Koh Phangan:

Tritt aus dem Schatten der Vollmondparty

Koh Phangan ist mehr als ausschweifende Gelage am Sandstrand – vor allem die Ostküste bietet leere Traumstrände.


Obwohl nur die kleine Schwester Koh Samuis, gehört Koh Phangan zu den bekanntesten Inseln Asiens. Zu etwas zweifelhaftem Ruhm ist Phangan durch seine hemmungslosen Vollmond-Partys gekommen, die heute zwar nicht mehr ihren alten Charme besitzen, den sie vielleicht einmal hatten, aber weiter sehr beliebt sind bei Thailand-Reisenden.
Trotz der hohen Besucherzahlen hat sich die Entwicklung auf der Insel – vom Partygebiet Hat Rinn einmal abgesehen – aber durchaus im Rahmen gehalten. So gibt es vor allem an der Nord- und Ostküste noch ruhige und saubere Strände in relativer Nähe von Samuis internationalem Flughafen. THAIZEIT hat sich dort umgesehen und ein paar Juwelen entdeckt.

Abseits der gewohnten Wege


Nur ein paar Kilometer außerhalb der Inselhauptstadt Tong Sala hört der Asphalt plötzlich auf und die Straße verwandelt sich in eine Staubpiste, die sich langsam den Berg hinauf schlängelt. Doch auch die ist hier noch eine verhältnismäßig gute Straße, wie sich nach ein paar weiteren Kilometern herausstellt: Bald geht ohne Vierradantrieb nichts mehr. Und wer den ganzen Weg bis zu den Stränden der Ostküste fahren will, holpert weiter über Mini-Canyons und steile Geröllpisten. Doch die Mühe ist es wert: Tourbusse mit Pauschalurlaubern haben hier offensichtlich keinen Zugang und die kleinen Strände mit Blick auf Samui und den Sonnenaufgang gehören den wenigen Reisenden, die den Weg auf sich nehmen – notfalls auch mit dem Motorroller.

Königlicher Besuch

Die prominentesten Gäste hier im Than Sadet Nationalpark waren bisher thailändische Könige, inklusive des amtierenden, Rama IX. König Chulalongkorn war seinerzeit ganze 14 Mal hier, doch lockte ihn einst nicht nur der Strand: Das nach seinen königlichen Besuchern benannte Flüsschen Than Sadet, nachdem auch der zweitgrößte Strand der Ostküste benannt wurde, bildet an seinem Wasserfall nahe der Küste eine Reihe natürlicher Badewannen, die sich königlicher Beliebtheit erfreuten. Am Hang oberhalb der Flussmündung hat sich seit Anfang des Jahres ein neues Bungalow-Ressort angesiedelt, das die mäßige Übernachtungssituation in dieser Ecke der Insel ungemein aufwertet: Das Treehouse, ein alter Bekannter der Backpacker-Szene.

Legendäres Resort

Betrieben von einem deutschen Pärchen knüpft das Treehouse KP an legendäre Zeiten am Lonely Beach auf Koh Chang an. Auch diesmal gehört ein eigener Strand dazu: Die kleine Bucht mit dem seichten Tong Reng Beach ist Teil des großen Geländes. Das Restaurant bietet auch hier die beliebte Speisekarte von Betreiberin Pamela und neu dazu ist eine Strandbar mit Kino. Ruhig ist es trotzdem, auch dank der fehlenden Anbindung an das Stromnetz. Die Bungalows sind alle unterschiedlich ausgestattet und eingerichtet, von einfacher Basthütte bis zum Steinbungalow auf den majestätischen Felsen ist alles vorhanden – erstmals auch mit eigener Außendusche. Wer es lieber gediegen und noch einsamer mag, für den kommt vielleicht ein anderes Schmuckstück nördlich des Than Sadet Strandes in Frage. Eine private Villa steht hier in den Hang gebaut mit Blick auf den Golf. Das Öko-Resort hat vier Schlafzimmer auf zwei Etagen, einen Infinty-Pool, einen offenen Küchenbereich, Auto mit Fahrer, Kajak-Anleger und alle Annehmlichkeiten von WLAN bis zum eigenen Chefkoch. Das Phangan Azure gehört einem Londoner Aussteiger, der es an Geschäftleute aus aller Welt vermietet. Gerade in der Nebensaison ab Juli ist es mit rund 280 Euro für bis zu acht Personen angesichts der Ausstattung aber auch für weniger betuchte Reisegruppen ein luxuriöses Schnäppchen.

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