Thailand-Urlaub nach Anschlag:

Reisen oder Stornieren?

Nach den Doppel-Anschlägen in der Hauptstadt Bangkok sind viele Südostasien-Fans verunsichert. Kann man trotz allem seine Ferien ins "Land der Turbulenzen" buchen? Und was passiert, wenn man storniert?

Regierung, Reiseveranstalter und TAT sagen "ja"...! Das Team von Thaizeit auch. Wie wir schon in unserem letzten Bericht über die Sicherheitshinweise erwähnten, sollte man sich nach den Anschlägen selbstverständlich umsichtig verhalten und größere Menschenansammlungen, öffentliche Plätze und sehr belebte Straßen in Bangkok wenn möglich meiden. 

Das Auswärtige Amt hatte nach der Bombenexplosion am Montagabend, bei der 20 Menschen ihr Leben verloren und über 120 Personen verletzt wurden, zwar die Reise-Hinweise auf seiner Webseite aktualisiert, nicht aber von Reisen nach Thailand explizit abgeraten. Deshalb gelten die üblichen Reisebedingungen. 

Auch nach den Explosionen fehle die rechtliche Grundlage für kostenlose Stornierungen - so eine TUI-Sprecherin. 

Keine Reisewarnung

Fakt ist: Solange das Auswärtige Amt keine Reisewarnung ausspricht, können Reisen keinesfalls kostenlos storniert werden. Ein vorzeitig Abbruch wird von Reiseversicherungen ebenfalls nicht erstattet. Auch Reise-Jurist Paul Degott aus Hannover sieht keinen Hinweis darauf, "dass Gästen nun wegen höherer Gewalt ein Kündigungsgrund zugestanden werden dürfte" (Quelle: Welt.de)

Sicherheits-Massnahmen im ganzen Land

Nach dem Militärputsch im Mai vergangenen Jahres hatte sich die Sicherheitslage in ganz Thailand deutlich stabilisiert, und das öffentliche Leben verläuft seither weitgehend normal. Nach dem blutigen Anschlag am 17. August laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren, erste Verdächtige wurden verhört, und es ist wohl sicherer als je zuvor. 

Dazu teilte die  thailändische Touristenbehörde TAT heute mit: "In der ganzen Stadt sind Patrouillen unterwegs, um die Sicherheit der Einheimischen und Besucher zu gewährleisten."

An Flughäfen muss man derzeit aus Sicherheitsgründen mit längeren Wartezeiten rechnen. Ferieninseln und Küstenregionen gelten als kaum gefährdet, nachdem die Ermittler keine Verbindung zu internationalen Terroristen herstellen konnten. Man gehe von einem anderen "Netzwerk" aus, hieß es.   

Hochsaison naht

Ab 1. November beginnt die Hauptreisezeit. Wenn nicht weitere Anschläge verübt werden - was nach der "Alarmstufe Rot" im Land und dem Einsatz von einer Hunderschaft Sicherheitskräfte derzeit von Armee und Regierung eher nicht mehr erwartet wird - lautet das Motto in Thailand wie immer: "Business as usual". 

Das war nach dem Putsch so, und es wird wohl auch diesmal so sein.

Besonders dankbar jedenfalls ist Thailand über die überwältigenden Solidarität der Welt. Millionen von Menschen - darunter auch unsere Thaizeit-Leser - beteuerten auf sozialen Netzwerken, sie würden ihrem Lieblingsland weiterhin "die Stange halten", und Gewalt und Terror keine Chance geben. 


Botschaft der Thais an die Welt

"Please show your support for Thai people. Together we are stronger. Together we can show the bombers that we're not afraid", bitten die Thais.

"Zeigt bitte auch weiterhin Eure Unterstützung für uns. Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam können wir den Bombenlegern zeigen, dass wir vor ihnen keine Angst haben!" 

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