Bangkok-Bombe Update:

Der mutmassliche Bombenleger von Bangkok ist womöglich gefasst. Der Mann, der dem Phantombild und den Bildern auf der Überwachungskamera "frappierend ähnelt", ist nahe der kambodschanischen Grenze am 1.9.2015 geschnappt worden. Foto: Royal Thai Police

Mutmasslicher Bomber gefasst ?

Ist der tatsächliche "Bangkok-Bomber" verhaftet worden? Oder gehört der Mann, der letzte Woche geschnappt wurde, zu den Hintermännern des BKK-Anschlags? Erst DNA-Proben werden beweisen, wer wirklich involviert war! Verfolgen Sie auch unsere "Updates" auf dieser Seite!


Bangkok // Update, 7.9.2015

Es ist wie in einem Thriller. Und wie im Film gibt's gute und schlechte News. Die schlechte zuerst: Die Suche nach dem Bangkok-Bombenleger im gelben T-Shirt geht weiter! Der mutmassliche türkisch-uigurische "Täter", Adem Karadag, der letzte Woche in seiner Wohnung verhaftet wurde, hat laut Aussagen der Polizei wohl mit dem Attentat nur indirekt zu tun - nämlich als möglicher Handlanger und "Bomben-Bastler". In dessen Wohnung in Nong Chok wurde nach einer Razzia umfassendes Material zur Herstellung von Sprengstoff gefunden. Thaizeit berichtete...

Nach den aktuellen DNS-Untersuchungen war es jedoch NICHT Kardadag, der den schwarzen Rucksack mit der Bombe vor dem Erawan-Schrein ablegte. Auch nicht Yusufu Mieraili, der an der Kambodschanische Grenze geschnappt wurde. Alledings gab Adem Karadag wohl am vergangenen Freitag zu Protokoll, dass ein (untergetauchter) Mitbewohner von ihm der gesuchte "Bomber" sei - das wäre zumindest ein "heißer Tipp" für die Polizei. Nähere Angaben dazu wurden zunächst nicht gemacht.
Insgesamt 10 Haftbefehle wurden seit letzter Woche ausgestellt; allerdings konnten nur 3 Personen bislang geschnappt werden. Thaizeit wird unsere Leser über die weiteren Entwicklungen auf dem laufenden halten! 


Bangkok, 2.9.2015

Dieser Mann (Foto unten) wurde verhaftet! Laut Regierungschef Prayut Chan o-cha habe er "große Ähnlichkeit" mit dem gesuchten Täter auf den Überwachungskamera-Aufnahmen und dem Fahndungsbild, das von der "Royal Thai Police" direkt nach dem Bombenanschlag am heiligen Erawan Schrein veröffentlicht wurde. "Er ist ein Ausländer", sagte Prayut. Er sei am 1. September 2015 in der Grenzprovinz Sao Kaeo geschnappt worden. Derzeit wird der Tatverdächtige ein einem Militär Camp befragt.

Wie die Polizei auf einer Pressekonferenz mitteilte, spricht der 26-jährige Mann türkisch und war im Besitz eines türkischen und chinesischen Reisepasses. Beide waren jedoch gefälscht, wie viele weiteren Dokumente. Das online-Portal Khaosod veröffentlichte soeben ein Foto seiner ID-Karte, ausgestellt auf den Namen Yusufu Mieraili, Geburtsurt: Xinjiang (bekannt als ein "Zentrum der Uigureen").

Unterdessen wurden Fingerabdrücke des Verdächtigen an jenem Bombenmaterial gefunden, das vor zwei Tagen in einem unbewohnten Apartment in Nong Chok sichergestellt wurde. In welchem Verhältnis der mutmaßliche "Bombenleger" zum "Bombenbastler" steht, der bei einer Razzia in einem Wohnhaus verhaftet worden war, wurde bislang nicht geklärt.

7 Personen im Visier


Polizeisprecher Prawuth Thavornsiri gab bekannt, dass unterdessen zwei weitere Personen in Verwahrsam genommen wurden. Er spricht von insgesamt 7 Verdächtigen, die mit dem Bombenanschlag in Bangkoks Innenstadt am 17. August 2015 etwas zu tun haben könnten, bei dem 20 Menschen ihr Leben verloren. Rechts auf dem Foto der Vergleich des Verhafteten mit dem Fahndungsbild und seinem Passfoto. Ein Haftbefehl wurde zudem auf eine Thailänderin ausgestellt, die sich angeblich seit 3 Monaten in der Türkei aufhält und dort mit einem Türken verheiratet sei. Seit in ihrer Mietwohnung in Bangkok Material zur Bombenherstellung sichergestellt wurde, ist sie untergetaucht. Thaizeit berichtete...
Dringend gesucht wird ausserdem dieser Mann, der auch zur Gruppe der Drahtzieher oder Attentäter gehören soll. (Foto unten links)

Wer steckt dahinter?


Vermutungen kursieren nun, es könne sich um einen Racheakt von uighurisch-türkischen Muslimen handeln, den sogenannten "Grauen Wölfen". Dies sei eine ultrarechte, extrem gewalttätige Gruppe. (Quelle: Sicherheitsexperte Anthony Davis/IHS-Janes). Vor einem Jahr hatte Thailand rund 100 illegal eingereiste Personen zurück in ihr Heimatland China geschickt, in dem sie allerdings verfolgt und unterdrückt werden. Thailands Entscheidung hatte in der Türkei große Empörung ausgelöst und zu Tumulten vor der thailändischen Botschaft in Istanbul geführt. Aus Protest gegen die Deportation der Uiguren wurde das Konsulat seinerzeit gestürmt und zertrümmert.

Der Anschlag am Erawan-Schrein, dem am nächsten Tag eine Bombenexplosion nahe dem Chao-Phraya-Fluss folgte, war der schwerste in der Geschichte Bangkoks. Die thailändische Polizei warnt allerdings vor Spekulationen und gibt sich diplomatisch.
"Solange nicht alle Identitäten und Indizien überprüft worden sind, kann man keine Behauptungen aufstellen, dass Uiguren und/oder Türken für das Attentat verantwortlich sind". (NG)

Was in den letzten Tagen geschah...

>>> Weiteres Bombenmaterial gefunden


Quellen:

KhaoSod / Polizei / NCFP und Pol.Lt.Gen.Dr.Prawut (@Dr_Prawut) _ Twitter

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