Soziales Engagement:

THAILANDS STARKE FRAUEN IM KÖNIGSHAUS

Die große Beliebtheit des thailändischen Königshauses stützt sich vor allem auch auf das soziale Engagement seiner weiblichen Mitglieder. Neben den vielseitigen Entwicklungsprojekten des Königs sind vor allem die Frauen im königlichen Haushalt beliebt für ihre gemeinnützigen Taten.

SIRIKIT: Königin der Herzen

Wenn Ihre Majestät Königin Sirikit Kitiyakara am 12. August ihren Geburtstag feiert, ist dies nicht nur ein nationaler Feiertag in Thailand, sondern auch der offizielle Muttertag im Königsreich.

Das ungewöhnliche Datum für einen Muttertag verdankt das Land der "Mutter der Nation" und ihrer großen Beliebtheit in der Bevölkerung. Eine Beliebtheit, die sich auf das umfangreiche Bemühen der Königin um soziale Belange des Volkes stützt, vor allem die der vielen Minderheiten in den abgelegenen Provinzen Thailands.

Seit ihrer Vermählung mit dem wenige Tage später zum König berufenen König Bhumipol (Rama IX.) Ende April 1950 hat sie unzählige gemeinnützige Projekte initiiert und ist seit 1956 Präsidentin des thailändischen Roten Kreuzes.

Als ihr Mann im gleichen Jahr für zwei Wochen in ein buddhistisches Kloster ging, führte Königin Sirikit die Geschäfte weiter und trägt seither den Titel Phra Borommarachininat ("Königin & Regentin").

1992 wurde ihr die UNESCO Goldmedaille verliehen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Andere wohltätige Engagements der Königin sind die Unterstützung von Flüchtlingen aus Kambodscha und Burma, sowie Projekte zum Wiederaufbau nach dem Tsunami 2004, dem auch ihr Enkelkind, Bhumi Jensen, zum Opfer fiel.

Unvergessen bleibt der Besuch des Königspaares 1960 in Deutschland, wo Sirikit und Bhumipol unter anderem auch Elvis Presley trafen, der dort seinen fünften Film drehte. Stets ist Queen Sirikit perfekt gekleidet und galt schon vor Jahrzehnten als Stil-Ikone. 1965 wurde sie vom Magazin Vanity Fair als "bestangezogene Frau der Welt“ gewürdigt.

SRINAGARINDA: Himmlische Königinmutter

Ihre Majestät Königin Sirikit verfolgt mit ihrem Engagement eine Tradition der 1995 verstorbenen Princess Mother Srinagarinda, der Mutter König Bhumipols. Sie wurde liebevoll Königliche Großmutter genannt, und viele Bergvölker in Thailand betrachteten sie wegen ihres Engagements als Halbgöttin und nannten sie die Himmlische Königliche Mutter.

Ihr Geburtsname war Sangwal; durch ihre Hochzeit mit Prinz Mahidol wurde sie Mom Sangwal Mahidol na Ayutthaya. Während ihres Studiums in den USA lernte die damalige Dienerin des Königshauses Prinz Mahidol kennen und kehrte 1920 mit ihm nach Thailand zurück, um ihn zu heiraten. Ihre drei Kinder wurden anschließend in London, Heidelberg und Massachusetts geboren.

Die erstgeborene Tochter Galyani Vadhana verstarb im Januar 2013 in Bangkok, Ihre Söhne wurden beide König von Thailand (Rama VIII. Ananda Mahidol und König Bhumipol). 1970 erhielt sie von ihrem Sohn, König Bhumibol, den Titel Somdet Phra Srinagarindra Boromma Ratchachonnani („Ihre Königliche Hoheit Prinzessinmutter Srinagarindra“). 

Ihre Hilfsprojekte in der Region um Chiang Rai betrieb sie bis zu einem Sturz in ihrem Schlafzimmer, von dem sie sich nie wieder erholte. Vier Jahre später, im Alter von 94 Jahren verstarb die Mutter des Königs am 18. Juli 1995 Ihre Einäscherung war eines der größten Ereignisse des modernen Thailands. König Bhumibol war es, der den Königinmutter Memorial Park initiierte und 1997, zwei Jahre nach dem Tod seiner geliebten Mutter, eröffnete.

SIRINDHORN: Prinzessin Engel

Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Sirindhorn ist das dritte Kind des amtierenden Königspaares und wurde im April 1955 in Bangkok geboren. Mit einer Verfassungsänderung, die seit 1974 nun auch eine weibliche Thronerbin erlaubt, war sie lange Zeit die zweite in der Thronfolge nach ihrem Bruder Maha Vajiralongkorn. Ihre Fachgebiete sind neben Sprachen und Geschichte auch Angewandte Technologie. Sie unterrichtet Geschichte und hat im Gegensatz zu vorherigen königlichen Generationen kein Studium im Ausland absolviert. Dennoch spricht sie neben Englisch, Französisch, Chinesisch und Latein auch Deutsch.

In den Augen des Volkes hat sie das intellektuelle Erbe ihres Vaters angetreten, der als wohl einziger Monarch auch Patentinhaber ist (Regenmacher und Wasseraufbereitung) und ist heute das beliebteste königliche Mitglied nach dem Königspaar. Ihr technisches Engagement brachte ihr unzählige Ehrendoktortitel ein und viele akademische Einrichtungen, Orte und Pflanzenarten tragen ihren Namen.

Ihr gewöhnlicher Name unter der Bevölkerung ist Phra Thep, Prinzessin Engel. Ihr Engagement ist auch im Ausland hoch geschätzt, und neben Auszeichnungen für ihre Förderung der chinesischen Kultur erhielt sie im Jahre 2004 nach Kofi Annan den "Indira Ghandi Preis" für Frieden und Entwicklung.

Zwei Jahre später wurde sie UNESCO Botschafterin. Sie ist aktive Schirmherrin vieler innovativer Projekte zur Wirtschafts- und Bildungsförderung im Königreich und fördert Dank Ihrer Kontakte zu ausländischen Unternehmen Thailands führende Position.

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