Coronavirus Einschränkungen:

Die Vorsichtsmaßnahmen bei der Ein- und Ausreise in Thailand haben sich verschärft. Foto: National News Bureau

Auskunftspflicht, Gesundheitszeugnis, Selbstschutz!

Thailand hat seine Vorsichtsmaßnahmen verstärkt. Vor allem an Flughäfen sind die Screenings verschärft worden und die Einreisebehörden reagieren bei Reisenden aus Risikoländern besonders strikt. Hier listen wir die neuesten Vorschriften für das Königreich und publizieren auch die aktuellen Hinweise für Reisen in die südostasiatischen Nachbarländer.


Bangkok, 11. März 2020
Die ganze Welt steht Kopf. Insbesondere seit Italien das ganze Land dicht gemacht hat, gibt es überall Gesundheitskontrollen, Empfehlungen für eine Selbst-Quarantäne (zum Teil sind diese sogar obligatorisch!) und abgesagte Events.

Vor allem im Land des Lächelns ist jedem das Lächeln vergangen, seit nun alle Großveranstaltungen rund um das Thailändische Neujahr "Songkran" im April nicht stattfinden werden und auch die Full Moon Parties bis auf Weiteres ausfallen. Zwar belaufen sich die Zahlen der Infizierten nach einer offiziellen Publikation des Fremdenverkehrsamtes TAT (Tourism Authority in Thailand) "nur" auf 59 (Stand: 11. März 2020), wovon bereits 34 Personen als "geheilt" entlassen worden sind.

In diesem Thaizeit-Bericht veröffentlichen wir regelmäßige Updates und die TAT-Grafiken zum Stand der Erkrankungen.

>>> Coronavirus: Aktuelle Zahlen und nützliche Hinweise


Doch diese Zahlen beruhigen nicht wirklich, denn die Dunkelziffer ist offenbar hoch und natürlich weiterhin nicht bekannt.
Tatsache ist: Am 5. März erklärte die Regierung vier Länder und zwei Gebiete für ein hohes COVID-19-Risiko, nämlich Südkorea, China, Hongkong, Macau, Italien und Iran.
Doch laut dem "National News Bureau in Thailand" gibt es für diese Zonen bislang keine Einreisesperre, sondern das Königreich begrüßt nach wie vor täglich rund 4.500 Passagiere aus diesen Ländern (Quelle: thainews.prd.go.th).
Das sorgt für Unverständnis und schürt Panik, zumal sich vor wenigen Tagen  erstmals ein Immigrations-Mitarbeiter am Suvarnabhumi Airport angesteckt hat.   

Zudem führten einige Informationen des Gesundheitsministers in der jüngsten Vergangenheit zu Verwirrungen und Aufregung, doch mittlerweile scheinen die Behörden die mediale Verbreitung aller Maßnahmen in den Griff bekommen zu haben.

Die neuesten Regelungen im Überblick


Nun ändern sich stündlich die Nachrichten und Vorschriften, um eine mögliche Corona-Pandemie zu verhindern. Deshalb fasst unser Thaizeit-Team den aktuellen Stand der Dinge zusammen und sagt, was Sie jetzt als Tourist oder Expat wissen müssen, falls Sie in der nächsten Zeit nach Thailand ein- und ausreisen.

AUSREISE



  • Bitte beachten Sie, dass ab sofort auch medizinische Kontrollpunkte für ABFLÜGE an allen wichtigen internationalen Flughäfen eingerichtet wurden. Es ist daher ratsam, drei Stunden vor Ihrem Flug einzuchecken, falls es dadurch zu Verspätungen kommen sollte.

  • Wenn Sie Fieber haben, können Sie nicht in das Flugzeug einsteigen und werden von medizinischem Personal sofort in eine Sicherheitszone zur weiteren Überprüfung gebracht. Wenn Sie den medizinischen Check am Flughafen bestehen, können Sie das Land natürlich jederzeit verlassen.

EINREISE
  • Wenn Sie als Tourist oder als Transitreisender am Flughafen in Thailand ankommen und Fieber oder andere Erkältungssymptome haben, werden Sie zur weiteren Untersuchung und zur obligatorischen Quarantäne in ein Krankenhaus gebracht.

  • Die thailändische Einwanderungsbehörde hat angekündigt, dass alle Ausländer nun alle Länder angeben müssen, die sie kürzlich besucht haben, um die potenzielle Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Hierfür werden neue Ankunftskarten vom Flugpersonal verteilt, die ausgefüllt werden müssen.

    Dieser "Questionnaire" enthält nunmehr nicht nur die wichtigsten persönlichen Angaben wie auf den sonst üblichen Einreisekarten, sondern jeder ist verpflichtet, seine Reise-Historie anzugeben und seinen Gesundheitszustand zu beschreiben.

  • Neu ist auch die Verpflichtung, ein Gesundheitszeugnis vorzulegen, wenn man aus den Risikoländern Südkorea, China, Hongkong, Macau, Italien und Iran einreist.

    Dies teilte das Gesundheitsministerium mit. Wer dem nicht nachkomme, müsse mit einer Strafe rechnen.

    Vorsichtshalber möchte das Thaizeit-Team bereits jetzt darauf hinweisen, dass dieses "health certificate" bald schon auf andere Länder mit hohen Infektionsraten ausgedehnt werden könnte, darunter auch DEUTSCHLAND, DIE SCHWEIZ, Frankreich,Spanien, die Niederlande, Taiwan, Singapur, Japan und die USA.



    Also stellen Sie sich bitte jetzt schon auf eine solche Maßnahme ein. Wir werden berichten, sobald das Gesundheitszeugnis auch für alle deutschsprachigen Länder obligatorisch werden sollte.

  • Quarantäne: Eine 14-tägige häusliche Quarantäne ist für alle oben genannten Risikoländer obligatorisch.

SÜDOSTASIEN-REISEN

Wer derzeit direkt in diese Länder fliegt oder auch via Thailand dort einreist, sollte wissen:
  •  Vietnam

verlangt von deutschen Reisenden ab sofort wieder ein Visum . Die vietnamesische Regierung habe am 9. März beschlossen, die Visafreiheit für deutsche Staatsangehörige vorübergehend auszusetzen, meldet das Auswärtige Amt (AA). Der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Beschlusses sei noch nicht bekannt gegeben worden, heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen für das Land in Südostasien. Urlauber können im Internet laut AA ein elektronisches Visum für Vietnam beantragen. Die visumfreie Einreise für Deutsche bei Aufenthalten von maximal 14 Tagen sollte eigentlich bis mindestens 30. Juni 2021 gelten.
  •  Bhutan

Das Königreich im östlichen Himalaya hat allen ausländischen Touristen vorerst die Einreise untersagt, nachdem ein US-Amerikaner positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. Es war der erste bestätigte Fall in Bhutan.
  •  Nepal

Das asiatische Land vergibt ab Dienstag keine Visa mehr für Deutsche direkt bei der Ankunft. Vor ihrer Abreise müssen die sich bei der nepalesischen Botschaft um ein Visum bewerben und der Bewerbung einen negativen Covid-19-Test beilegen.
Das Thaizeit-Team hält seine Leser weiterhin auf dem Laufenden, sollten neue Vorschriften oder Änderungen hinzukommen. (NG)

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