Erdbeben in Thailand:

Disaster-Zone Chiang Rai

Über 100 Erdstöße wurden gestern in Nordthailand gemessen, im Nachgang an das schwere Erdbeben vom 5. Mai 2014. 7 Bezirke wurden zum Katastrophengebiet erklärt; vor weiteren Nachbeben wird gewarnt.


Es ist doch schlimmer, als ursprünglich vermutet. Die heftige Erderschütterung am Montag und die nachfolgenden Nachbeben in der Stärke zwischen 3 und 5,9 auf der Richterskala haben deutliche Spuren hinterlassen. 


Zahlen & Fakten



• 7 Distrikte sind jetzt eine "Disaster Zone": Chiang Rai, Mae Lao, Mae Suai, Wiang Chai,  Pa Daet und Phaya Mengrai. Dort wurden beschädigt: ca 3.500 Häuser, 3 Schulen, 3 Krankenhäuser, ein Hotel und mehrere Strassen.

• Insgesamt wurden rund 25 Tempel in den nördlichen Provinzen schwer beschädigt. Besonders traurig: die Schäden am berühmten "Weißen Tempel" von Chiang Rai, dem Wat Rong Khun, sind laut des Erbauers/Künstlers zum großen Teil "irreparabel". Hier berichtete Thaizeit gesondert darüber



• 5 geologische "Verwerfungslinien" bereiten Sorge. Verwerfungen gehen meist mit Erdbeben einher. Darunter versteht man Bruchstellen im Gestein; es entstehen Klüfte, Spalten, Absenkungen der Erde. Hohe Einsturzgefahr bei Gebäuden und Straßen! Militär & Polizei sind im Einsatz.




• Soforthilfe für Erdbebenopfer! Das Finanzministerium hat 500 Millionen Baht zur Verfügung gestellt, um erste Hilfe zu leisten, Notunterkünfte zu organisieren und eingestürzte/beschädigte Gebäude wieder aufzubauen bzw. zu restaurieren. Dies gilt auch für mehrere Straßen, die nach dem Beben extreme Risse bekamen und zum Teil absackten.
Derzeit prüfen Spezialisten die Schäden in den 7 "Disaster Zonen" sowie die Stabilität von Hotels und anderen hohen Gebäuden.  

WARNUNG: NACHBEBEN MÖGLICH

...davor warnt das Katastrophenschutzamt „National Disaster Warning Centers“ (NDWC)! Es kann bis zu vier weitere Nachbeben/Stunde kommen. Diese können von einer der 5 Verwerfungslinien ausgelöst werden - eine "Kettenreaktion" mit weiteren Schockwellen ist nicht auszuschließen. (NG)


Erdbeben am 5 Mai 2014 - Rückblick:
Am frühen Abend des 5. Mai 2014 hatte ein kurzes, aber heftiges Erdbeben Thailands Norden und weite Teile von Myanmar erschüttert. Es war das stärkste seit 1935. Das Zentrum lag 9 Km südlich von Mae Lao und 27 Km südwestlich von Chiang Rai. Auf der Richterskala wurde eine Stärke von 6,3 gemessen, die Erdbebentiefe wurde mit 7,4 Km angegeben (Quelle: U.S.Geological Survey/USGS). Eine 83 Jahre alte Frau wurde beim Einsturz ihres Hauses in Chiang Rai von den Trümmern erschlagen; mindestens 25 weitere Personen wurden verletzt. Dies teilte das Katastrophenschutzzentrum am Dienstag mit. Ausläufer waren auch in Bangkok spürbar. Zuvor hatte das Erdbeben Japan erreicht und dort weite Teile des Landes erschüttert. Es war das stärkste Beben seit der Fukushima-Katastrophe.
Besondere Vorsicht in diesen Gebieten:
Chiang Mai, Chiang Rai, Nan, Phayao, Phrae und Lampang. 

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