Thailands Staatsbesitz oder Prinzeneigentum?

Frage um Flieger "steht in den Sternen"

Wem die Boeing gehört, mit der Thailands Kronprinz im Juli in München gelandet ist, wird die Öffentlichkeit vielleicht nie erfahren. "Ob die Eigentumsfrage an dem Flugzeug noch zu klären sein wird, steht derzeit in den Sternen", antwortet Christoph Fellner, der Sprecher des zuständigen Landgericht Landshut, auf eine Anfrage von thaizeit.de.


Vor dem Gericht in Bayern war kurz nach der Beschlagnahmung der Maschine ein Verfahren darüber angestrengt worden, wer Eigentümer der Boeing ist.
Die thailändische Regierung wollte beweisen, dass das Flugzeug Kronprinz Maha Vajiralongkorn gehört und deshalb nicht gepfändet werden darf. Werner Schneider, Insolvenzverwalter der ehemaligen Walter Bau, wollte mit der Beschlagnahmung Druck im Schuldenstreit mit Thailand ausüben.
Nachdem Thailand eine Kaution von 38 Millionen Euro hinterlegt hat, bekam der Flieger zwar wieder eine Starterlaubnis – aber der Besitzer steht immer noch nicht fest.
Dabei wäre es doch interessant zu wissen, wer die Wahrheit sagt und wer nicht.
"Der Fall ist noch nicht zu den Akten gelegt worden", hat Gerichtssprecher Christoph Fellner auf eine E-Mail von thaizeit.de geantwortet.
Auch die Frage, wer die Kosten für die bisherigen Untersuchungen der Justiz trägt, sei noch offen.
Vor einem Gericht in Berlin lässt Thailand derzeit noch die Frage prüfen, ob gegen die Forderungen des Insolvenzverwalters Einspruch erhoben werden kann. 
thaizeit

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