Eisenbahn des Todes:

Bildergalerie "Hellfire Pass"

Ein Albtraum-Szenario: Im 2. Weltkrieg, in den Jahren 1942- 1945, verloren fast 100.000 Arbeiter und POWs ihr Leben beim Bau der Eisenbahnlinie zwischen Burma und Thailand. Bis heute kann man zwischen Sai Yok und Kanchanaburi die Original-Stätten besichtigen.


"Hellfire" heißt soviel wie "Höllenfeuer". Und die Hölle haben all jene 61.000 POWs (alliierte Kriegsgefangene) sowie ca. 200.000 Zwangsarbeiter aus ganz Asien erlebt, die Mitte der 40-er Jahre von der Kaiserlichen Japanischen Armee dazu gezwungen wurden, eine strategisch wichtige Zugverbindung zwischen Thailand und Burma zu bauen. Es wurde die "Eisenbahn des Todes"...!
Für Thailand-Urlauber, die an der Geschichte des Landes interessiert sind, ist der hier beschriebene Ausflug in die Kanchanaburi Provinz ein "Muss". Die meisten Touristen bleiben in der Stadt und schlendern die berühmte Brücke am Kwai entlang. Das Original-Bauwerk aus Holz wurde zwar durch die Alliierten zerstört, im Jahre 1946 jedoch von einer japanischen Firma aus Stahl wieder aufgebaut.  

Doch der eigentliche Schauplatz des damaligen Horror-Geschehens befindet sich ganz in der Nähe des Sai Yok Nationalparks. Bis heute kann man in einem schier endlosen Waldstück die Überreste der Eisenbahnlinie sehen, die von den Gefangenen unter härtesten Bedingungen errichtet wurden. Mit kaum brauchbaren Werkzeugen wie Hacken, Schaufeln und Hammer wurden Schneisen in die hohen Felswände geschlagen, und die schweren Kalksteine mit bloßen Händen und ein paar Schubkarren abtransportiert. Bis zu 18 Stunden täglich arbeiteten die ausgezehrten, schwachen und kranken Gefangenen in der glühenden Hitze. Epidemien brachen aus. Kaum einer überlebte diese unmenschliche Tortur. Wir haben uns am tragisch-legendären Hellfire-Pass umgesehen,  besuchten das dazugehörige Museum mit sämtlichen Fundstücken vom Bahnbau, verharrten an den Gedenkstätten und Fotos der Gefallenen, und sind mitten im Dschungel die verbleibenden Schienen entlang gelaufen - so wie vor wenigen Jahren die Schauspieler Colin Firth und Nicole Kidman, die an genau diesen Stellen für den Hollywoodstreifen "The Railway Man" vor der Kamera standen. Gedreht wurde an den Original-Schauplätzen, die sie hier in unserer Bildergalerie sehen können. Alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten finden Sie in den Bildunterschriften:    Thaizeits Fotoalbum: Hellfire Pass Diese weiterführenden Berichte zum Thema könnten Sie auch interessieren - inklusive detaillierte Infos zum Film, der Brücke am Kwai und allen wichtigen Museen und Gedenkstätten:  

Nathalie Gütermann (Text & Fotos)


Anfahrt: Der Hellfire Pass liegt etwa 80 Kilometer nordwestlich vom Zentrum Kanchanaburis, auf der Route 323. Alle Busse von Thong Pha Phum oder Sangkhlaburi fahren dort vorbei. Das Anmieten eines Leihwagens ist empfehlenswert.

Öffnungszeiten: täglich, von 9:00 bis 16:00 Uhr
Eintritt: kostenlos

Nehmen Sie besser bequemes Schuhwerk und genügend Trinkwasser mit, denn Besucher, die sich die Route der Eisenbahnschienen ansehen möchten, müssen mit einer mehrtündigen Wanderung rechnen. Alternativ kann man mit einer Touristen-Bahn einen Teil der Strecke abfahren.

Das „Hellfire Pass“-Museum und alle open-air Gedenkstätten in Kanchanaburi stellen eine einzigartige Reflektion einer wahren Geschichte und des Leidens derer dar, die während des dramatischen Baus der Eisenbahnlinie einst ihr Leben lasssen mussten. Es zählt damit zu den spektakulärsten historischen Highlights, die Thailand zu bieten hat!

Unterkunfts-Tipp: 
Übernachtung auf dem Floß inklusive Wasserfall-Dusche am Morgen: Madatara Raft Hotel

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