Phuket:

Reise in die Tsunami-Gebiete

Eine Delegation von Vertretern aus Wirtschaft und Bildung aus der Hauptstadt bereiste Krabi, Phuket und Phang Na, um sich ein Bild von der Entwicklung in den Tsunami-Gebieten zu machen. Es wurden eigene Hilfsprojekte besucht und neue Kooperationen angeregt, THAIZEIT dokumentiert die Reise.


Hilfe für muslimisches Dorf


Die Weltbank hat das Gebäude errichtet, die Deutsche Botschaft hat die Nähmaschinen gespendet: In dem muslimischen Dorf Sala Prachakom auf der Insel Koh Lanta haben so etwa ein Dutzend Frauen einen neuen Arbeitsplatz bekommen. Offizielle Gemeindevertreter und Vertreter der Arbeiterinnen zeigten sich gegenüber THAIZEIT sehr dankbar. In dem Dorf wurde bereits im Dezember 2006 mit deutscher Hilfe ein Gemeindezentrum eröffnet. Die King Mongkut‘s University of Technology North Bangkok und die Fachhochschule Esslingen hatten das Gebäude gemeinsam errichtet.

Ein Kindergarten für Tsunami-Waisen


Der Tsunami am 26. Dezember 2004 war in Phang Na besonders verheerend. Neben all den anderen katastrophalen Folgen blieben viele Kinder als Waisen zurück. Die Fachhochschule Rosenheim bewies in dieser Situation eine besonders pragmatische Art der Hilfsbereitschaft: Nicht Geld, sondern ein Containerschiff mit Baumaterial schickten die Bayern, die auf Holzbau spezialisiert sind. Eine Mannschaft mit Studenten und Professoren flog hinterher, um aus den Einzelteilen einen funktionsfähigen Kindergarten zu bauen. Seit Ende 2006 ist die Einrichtung jetzt in Betrieb, 60 Kinder sind in dem 500 Quadratmeter großen und 150.000 Euro teuren Holzhaus in Ban Bang Muang (120 Kilometer nördlich von Phuket) untergebracht. Dass sich die Arbeit gelohnt hat, spüren wir am deutlichsten als wir den Kindern beim Spielen zuschauen.

Besuch bei Tsunami-Krankenhäusern

Mit dem Tsunami brach das Chaos über die Krankenhäuser ein. Tausende Verletzte waren dringend auf Hilfe angewiesen, verzweifelte Menschen suchten ihre Angehörigen, Tote mussten gelagert werden. In dieser unvorstellbaren Katastrophensituation bewies ein Mann Nervenstärke: Thaweesak Netwong, Arzt und Direktor des Patong Hospitals in Phuket. In einem eindrucksvollen Gespräch schilderte er uns anlässlich unseres Besuches seine Erlebnisse. In einer späteren Ausgabe werden wir ausführlich berichten. Ebenfalls beeindruckend waren die Leistungen der Belegschaft des Takuapa Hospitals in Phang Na. Das Krankenhaus, das nahe am Meer auf einem Hügel liegt, wurde nicht beschädigt, während der Tsunami in der Umgebung zuschlug. Viele Deutsche hielten sich in den Hotelanlagen auf, von den Überlebenden wurden viele im Takuapa Hospital versorgt. Bis heute gehen Spenden und Zuwendungen von dankbaren Tsunami-Opfern ein, denen hier das Leben gerettet wurde. Mitarbeiter des Krankenhauses baten die THAIZEIT, ihren Dank an alle deutschen Spender zu veröffentlichen. (mos)

Thaizeit

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