Traumland Thailand:

Wegen Anschlägen und Unruhen: Bitte den tiefen Süden an der Grenze zu Malaysia meiden. Foto: Narathiwat Provinz, Wikipedia

Nur den tiefen Süden meiden!

Das Königreich ist übersät mit wunderschönen Plätzen, zum Urlaub machen. Ein Fleckchen Erde sollte man allerdings meiden. Das ist schon lange bekannt, aber zur Zeit besonders aktuell. Selbst das Auswärtige Amt hat eine Warnung publiziert.


Der Süden von Thailand, insbesondere die Strand-Destination Phuket mit ihren umliegenden Inseln, gehört zum Ferienziel Nummer 1. Doch von dort geht's noch viel weiter in Richtung Malaysia, und viele Individual-Reisende meinen, in dieser Gegend - und auf eigene Faust - möglicherweise noch unberührte, schöne Ecken zu entdecken.

Das sollten Sie allerdings tunlichst vermeiden, und auch die deutsche Botschaft in Bangkok weist ausdrücklich darauf hin:



  • "Von Reisen in die Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla im Süden Thailands wird dringend abgeraten".


Seit Jahren bekannt:


"In den Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Separatistengruppen und Sicherheitskräften sowie zu terroristischen Anschlägen, auch auf von Ausländern frequentierte Ziele", meldet die deutsche Botschaft. "Dort gelten Notstandsgesetze. In einzelnen Distrikten, insbesondere an der Grenze zu Malaysia, kann es auch kurzfristig zur Verhängung von nächtlichen Ausgangssperren kommen.

Die Meinungsfreiheit ist eingeschränkt. Kritik an der Regierung, am Königshaus oder an Gegebenheiten des Landes kann strafrechtlich relevant werden, insbesondere, wenn sie unter Nutzung elektronischer Medien geäußert wird. Seien Sie sich in diesem Zusammenhang auch des streng angewendeten Majestätsbeleidigungsgesetzes in Thailand bewusst". Empfohlen wird:

- Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte, bei unvermeidbaren Aufenthalten in den Südprovinzen auch im Fall von nächtlichen Ausgangssperren.

November 2019:
15 Tote bei Anschlag im tiefen Süden


"Die mehrheitlich von Muslimen bewohnte Provinz Yala wird von einem der schwersten Anschläge seit Jahren erschüttert. Die Handschrift der Täter deutet auf Separatisten hin", schrieben auch in Deutschland alle Tageszeitungen* nach den Meldungen von Presseagenturen am 6. November 2019.
 "Bei dem Angriff auf den Wachtposten in der Provinz Yala wurden mindestens 15 Menschen getötet.
Wie die "Bangkok Post" berichtete, handelt es sich um Separatisten, die schon seit Jahren in der Grenzregion zu Malaysia aktiv sind.

Anders als im Rest des Landes, wo überwiegend Buddhisten leben, wird die Region mehrheitlich von Muslimen bewohnt.
Seit dem Jahr 2004 sind in den drei Provinzen Yala, Pattani und Narathiwat rund 7000 Menschen im Zuge des Konflikts ums Leben gekommen".
Die Unruhen haben unter anderem mit politischen Konflikten zu tun. Friedensverhandlungen unter malaysischer Vermittlung haben weiterhin oberste Priorität für Thailands Regierung.

*Irreführende Berichterstattung der Medien


Ärgerlich nur bei einer derartigen Bericht-Erstattung - und das kritisiert das Team von Thaizeit.de: die Überschrift der Medien, insbesondere auch in Deutschland, ist bei einer Wortwahl wie "Neue Anschläge in Thailand" (oder ähnlich) absolut irreführend, denn wie auch in unserem Thaizeit-Bericht deutlich betont, beziehen sich diese Unruhen ausschließlich auf die Süd-Provinzen bei Malaysia.
  • Fazit: Also bitte grundsätzlich bei der Ferienplanung diese Regionen Songkhla, Yala, Pattani und Narathiwat meiden! Ansonsten bleibt Thailand das absolute Traumland für einen wunderbaren Urlaub. (NG)

Lesen Sie auch diesen interessanten Bericht von Thaizeit.de

>>> Ist das wirklich Thailand? 10 magische Plätze

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