Typisch Thai - Ehrerbietung:

Für die Thailänder gehören religiöse Bräuche zum täglichen Leben. Dazu gehören auch Geldspenden an Tempel und die Essens- & Geschenke-Gabe an Mönche. Hier: Ein Almosenkorb, wunderbar hergerichtet im Tamarind Village Resort, Chiang Mai.

Mönchsspeisung & Tempelspenden

Für die Thailänder gehören religiöse Bräuche zum täglichen Leben. Dazu zählt auch die Essens-Gabe an Mönche, Geldspenden an Tempel und das Anhören von Rezitationen der Sutras. Das hat einen wichtigen, tieferen Grund...


Im Buddhismus ist das Wort "Tham Bun" ein fester Begriff. "Tham" bedeutet so viel wie "Tun, Geben", das Wort "Bun" wird im Englischen als "Merit" übersetzt, auf Deutsch heißt es "Verdienst". Es geht also um den Erwerb religöser Verdienste indem man  "Gutes tut" - vor allem für die heiligen Männer im orangefarbenen Gewand. 


Der tiefere Sinn dahinter ist nicht nur die Mönchsgabe an sich, um etwa sein Gewissen zu beruhigen. Vielmehr werden durch die Lehre des "Tham Bun" die Menschen aus allen Lebensbereichen dazu angehalten, die eigene Selbstsucht, Überheblichkeit und Ich-Bezogenheit zu überwinden, zum Beispiel durch: Tugendhaftes Leben, Meditation, Hilfsbereitschaft, Eigene Verdienste anderen widmen, Sich erfreuen an den Verdiensten anderer, Anhören von Dhamma-Vorträgen, Verbreitung des Dhamma, und eben der Ehrerbietung durch "Geben".

Wie wichtig die Mönchsspeisung und Abgabe von Almosen für die Thais sind, zeigt sich vor allem bei freudigen oder traurigen Familienereignissen. Dann stehen die Mönche besonders im Mittelpunkt.
Und so gehen Familien bei Geburten, Hochzeiten oder Todesfällen grundsätzlich in den Tempel, um gemeinsam zu feiern oder zu trauern.
In ganz Asien kommen die buddhisischen Mönche auch oft zu Hausfeiern und beten gemeinsam mit den Gläubigen, segnen die Anwesenden und das Haus der Familie. Im Gegenzug erhalten sie Essen und Geschenke. Quellen: Thaizeit.de / Wikipedia

Als Thailand-Besucher Gutes tun...


Die meisten Mönche in Thailand sind Bettelmönche. Auch für sie gehören zu den täglichen vier Handlungen: Almosensammeln (dies ist Pflicht!), Meditation, Beten und das Studium von Buddhas Lehren.
Kommen Sie vor der Mittagszeit in den Tempel, wenn Sie die Mönche "erleben" wollen. Bringen Sie bitte unbedingt eine Gabe mit, man wird es Ihnen danken und Ihnen "gutes Karma" wünschen. Bei großen Tempeln kann man die gelben oder roten "Almosen-Eimer" außerhalb des Tempels kaufen (Foto rechts)  - zum Beispiel im Wat Chalong auf Phuket, oder beim Big Buddha Tempel auf Koh Samui.

WICHTIG: Bedanken SIE sich bei der Übergabe mit einem Wai. In Thailand gilt der Dank dem Mönch, der Ihre Gaben gnädig annimmt (umgekehrt muss er das übrigens nicht tun!). Auch darf ein Mönch niemals von einer Frau berührt werden. Wäre dies der Fall, müsste er sich einer Reinigungszeremonie unterziehen. 

Hier erfahren Sie alles über die Regeln in einem "Wat"...

10 goldene Tempel-Gebote für Touristen 




Und hier wird die Mönchsspeisung besonders zelebriert:
Weltberühmtes Ritual in Thailands Nachbarland
Nathalie Gütermann

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