Ölpest auf Koh Samet:

Das war einmal: Koh Samet strahlt in der Sonne. Im Juli 2013 kam es zur Ölpest; an den Stränden ist Schwimmen ab sofort untersagt.

Schwimmverbot in der Phrao Bay

Durch ein Leck an einer Pipeline waren im Juli 2013 rund 50.000 Liter Rohöl in den Golf von Thailand geflossen. Wie Thaizeit berichtete, erreichte der Ölteppich innerhalb kurzer Zeit die Ferieninsel Koh Samet in der Provinz Rayong und konnte trotz umgehender Säuberungsarbeiten nicht gestoppt werden. Aktuelles Update: nach den letzten Kontrollen ist mindestens bis Oktober Schwimmen untersagt.



Thailand muss wieder einmal ein Disaster verkraften. Dass es größere Einbrüche beim Tourismus geben würde, das war allen Beteiligten spätestens dann klar, als ein ekliger Ölfilm nicht nur das Meer rund um Rayong, sondern auch den Strand von Ao Phrao wie ein schwarzer Mantel bedeckte. Doch auch sonst hat die durch ein Leck in der PTT-Pipeline verursachte Umweltkatastrophe verheerende Folgen. Bislang war niemanden wirklich bewusst, wie hoch der Verschmutzungsgrad und wie gravierend die Folge für Mensch und Meeresgetier sein würde. Die Verantwortlichen hielten sich bedeckt; Rayongs Gouverneur aß demonstrativ angeblich "unbelastete " Meeresfrüchte vor laufenden Kameras; die Tourismus- und Reisebranche versuchte mit Bildern des "Clean-up" zu beruhigen. Hartnäckig wurde von allen Seiten kommuniziert: wir haben die Lage im Griff - schon bald ist alles wieder in Ordnung. 

Warnung vom Pollution Control Department 


Seit wenigen Tagen ist klar, dass gar nichts in Ordnung ist! Aktuelle Untersuchungen und Stichproben des Meerwassers an mehreren Stellen haben ergeben: vorherrschend ist eine starke Belastungen durch Schwermetalle, giftige Chemikalien und Benzinkohlenwasserstoffe, deren Werte bei 0.65, 2.1 und 3.5 Mikrogramm pro Liter liegen. Dies teilte die Umweltbehörde mit. Der maximal zulässige Grenzwert liegt bei 1 Mikrogramm pro Liter. Die Werte von Quecksilber, Arsen, Kadmium, Vanadium und anderen Metallen lagen weit über den zulässigen Werten - und dies an insgesamt 12 Stränden der Insel. "Desweiteren wurden Sandproben am Ao Prao Beach genommen, deren Säuregehalt und Sauerstoff nicht annähernd dem Normalzustand entsprechen", sagte Wichien Jungrungruang, Generaldirektor des Pollution Control Departments, und reagierte umgehend. 


Speziell an der Phrao Bucht, aber auch an anderen Stränden von Koh Samet, stehen ab sofort Warnschilder. Schwimmen ist streng verboten; jegliche Missachtung auf eigene Gefahr. Erst wenn die Küstenverschmutzung und Wasserverunreinigung behoben und die Schadstoffbekämpfung erfolgreich sei, würde er Entwarnung geben, betonte Khun Wichien. "Wann dies sein wird, weiß ich allerdings nicht. Allerdings - und das kann ich garantieren - werden unsere Beamten weiterhin zweimal pro Woche Proben des Wassers und des Bodens nehmen und die Öffentlichkeit darüber informieren."
Das Schwimmverbot gilt vorerst bis Oktober 2013. (NG)

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