Vorsorge "Coronavirus Thailand":

Wie bereitet sich Thailand auf den schlimmsten Fall vor, falls sich das Corona-Virus zu einer Pandemie ausweiten würde? Foto/cc: spaztacular. Im Text: BenTaylor

Massnahmen im Pandemie-Fall!

Der Ausbruch der China-Krankheit hält sich im Königreich bislang in Grenzen. Doch wie würde Thailand im schlimmsten Fall reagieren, um eine rapide Ausbreitung zu verhindern? Dazu meldete sich nun Thailands Premierminister Prayut Chan-o-cha zu Wort und beruhigte Thais und Touristen.


Wie das Newsportal "Thai Visa" meldete, machen sich die Regierung und das Gesundheitsministerium schon seit 2 Monaten konkrete Gedanken darüber, was passieren würde, wenn die gefährliche Lungenkrankheit nicht eingedämmt werden kann.

Unter dem Titel "Here's how Thailand would respond to a 'worst case' coronavirus scenario" werden alle Maßnahmen aufgezählt, die der Vorsorge dienen sollen und die Frage beantwortet: Wie würde Thailand bei einem "Worst-Case-Szenario" damit umgehen und ist das Land im Falle einer Pandemie überhaupt darauf vorbereitet? Das interessiert natürlich nicht nur die Einheimischen, sondern auch die Besucher des Landes.

Die gute Nachricht vorweg, die jeder Thailand-Reisende wissen sollte:
  • Bisher gab es in Thailand keine Todesfälle durch das Corona-Virus.

  • Nach offiziellen Angaben gibt es landesweit nur 35 Virus-Infektionen, davon haben sich 19 Personen bereits vollständig erholt und sind aus dem Krankenhaus entlassen worden.

  • Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul bekräftigte einmal mehr, dass die Regierung die aktuellen Zahlen wahrheitsgemäß publiziert habe und die vergleichsweise geringe Anzahl von Infektionen im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern auf umgehende und vor allem wirksame Maßnahmen zurückzuführen seien, die von der Regierung seit Bekanntwerden des Ausbruchs ergriffen wurden. Thaizeit berichtete...

  • Laut dem weltweit anerkannten "Global Health Security Index" (2019) ist Thailand eines der Länder, das am besten auf eine Epidemie bzw. Pandemie vorbereitet sei. Nur 13 Länder würden über genügend Ressourcen verfügen, um einen Kampf gegen eine Pandemie zu führen - darunter auch Thailand, so der Index. Das Königreich, das zudem als Schwellenland gilt, belegte den 6. Platz und somit den höchsten Rang eines asiatischen Landes.

Was geschieht im Falle des Falles?


Es ist nicht wegzudiskutieren, dass das Corona-Virus bereits das Leben von Tausenden Menschen gefordert hat. Laut offiziellen Angaben befinden sich allein in China rund 50 Millionen Menschen in Quarantäne. Außerhalb des Landes gibt es mehrere Zehntausend infizierte Menschen in über 30 Ländern. Laut "Thaivisa" gab es seit dem Ausbruch im Dezember 2019 unzählige Berichte mit Fehlinformationen, Vertuschungen und Panikmache. "Fake News, also falsche Nachrichten, wurden in den sozialen Medien mit einer Geschwindigkeit verbreitet, die schneller sind als die tatsächlichen Infektionen".
Natürlich besteht die Chance, dass durch die Zusammenarbeit aller Länder und die Kooperation mit China, das Coronavirus in den kommenden Monaten eingedämmt werden kann und bis Ende des Jahres in Vergessenheit gerät.

Aber was ist, wenn alles anders kommt, als man hofft?

Am Donnerstag sagte Thailands Premierminister Prayut Chan-o-cha, die Regierung treffe bereits Vorbereitungen für den Fall, dass die Bedrohungsstufe durch das Corona-Virus in die 3. Phase eintritt - das wäre die schwerste Phase. Derzeit befinde sich das Land in Phase 2. Die nächste Phase wäre dann gegeben, wenn 1.000 Menschen pro Tag mit dem Coronavirus infiziert werden.

Im Falle eines solchen Falles...


  • würden Intensive Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten in allen öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt, vor allem in der BTS und MRT

  • würden Gesichtsmasken an alle Menschen in Thailand verteilt werden und das Tragen der Schutzmasken wäre für Thais und Touristen obligatorisch.
    (Der Export von Gesichtsmasken ist bereits gestoppt worden, damit es im eigenen Land nicht daran mangelt!)

  •  würden alle Schulen und Militärkasernen geschlossen

  •  würden Büroangestellten aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten

  •  würden große öffentliche Versammlungen verboten.

  •  würden Militärkrankenhäuser und spezielle Notfallzonen in Schulen eingerichtet, um weitere Ausbrüche einzudämmen

Kein Grund zur Sorge


Gleichzeitig betonte der Premierminister, dass die hier aufgeführten Maßnahmen rein vorsorglich seien und dass es bislang keinerlei Hinweise auf eine mögliche Pandemie in Thailand gäbe. Im Gegenteil.

Das Gesundheitsministerium habe bisher gute Arbeit geleistet, um das Virus in Thailand einzudämmen, sagte der Premierminister. Ebenso wie die Bevölkerung und Touristen, die sich strikt an die Hygiene-Anweisungen der Regierung und der WHO gehalten haben. (NG)

Lesen Sie dazu auch diesen Thaizeit-Bericht zum Thema:

>>> Corona-Virus Prävention: Was Sie für sich tun können!


Quelle: ThaiVisa

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