Militär-Regierung greift durch:

Kampf gegen Touristen-Betrug und die Mafia: die Militärregierung in Thailand greift hart durch...

Schlag gegen Mafia-Gangs

Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha setzt seine "Säuberungs-Aktion" fort. Nach Auflösung diverser mafiöser Strukturen auf Phuket und in Pattaya, ist nun Bangkok an der Reihe. Vor allem im Visier: der Betrug an Touristen...


Bangkok, 6.11.2015

Seit dem Putsch und der Übernahme der Regierung durch die Armee im letzten Jahr, ist der Kampf gegen die Mafia in vollem Gange. Thailand soll wieder sicherer, und Ferien im Land des Lächelns zum Traumurlaub werden.

Wie Thaizeit berichtete, wurde der landesweite "Clean-up" bereits mit ersten Erfolgen durchgeführt - zum Beispiel im Schlag gegen die Taxi-Mafia. Mit neuen Regelungen und harten Strafen für Taxifahrer, die ohne Lizenz Fahrgäste beförderten (vor allem für Fahrten vom Flughafen), ging die Armee rigoros gegen illegale Praktiken in Bangkok vor. Zudem wurden neue Ticket-Automaten eingesetzt, um die Sicherheit für Besucher zu erhöhen. Kurz darauf folgte der "Todesstoss" gegen die Taxi-Mafia auf der Ferieninsel Phuket. 

"Es ist an der Zeit, das Treiben der Taxi- und Tuk-Tuk-Mafia zu unterbinden, damit Touristen wieder Vertrauen gewinnen", kommentierte General Prayut sein Vorgehen kurz nach der Machtübernahme. Nun geht es in Bangkok weiter. Am Dienstag, den 20. Oktober 2015, rief der Ministerpräsiden die Behörden zum Kampf gegen die Mafia und Touristenbetrüger in der der Hauptstadt auf.

Er setzte dem Verteidigungs- und Innenministerium sowie der Armee und Polizei eine Frist von 6 Monaten, um das Land endlich von "mafiösen Strukturen" und "einflussreichen Kräften" zu befreien. "Bis zum Frühjahr 2016 möchte ich Erfolge sehen", so lautete Prayuts Befehl während einer Kabinettssitzung. Im Klartext: Erwartet wird ein deutlichen Rückgang an organisierten Verbrechen, Kredithaien und Touristen-Betrug.

Touristen-"Scam" bald Vergangenheit?


Gesagt, getan! Geschäftsleute, Staatsbeamte, Polizisten, Militärs und Politiker werden ab sofort untersucht. Umgehend ging es auch mit Razzien an Bangkoks öffentlichen Plätzen los - vor allem im Dusit Viertel rund um den Königspalast. Verstärkung erhielt die Royal Thai Police von NCPO-Beamten (Nationaler Rat für Frieden und Ordnung).
Wie schlimm die Abzocke derzeit noch ist, darüber berichteten wir in unserem Thaizeit-Bericht: "Vorsicht Falle - Die größten Scams in Thailand".

Auf Befehl der Regierung wurde nun eine Anti-Mafia-Kommission ins Leben gerufen, um zunächst alle Informationen über die bestehenden Banden zu sammeln, erklärte Verteidigungsminister General Prawut. Geheimdienstmitarbeiter sind beauftragt, bundesweit zu arbeiten. Die Hilfe der Öffentlichkeit sei dabei erwünscht, denn sonst werde es schwierig, innerhalb von so kurzer Zeit alle Kriminaldelikte der Mafia zu unterbinden.

Clean-up beim Buddha


Am gestrigen Donnerstag, 5.11.2015, verhaftete die Polizei gleich 58 Verdächtige auf einen Schlag, die ein "deutliches Ärgernis für Touristen" darstellten. Und zwar an zwei Hauptattraktionen: dem Sanam Luang Park in der Nähe des Nationalmuseums, und am beliebten Tempel des Smaragd-Buddha, auch bekannt als Wat Phra Kaeo.

Dazu gehörten fünf unlizenzierte Touristenführer; 5 Scammer, die Touristen zu anderen Attraktionen locken wollten; 13 Taxifahrer, die Passagiere ablehnten; 35 Autofahrer, die ihre Fahrzeuge in Sperrgebieten parkten . Diese Verdächtigen wurden in die "10 verbotene Gruppen" eingereiht, zu denen auch Drogenhändler, illegale Einwanderer und länderübergreifende Kriminelle gehören, sagte der stellvertretende nationale Polizeigeneralinspekteur Leutnant Naret Nanthachot.

Fazit & wichtiger Tipp:


Die aktuelle Regierung möchte mit diesen "Crack Downs" die touristische Entwicklung in der Hauptstadt und auf den beliebten Ferieninseln wieder in die richtigen Bahnen lenken. Hoffen wir also, dass die "Touristenabzocke" bald vorbei ist. Doch solange sollten Sie auf Nummer sicher gehen, wenn Sie im Königreich Ferien machen! Vermeiden Sie unnötigen Frust oder Verlust.



Hier erklären wir Ihnen die 10 typischen Maschen der Einheimischen, um Touristen hereinzulegen.
In Englisch nennt man diese "scams"...
>>> Vorsicht Falle!
Die 10 größten Scams in Thailand
 
 
Nathalie Gütermann

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