Koh Samet:

Reinigung erfolgreich - Ölpest vorbei!

Gute Nachricht: Am 1. November 2013 wird die Ao Phrao Bucht auf der Ferieninsel offiziell wieder für den Tourismus geöffnet. Der Strand wurde gesäubert, die Seewasserqualität ist wieder gut. Ab sofort besteht auf Koh Samet keine Gefahr mehr für Urlauber.


Im vergangenen Juli mußte das südostasiatische Königreich wieder einmal eine Katastrophe verkraften. Durch ein Leck an einer Pipeline waren rund 50.000 Liter Rohöl in den Golf von Thailand geflossen. Innerhalb kurzer Zeit erreichte der Ölteppich die beliebte Urlaubsinsel Koh Samet in der Provinz Rayong und konnte trotz umgehender Säuberungsarbeiten nicht gestoppt werden. THAIZEIT BERICHTETE...
Bis Ende Oktober wurde Schwimmen wegen des hohen Verschmutzungsgrades und Verseuchung durch giftige Chemikalien und Schwermetalle in der Phrao Bucht und im Umfeld von weiteren 12 Stränden strengstens untersagt. Untersuchungen des Meerwassers hatten Werte von 2.1 bis zu 3.5 Mikrogramm Benzinkohlenwasserstoff pro Liter ergeben; maximal zulässig sind jedoch nur 1 Mikrogramm pro Liter. "Desweiteren wurden Sandproben am Ao Phrao Beach genommen, deren Säuregehalt und Sauerstoff nicht annähernd dem Normalzustand entsprechen", sagte seinerzeit Wichien Jungrungruang, Generaldirektor des Pollution Control Departments. Auch die Werte von Quecksilber, Arsen, Kadmium, Vanadium und anderen Metallen lagen massiv über den zulässigen Werten.

Erfolgreiche Säuberungsaktion

Am 28. Oktober 2013 teilte das Umweltministerium mit, dass die Folgen der Ölpest nunmehr keine Gefahr mehr für Urlauber darstellen. Aktuelle Untersuchen ergaben, dass die Strände rund um Ao Phrao erfolgreich gereinigt werden konnten und sich die Wasserqualität des Meeres deutlich verbessert habe. Öl- oder Schwermetallspuren sind kaum mehr vorhanden, und Koh Samet habe sich bereits Ende September vollständig von der Katastrophe erholt. "Es sind wieder Krabben und andere Meerestiere am Strand und im Wasser zu sehen", freute sich Chote Trachu, Sekretär des Umweltministers, "und auch die Korallenriffe wurden nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen, wie ursprünglich befürchtet". Allerdings werden die Auswirkungen der Ölpest auf das Ökosystem und dessen Regeneration für mindestens ein weiteres Jahr streng beobachtet. Hierzu sei ein Sanierungsplan aufgestellt worden, der die Qualität der Küsten und Strände rund um Koh Samat erheblich verbessern soll. Dieser wurde der Firma PTT Global Chemical - Verursacher des Unglücks - bereits vorgelegt. "Der Plan sieht unter anderem vor, ein künstliches Riff anzulegen, um Korallen, Fischen und Krebsen eine neue Heimat zu geben. Auch das Abwassersystem und -Management soll komplett überarbeitet werden", betonte Chote Trachu gegenüber Medienvertretern. 

800 Millionen Baht für die Rettung

Einen Grund, die Firma PTT Global Chemical wegen der Katastrophe zu verklagen, sei derzeit nicht gegeben, hieß es. Das Unternehmen habe bislang freiwillig über 800 Millionen Baht an Schadensersatz-Zahlungen geleistet, die Säuberungsaktion in vollem Umfang ermöglicht und weitere Zahlungen für den Sanierungsplan angekündigt. Man kann also darauf hoffen, dass Koh Samet in Kürze noch schöner in der Sonne daliegt, als jemals zuvor.

Nathalie Gütermann; Fotos: Nathalie Gütermann

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