Experten sicher:

Wat Arun am Ufer des Chao Praya in Bangkok. Der Tempel ist frei zugänglich. (Foto: Flickr Commons/ antwerpenR)

Flut wird Bangkok-City nicht erreichen

Es ist an der Zeit, Reisewarnungen aufzuheben um die wirtschaftlichen Folgen für Thailand nicht zu verschlimmern.


Die Innenstadt von Bangkok bleibt trocken, sind sich sowohl Professor Seri Suparathit vom Zentrum für Klimawandel der Rangsit Universität als auch Doktor Anond Snidvongs vom staatlichen Krisenzentrum sicher.
Für Urlauber in Bangkok bedeutet das: Entwarnung. Alle touristisch bedeutenden Orte sowie die beliebtesten Hotels befinden sich in der sicheren Zone. Das gilt auch für Unterkünfte nahe des Chao Praya.

Tourismusindustrie in Thailand leidet grundlos


Auch die Straßen in den Süden sind frei. Badeorte wie Pattaya oder Hua Hin können weiterhin mit Bus oder Auto von Bangkok aus erreicht werden. Da viele Bangkoker sich derzeit in diesen Orten aufhalten, ist es dort belebter als sonst. Die meisten Hotels sind jedoch nicht ausgebucht, es sind ausreichend Zimmer vorhanden.
Es ist an der Zeit, die offiziellen Reisehinweise abzuschwächen. Der Tourismus in Thailand leidet grundlos, da abgesehen von den historischen Tempelanlagen in Ayutthaya keine wesentlichen Urlaubergebiete betroffen sind oder jemals in ernsthafter Gefahr waren.

Wirtschaftlicher Schaden schlimmer als nach dem Tsunami


Der Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok ist nicht gefährdet. Die Schließung des Regionalflughafens Don Muang hat keinen Einfluss auf Touristen, da die Flüge auf Suvarnabhumi umgeleitet wurden. Die Urlaubsgebiete im Norden (Chiang Mai, Chiang Rai), im Zentrum (Pattaya, Hua Hin, Koh Chang) und Süden (Phuket, Krabi, Khao Lak, Koh Samui) sind nicht von der Flut betroffen.
Dennoch sind die Touristenzahlen stark gesunken. Ein gesunder Tourismus ist jetzt aber wichtig für Thailand, um mit den Folgen des Hochwassers fertig zu werden. Zum Vergleich: Der wirtschaftliche Schaden für Thailand wird auf rund zehn  Milliarden Euro beziffert und ist damit größer als der des Tsunamis von 2004.
Mark Sonntag

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