaugebiet. Besonders sehenswert ist zu diesem Thema die "Hall of Opium" im Golden Triangle Park, wo man in einem 140 Meter langer Tunnel höchst Interessantes über den Anbau von Schlafmohn, Opiumkriege und Drogenmissbrauch erfährt. 

Der schneeweiße Tempel

Chiang Rai ist vor allem für eine Sehenswürdigkeit berühmt: hier steht der Wat Rong Khun, besser bekannt als der "Weiße Tempel". Thaizeit berichtete ausführlich über dieses höchst originelle Bauwerk. Der Nacht-Bazar ist im Vergleich zum Markt in Chiang Mai viel kleiner und gemütlicher. In dessen Mitte finden abends häufig Tanzaufführungen oder traditionelle Konzerte statt. Tagestouren in verschiedene Bergdörfer oder zum nahe gelegenen Mae Ngat-Stausee werden von lokalen Reisebüros angeboten.

Tour zum "Royal Project" Doi Tung

Der höchste Berg der Provinz ist nicht nur beliebtes Ausflugsziel vieler Thailänder; sein Name steht heute auch auf Kaffeepackungen, Snacks und diversen Textilien, die in dieser Region produziert und meist in Bangkok verkauft werden. „Doi Tung“ ist auch eines der erfolgreichsten Entwicklungsprojekte des Königshauses und wurde 1988 von der Mutter des heutigen Königs Bhumibol Adulyadej ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es damals, den Bauern, die zu jener Zeit zu einem großen Teil vom Anbau von Schlafmohn lebten, alternative Einkommensquellen zu erschaffen. Das Herz des großflächigen, meist bewaldeten Hügelgebietes ist der Königssitz mit dem "Mae Fah Luang" Garden, einem hübschen botanischen Garten, in dem es auf überschaubarem Raum die seltensten Orchideenarten, Sträucher und Tropenpflanzen zu bestaunen gibt.

Die "Schweiz" der Königsmutter

Gleich nebenan liegt die königliche Villa. Sie diente der Königsmutter, Prinzessin Srinagarindra während der Aufbauphase des Projektes als Sitz und kann heute - ebenso wie der ihr zu Ehren errichtete Memorial Park in Bangkok - teilweise besichtigt werden. Es ist unschwer zu erkennen, dass sich die Prinzessin beim Bau der Villa von ihrem langjährigen Aufenthalt in der Schweiz inspirieren ließ. Das großzügige Haus ist eine Mischung aus Schweizer Chalet und thailändischem Holzhaus, was denn auch der Grund ist, weshalb viele Thailänderinnen und Thailänder die Doi Tung-Gegend auch die thailändische Schweiz nennen. Alpine Gefühle weckt aber auch die Aussicht, die es vom Doi Tung aus zu genießen gibt, und die bei gutem Wetter weit hinein in die Ebene zwischen Kok-Fluss und Mekong reicht. Für Heimweh-Europäer empfiehlt sich eine Übernachtung in der Doi Tung Lodge, einem Resort auf 1000 Metern über dem Meer, das zwar von seiner Bauart eher an eine militärische Festung erinnert, als an ein Resort, aber immerhin ganz komfortable Zimmer mit Aussicht bietet.
Frühaufsteher können von da aus ein Naturschauspiel beobachten, wie man es sonst eher aus den europäischen Voralpen, denn aus den Tropen kennt: Wenn die glühende Sonne aus dem Nebelmeer unter dem Doi Tung auftaucht, wird es schon richtig schwer zu glauben, dass man noch in Thailand ist.

>>> Zur Bildergalerie: "Chiang Rai" - die Schweiz Thailands

Pascal Nufer/NG


Anreise Thai Airways, Nokair, und Airasia fliegen täglich. Hotels Chiang Rai und Umgebung Goldenpine Resort and Spa Hotelanlage etwas außerhalb der Stadt, in den Reisfeldern. Familienfreundliches Resort mit schöner Poolanlage. Web: goldenpineresorts.com/chiangrai Anantara Golden Triangle Luxus am Mekong, etwa eine Stunde von Chiang Rai in der Nähe des Goldenen Dreiecks. Web: goldentriangle.anantara.com Suanthip Vana Resort Tropischer Garten in gediegener Dschungelatmosphäre, schöne Poolanlage, guter Ausgangsort für Radtouren, organisierte Tagesausflüge in die umliegenden Bergdörfer.   Das Resort liegt etwa eine Stunde von Chiang Rai entfernt in Richtung Chiang Mai. Web: suanthipresort.com Doitung Mountain Lodge Atemberaubende Aussicht, dürftiger Service, einzige Unterkunft auf dem Berg Doitung. Web: doitung.org/tourism_accommodation_doitung_lodge.php Trekker Lodge Sehr einfache Lodge in fruchtbarer Hochebene, geführt von einer Frau des Hmong-Bergvolkes, für abenteuerlustige Naturliebhaber, guter Ausgangsort für Trekkingtouren. Etwa eineinhalb Stunden von Chiang Rai, Richtung Chiang Mai. Organisationen

Mae Fah Luang Die königliche Stiftung betreibt unter anderem das Doitung-Projekt, in dem ehemaligen Opium Bauern neue Alternativen ermöglicht wurden. www.maefahluang.org www.doitung.org Lesen Sie auch diese Thaizeit-Berichte zum Thema Chiang Rai:   - Der weisse Temple von Chiang Rai - Die "Hall of Opium" im Golden Triangel Park

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