Horror-Virus Ebola:

Wie sicher ist Thailand?

Dieses Thema geht nicht nur Bewohner, sondern auch Urlauber an, und wer es verharmlost, ist nicht informiert! Mitte August 2014 rief die WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aus, denn die Sorge vor einer weltweiten Epidemie ist nicht unbegründet. Ein Update zur Lage im Königreich.


Bangkok, 9.9.2014
Wichtig zu wissen: Das Virus ist nicht im Land ausgebrochen, aber die Frage bleibt: Wie schützt sich ein Land vor der Einreise von Infizierten oder gar Kranken? Erst vor wenigen Wochen, Ende August 2014, ist der erste Ebola-Patient in Hamburg eingetroffen, kurz darauf gab es Meldungen eines Ebola-Verdachtes in Berlin und Belgien.
THAIZEIT wollte wissen: wie sieht es in Thailand mit Vorsorge aus? Denn das Virus, das hohes Fieber und innere Blutungen auslöst, ist hochansteckend. Derzeit gibt es weder eine international zugelassene Impfung noch ein Heilmittel.

Das Ebolafieber verläuft nach bisherigem Wissensstand in 50 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich. Die Weltgesundheitsorganistion hat die Ebola-Epidemie am 8. August 2014 als internationalen Gesundheitsnotfall eingestuft und schlägt Alarm. Alle Staaten seien verpflichtet und dringend aufgerufen, stärker an der Eindämmung der Seuche in Westafrika, und an ihrer Ausbreitung ausserhalb des Kontinents mitzuwirken: mit
Sonder-Isolierstationen, Schutzkleidung gegen Seuchen, Geld, Medikamenten, medizinischen Einrichtungen und gut ausgebildeten Fachkräften.

Thailand ist gut vorbereitet  

Das Risiko einer Ebola-Epidemie ist laut Experten in Thailand sehr gering.

"Wir halten uns jedoch für Notfälle bereit und haben bereits alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, sollte jemand aus Westafrika in Thailand eintreffen", sagte Dr. Opas Kankavinpong, Chef der Seuchen-Kontrolle in Thailand. 

Prävention an Flughäfen

Die Sicherheitsvorkehrungen - speziell an Flughäfen - sind in der ganzen Welt enorm hoch, auch im südostasiatischen Königreich. Der Flughafenbetreiber AoT (Airports of Thailand) hat aktuell fest zugesichert, dass alle Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung einer Ebola-Epidemie an allen von der AoT betriebenen Flughäfen den internationalen Standards von Sicherheitsmaßnahmen gegen terroristische Anschläge und Naturkatastrophen entsprechen.

"Ebola-Checkpoints" eingerichtet

Die AoT hat alle Maßnahmen mit zuständigen Behörden des thailändischem Gesundheitsministerium koordiniert, indem sie "Ebola-Checkpoints" and Bangkoks Suvarnabhumi Airport errichtet hat, um "verdächtige" internationale Passagiere aus Risikoländern gelegt wird.

Geräte aus Deutschland

Inzwischen hat das thailändische Gesundheitsministerium medizinische Ausrüstungen aus Deutschland und China gekauft, um damit potentielle Ebolafälle in Thailand zu erkennen. Dr. Apichai Mongkol, Leiter der Abteilung Medizinwissenschaften, erklärt, dass Thailands „Ebola Detection Kit“ mit notwendigen Medikamenten und Equiptment ausgestattet ist. Damit kann man bis zu 100 Tests durchführen. Das Ergebnis eines solchen Tests erhält man innerhalb von fünf bis acht Stunden mit einer Genauigkeitsrate von 90%. Auch werden derzeit Labore von Sicherheits-Stufe 2 und 3 auf den "Bio-Safety Level 4" aufgerüstet.

Ein Verdachstfall; Tests negativ  

Seit Juni kamen 483 Fluggäste aus Guinea, Sierra Leone und Liberia im Flughafen in Thailand an - allesamt ohne jeglichen Symptome. Am 2. September wurde erstmals ein Ebola-Verdachtsfall vom thailändischen Gesundheitsministerium bekanntgegeben. Die aus Guinea stammende Frau kam am Ende August in Thailand an und wurde aufgrund von hohem Fieber, Halsschmerzen und Erbrechen in ein Krankenhaus eingeliefert und wegen Ebolaverdachts sofort insoliert. Lezten Aussagen zufolge handelte es sich jedoch letztendlich "nur" um Malaria.
FAZIT: Seit Ausbruch der Ebola-Epidemie und den internationalen, eindringlichen WHO-Warnungen wurden an Thailands internationalen Flughäfen bislang 1,099 durchleuchtet. Zum Glück waren alle Tests bislang negativ.
>>> Mehr Bilder... Lesen Sie auch unseren THAIZEIT-RATGEBER "GESUNDHEIT"

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