Strandurlaub in Thailand:

Kombiniert mi der Dentalhygiene

Dieses Jahr kombiniere ich das schönste und das schlimmste Ereignis des Jahres – den Urlaub in Thailand und den Gang zum Zahnarzt. Ein Erfahrungsbericht.


Dr. Methee Techapanit, Zahnarzt im Bangkok Hospital Dental Center, hat mir eben ein Tuch über die Augen gelegt. Der Aussicht beraubt schweife ich gedanklich ab und ich erinnere mich an mein letztes Zahnarzterlebnis: Zwei Tage vor der Abreise nach Thailand sitze ich mit meiner sechsjährigen Tochter Hannah in einem Behandlungszimmer der Schulzahnklinik.
Das arme Mädchen hat Tränen in den Augen und fürchterliche Angst. Oh – wie ich ihr doch nachfühlen kann. Zahnarztbesuche sind auch für mich ein Horror. Aber es muss sein. Das Loch, und dabei haben wir doch immer so gut die Zähne geputzt, muss geflickt werden.  „Ach du gehst nach Thailand“, sagt die Zahnärztin zur zitternden Hannah. „Ja dann erledigen wir das noch schnell, nicht dass du dort noch Zahnschmerzen bekommst“. Als Schutz gegen das grelle Licht der Lampe und gegen die möglichen Spritzer wird ihr eine Art getönte Schwimmbrille aufgesetzt. Ich muss schmunzeln, Hannah auch.

Behandlung auf Deutsch

Ich selber habe meinen jährlichen Besuch beim Zahnarzt abgesagt – das will ich diesmal in Thailand versuchen, man hört ja nur Gutes. Ganz wohl aber ist mir nicht dabei. Darum platziere ich im tröstenden Gespräch mit Hannah dann die Bemerkung, dass ich den schweren Gang zum Zahnarzt ja noch vor mir habe und in Thailand den Check mache. Die Zahnärztin räuspert sich nur, während sie Hannah auffordert zu spülen und bemerkt dann beiläufig: „Die haben gute Zahnärzte in Thailand, mit guter Ausbildung“ Mir fällt ein Stein vom Herzen. Mag sie über die Zahnarztflüchtigen denken, was sie will. Wenige Tage später entscheide ich mich für das Dental Center im Bangkok Hospital. Freunde waren da und haben es mir empfohlen. Ich überwinde die vor Zahnarztbesuchen langsam aufkommende Angst und rufe an, ob da morgen Montag noch was frei wäre für „check and clean“. „Eleven o‘ clock?“ fragt die Dame. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. „Yes“, sage ich nur. Fünf Minuten später rufe ich wieder an. Ob es denn auch möglich wäre die Behandlung auf Deutsch durchzuführen? „Morgen sind die deutschsprachigen Zahnärzte besetzt, aber wir können einen Übersetzer für Sie buchen“. „No no“, sage ich, „no need“ – ich wollte ja nur wissen...

Dunkle Erfahrung

Und da liege ich nun. Mit verdeckten Augen, denn als Schutz gegen die kleinen Spritzer wurde mir ein Tuch mit einem Loch in der Mitte, welches nur den Mundbereich freigibt, über den ganzen Kopf gelegt. „To protect from Water“, sagt Dr. Techapanit. Ein einzigartiger Service, denke ich, während ich im Dunkeln liege und an meine Tochter Hannah denken muss. Es gibt ja sowieso nichts zu sehen. Was ich aber fühle deckt sich mit den Erfahrungen von zu Hause. Reinigen, kontrollieren, polieren. Der Raum, in dem ich liege ist funktional, die Einrichtung einfach. Das wenige Behandlungsbesteck liegt bereit. „Das ist darum so“, erklärt mir Dr. Techapanit, „weil der Spezialisierungsgrad im Dental Center sehr hoch ist“. Zum Löcher flicken oder den Weisheitszahn müsste ich also zu einem Spezialisten mit dem entsprechenden Werkzeug. „Bitte nicht!“ rufe ich aus.  „We will check first“, schmunzelt Dr. Techapanit. Er versteht also doch Deutsch oder zumindest war meine Geste eindeutig genug. „X-Ray?“, will ich wissen. Nur bei Verdacht auf Karies. Die Zurückhaltung gefällt mir. „Finished“, sagt Dr. Techapanit, als er überall durch ist und mir das Tuch von den Augen nimmt. „And now X-Ray“. „Bitte nicht!“. sage ich. Er schmunzelt.

Ab zum Spezialisten

Geröntgt wird in einem eigenen Röntgenzimmer. Natürlich mit einem Spezialisten. Einmal links und einmal rechts und dann noch mit einem Gerät das aussieht als würde ich fortgebeamt. „Panoramic X-Ray“ nennt sich das. Zurück bei Dr. Techapanit setze ich mich nicht mehr auf den Behandlungsstuhl, sondern zusammen mit ihm an den Schreibtisch. Er verdächtigt Karies rechts oben. Ich sage ihm nicht, dass ich von der Problemzone schon weiß. Nur mit Müh‘ und Not konnte ich vor einem Jahr meinem Schweizer Zahnarzt klar machen, dass der winzige Schatten auf dem Röntgenfilm noch keine Füllung brauche. Dies nachdem er mir nach Jahren ohne Probleme plötzlich drei Füllungen hintereinander verpasst hatte. Wohl werden nicht nur die kleinen Schatten Grund für seinen „Füllungshunger“ gewesen sein. Ich bin gespannt auf Dr. Techapanits Zweitmeinung. „Here we go“, die Röntgenbilder erscheinen auf dem Bildschirm. Die Spannung steigt. Wir gehen alle Zähne der Reihe nach durch, etwas was mein Schweizer Zahnarzt partout immer nur alleine machen wollte. „Wenn Sie weiterhin gut Zähne putzen und mit Zahnseide die Zwischenräume säubern, dann lasse ich Sie so gehen“. Also doch! Ich fühle mich bestätigt.

Gut geputzt und doppelt gespart

Erleichtert verabschiede ich mich. Von all der modernen Medizinaltechnik, die es hier geben soll, habe ich nichts mitbekommen, abgesehen vom Röntgenmonster. Zum Glück. Am Desk werden mir die Röntgenbilder ausgehändigt. Die 2200 Baht, also rund 45 Euro, zahle ich mit Kreditkarte. Finanziell hat sich das nun also gelohnt. Und sonst? Ich bin mir nicht so sicher. Der Gang zum Zahnarzt ist und bleibt unangenehm. Und vielleicht werde ich es in Zukunft schätzen, diesen in der gewohnten Umgebung, immer beim gleichen Zahnarzt hinter mich zu bringen. Und: soll der Urlaub nicht einfach Urlaub bleiben? Ich muss Hannah enttäuschen: „Nein, es hat keine lustige Zeichnung an der Decke über dem Behandlungsstuhl gehangen“. „Aber was gab es denn sonst dort?“, fragt sie irritiert. „Ich weiß es nicht. Ich habe ja nichts gesehen. Aber weißt du was? Nächstes mal fahren wir doch gemeinsam zur Behandlung. Hier ins Bangkok Hospital. Und mit dem gesparten Geld...“ „kaufst du mir“, so fällt sie mir ins Wort, „ein Rieseneis am Strand!“ – Den Zahnarzt wird es freuen, egal ob in Thailand oder in der Schweiz.

Thomas Grenacher


Bangkok Hospital Notfall Telefon: +66 (0) 2 310 3000   Kontaktperson Ralf Krewer International Marketing Manager Telefon: +66 (0) 2 755 1696 oder: 17 19 (nur in Thailand) E-Mail: ralfk@bangkokhospital.com Website: www.bangkokhospital.com  Das Bangkok Hospital Medical Center besteht aus: • Bangkok General Hospital • Bangkok Heart Hospital • Bangkok Wattanasot Hospital (spezialisiert auf Krebsbehandlung und Diagnostik) • Bangkok International Hospital (fuer alle ausländische Patienten) • Bangkok Rehabilitation Center (Reha) • Bangkok Dental Building (für Zahnbehandlungen aller Art) Tel. +66 (0) 2 310 3336, +66 (0) 2 755 1335

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