Thailands Städte werden intelligent:

Chiang Mai wird auf Initiative von Thailands Regierung die erste thailändische "Smart City". Weitere 6 Städte sollen dem Pilotprojekt folgen. Foto: die Nimmanhaemin Road in Chiang Mai von Nathalie Gütermann

7 "Smart Cities" geplant

Eine Priorität von Thailands Regierung ist der bundesweite Ausbau von bestehenden Städten in "Smart Cities" bis zum Jahr 2022. Als Pilotprojekt fungiert die Nimmanhaemin Road in Chiang Mai.


Bangkok, 27. Juni 2019

Im März 2019 fand die von der "Digital Economy Promotion Agency" organisierte "Smart City Thailand" Takeoff-Veranstaltung statt. Das Event wurde von ACM Prajin Juntong, dem stellvertretenden Ministerpräsident und Vorsitzenden des Ausschusses Asean Smart Cities Network (ASCN), geleitet. "Das wichtigste Anliegen der Regierung und der diversen Stadtverwaltungen im Jahre 2019 ist es, die Lebensqualität der Bevölkerung durch modernes Design, intelligente digitale Technologie und eine verbesserte Luftqualität nachhaltig zu verbessern", betonte er.

Die Sektoren umfassen Smart Economy, Smart Mobility, Smart Energy, Smart Living, Smart People, Smart Governance und Smart Environment.

Was heißt "Smart City"?


Laut Definition ist "Smart City" ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte grüner, effizienter, technologisch fortschrittlicher, wirtschaftlich und sozial interessant zu gestalten. Diese Konzepte beinhalten Innovationen in den Bereichen Umwelt, Energie, Mobilität, Stadtplanung, Verwaltung und Kommunikation, die miteinander vernetzt werden.

Das dies nicht nur leer Worte sind, zeigte sich in zahlreichen Meetings, die seither in Thailand abgehalten wurden. Am 7. Juni folgte eine Konferenz über intelligente und nachhaltige Städte, an der Vertreter der Regierung und der privaten Wirtschaft, externe Interessengruppen und die breite Öffentlichkeit teilnahmen (Foto links).
Bei Podiumsdiskussionen wurden sämtliche Bereiche zum Thema Energieeffizienz, Umwelt- und Ressourcenschonung und wirtschaftliche Attraktivität für Bürger und Touristen besprochen sowie Lösungsvorschläge unterbreitet, wie man den Wandel vom "Ist-Zustand" in eine Smart City in die Praxis umsetzen kann.

Chiang Mai wird Thailands erste "Smart City"


Die beliebte Nimmanhaemin Road in Chiang Mai wurde als erster Standort für das Pilotprojekt ausgewählt, und hierfür wurde von der Regierung ein Budget von rund 350 Millionen Thai Baht frei gegeben.
Vieles hat sich in diesem Viertel in den letzten beiden Jahren getan. So wurde zum Beispiel eine touristisch sehr attraktive Mall in eine Grünfläche integriert, die den Thailändern ermöglicht, auf einem Fleck ihre Handwerkskunst und Handarbeiten zu verkaufen. Und dies zu durchaus günstigen Preisen (Foto rechts).
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Auch auf grüne Mobilität wird höchsten Wert gelegt.

So sollen rund 450 "alte" LPG Tuk Tuks noch innerhalb diesen Jahres durch elektrische Tuk Tuks ersetzt werden. Hierfür gründete der Transportdienst "GRAB Südostasien" letzten Monat ein Dokument, um das "Chiang Mai Smart Mobility Alliance Network" zu gründen.
Die öffentlich-private Partnerschaft zielt darauf ab, den Einsatz von Privatfahrzeugen in Chiang Mai in fünf Jahren um 35 Prozent zu reduzieren und so zu einer weniger verschmutzten, weniger überlasteten Stadt beizutragen.
Gleichzeitig sparen die Fahrer rund 80% der Kraftstoff-Kosten ein. Dies alles steht im Einklang mit den Entwicklungsplänen der Provincial Electricity Authority, um eine "sauberere, sicherere und effizientere Mobilitätslösung" zu schaffen.
Ganz aktuell hat "Grab SEA" Anfang Juni den ersten "GrabTukTuk Electric" auf den Markt gebracht (Foto links).
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Weitere Maßnahmen der Stadtverwaltung


Bis zum kommenden Jahr sollen zudem Telefon- und andere Versorgungskabel unterirdisch verlegt, Wasserleitung erneuert und Gehwege ausgebessert werden. Die Bauarbeiten werden am 1. Oktober 2019 beginnen, und zwar zunächst auf dem Campus der Universität Chiang Mai und entlang der Nimmanahaemin Road (kurz: Nimman Road). Zudem werden in der gesamten Stadt neue CCT-Kameras installiert, um die Sicherheit der Bevölkerung und Touristen zu gewährleisten. Die Kosten für dieses Projekt werden auf rund 350 Millionen Baht geschätzt.

Und Khun Supachai Iamsuwan, der Gouverneur der Provinz Chiang Mai, ergänzte: "Die nördliche Provinz ist auf dem besten Weg, weitere öffentliche Einrichtungen zu entwickeln, die vor allem den Kultur-Tourismus fördern und die Lebensqualität nach dem Smart City-Modell verbessern. Wir freuen uns jetzt schon auf die Verbesserung und Verschönerung der Stadtlandschaft."

Zukunftsplanung für weitere Provinzen


Chiang Mai ist eine der ersten 7 Städte, die in Thailand zu ""intelligenten Cities" werden sollen. Der Transformationsprozess betrifft stets 10 Zonen in den ausgewählten Provinzen. Zu den weiteren Städten gehören Bangkok, Phuket, Khon Kaen, Chon Buri, Rayong und Chachoengsao.

Das langfristige Ziel der Regierung (sollten die Pilotprojekte erfolgreich sein): die Entwicklung von weiteren 30 Smart-City-Zonen in 24 Provinzen. (NG)

>>> Tolle Erlebnisse in der Nimman Road von Chiang Mai

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