Währung in Thailand der Baht

Die Thailändische Währung heißt Baht. Ein Baht unterteilt sich in 100 Satang. Erfahren sie hier mehr über den Baht.
Währung in Thailand der Baht
Währung in Thailand der Baht© Bild von KeN . von unsplash.com

In den vergangenen Jahren schwankt die thailändische Währung in einem Verhältnis von etwa 33 - 40 Baht zu einem Euro.

Baht - Euro Kurs

Der aktuelle Wechselkurs ist: 39.43 Baht = 1 Euro bzw. 1 Baht = 0.03 Euro.

Hier finden sie unseren Baht / Euro Währungsrechner

Quelle Wechselkurs: Europäische Zentralbank (Stand: 2024-06-11)


Geschichte des Baht und Entwicklung

Als das Königreiche Ayutthaya unterging, wurden auch zahlreiche Dokumente zerstört. Deshalb ist nicht genau bekannt, seit wann es im alten Siam Geldmünzen gab. Was man allerdings weiß: Etwa ab der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde mit Tical bezahlt, einem Silberstück von 15 g Gewicht. Auch gab es kleinere Münzen aus Kupfer, genannt Song-Pai. Dieses Geld war bis ca. 1780 im Gebrauch. Unter der Regentschaft von König Chulalongkorn, der besonders von den preußischen Münzprägereien beeindruckt war, wurden nach diesem europäischem Vorbild erstmals Geldscheine und die "Siam Münzen" eingeführt. Auf einer Seite war das siamesische Wappen mit dem dreiköpfigen Elefanten hochgeprägt, auf der anderen Seite das Porträt des Königs.

Am 21. Mai 1889 wurden in Bangkok erstmals Banknoten von der Hongkong & Shanghai Banking Corporation in Umlauf gebracht, und diese trugen bereits die Bezeichnung "Baht" in Thai. Ab 1892 wurden die Noten von der deutschen Firma "Giesecke & Devrient" gedruckt und nach Thailand geschickt. Seit 1925 gibt es die Baht-Geldnoten und Münzen, wie wir sie heute kennen, produziert im Land selbst. 

Am 26. Februar 2015 war es so weit: die neuen, fälschungssicheren 100 Baht-Scheine wurden von der "Bank of Thailand" in Umlauf gebracht.

Die Maße sind gleich geblieben, die Farbe wurde etwas verstärkt und das Porträt von seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej seinem Alter entsprechend aktualisiert. Sein Abbild ist nun fast identisch wie auf der rosafarbenen 500 Baht-Note. 

Auf der Rückseite ist König Taksin der Große abgebildet - Thailands Regent im 18. Jahrhundert. Im Vergleich zu den bisherigen Scheinen wurden zahlreiche neue Sicherheitsfunktionen eingearbeitet, um zukünftig gefälschte Banknoten leichter zu erkennen, beziehungsweise es Geldfälschern wesentlich schwerer zu machen. Dazu gehören unter anderem ein schwer zu kopierendes Wasserzeichen, dunklere Buchstaben und Ziffern sowie ein kupferfarbener "Sicherheitsfaden", der je nach Lichteinfall die Farbe wechselt. Wird die 100 Baht-Note unter Schwarzlicht gehalten, sind für die "eingeweihten" Bankbeamten sämtliche essentiellen Merkmale des Scheins sofort erkennbar. Außerdem sei er für Blinde viel besser zu erkennen als früher, weil die Ziffern leicht erhaben sind. Dies teilte die "Bank of Thailand" mit.

Und so sieht der neue 100 Baht-Schein aus - von vorne und von hinten!

7. August 2018

Bereits am 6. April 2018 - pünktlich zum 236. Jahrestag der Gründung der Chakri-Dynastie - wurde das erste Set von druckfrischen Banknoten mit dem Antlitz des aktuellen Monarchen, König Rama X., von der "Bank of Thailand" als offizielles Zahlungsmittel freigegeben.

Zunächst gab es 20-, 50- und 100-Baht-Scheine, auf deren Vorderseite das Porträt von Seiner Königlichen Hoheit zu sehen ist. Auf der Rückseite sind die letzten 10 Monarchen - jeweils paarweise - auf den unterschiedlichen Scheinen abgebildet.

Nach und nach werden nun die "alten" Scheine mit dem Gesicht des im Oktober 2016 verstorbenen König Bhumibol aus dem Verkehr gezogen.

Sie sind aber weiterhin noch als gesetzliches Zahlungsmittel gültig. 

Somit bekommt Thailand zum ersten Mal nach mehr als 70 Jahren Banknoten und Kleingeld mit einem neuen Gesicht.  

Neu seit 28. Juli 2018

Im Juli 2018 wurde die neuen 500- und 1.000-Baht-Noten - anlässlich des Geburtstages von König Maha Vajiralongkorn - von der Staatsbank in Umlauf gebracht, mit dessen Antlitz auf den Vorderseiten der Scheine.

Die Rückseite der 500-Baht-Note zeigt König Ananda Mahidol (Rama VIII.) mit König Prajadhipok (Rama VII.)

Die Rückseite der 1000 Baht-Note zeigt den aktuellen Monarchen Rama X. gemeinsam mit seinen Vater König Bhumibol. 


Geld & Gold

Es gibt Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Baht; auf der Rückseite sind bedeutende Tempel in Thailand aufgeprägt. Sehr selten werden 25 und 50 Satang benutzt. Banknoten werden im Wert von 20, 50, 100, 500 und 1.000 Baht ausgegeben. Die Rückseiten der aktuellen Banknoten zeigen jeweils einen König von Thailand. So ist beispielsweise König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) auf 1.000-Baht-Scheinen abgebildet.

Der Baht ist in Thailand jedoch nicht nur eine Währungseinheit, sondern er wird von Juwelieren und Goldschmieden auch als Gewichtseinheit für Gold benutzt. Das Gewicht von 15,244 Gramm gilt für Goldbarren, bei Schmuck sollte ein Baht mehr als 15,16 Gramm betragen.


Infos zu Falschgeld in Thailand

Meldung vom 30.4.2015
Über 1 Million falsche Geldnoten könnten derzeit im Umlauf sein, vermutet die Polizei, deshalb das Wichtigste vorab: Schauen Sie jetzt gleich in Ihren Geldbeutel und prüfen Sie die Serien-Nummer Ihrer 1000 Baht-Scheine. Auf allen gefälschten Scheinen ist diese immer dieselbe:

9A 3828862

Falls Sie demnächst nach Thailand reisen sollten, gilt für Sie das Gleiche: Prüfen Sie stets die großen Scheine, auch wenn Sie diese am Automat bekommen. 

Alles begann im Juli 2014 in der Provinz Trang, vor allem auf Inseln wie Koh Muk, Koh Kradan, Koh Libong und Koh Sukorn. Straßenhändler und Ladenbesitzer, auch im angrenzenden Krabi, reagierten umgehend und weigerten sich, 1000-Baht-Scheine anzunehmen. Offenbar bekamen die Behörden diesen Betrug nicht in den Griff, denn Ende April 2015, wurde Falschgeld auf der Ferieninsel Phuket, in Chonburi und nun auch in Bangkok gemeldet. In Supermärkten und Shoppingmalls werden die Scheine inzwischen konsequent auf ihre Echtheit geprüft. "Wir wissen immer noch nicht, wer die Täter sind", sagte ein Sprecher der Polizei. Wir wissen nur, dass sämtliche gefälschten Banknoten mit der Seriennummer 9A 3828862 gekennzeichnet sind.

Thaizeit Ratschläge zum Thema Falschgeld:

  • Grundsätzlich am ATM-Automaten Geld ziehen und bei der Bank wechseln lassen.
    Besser: Kleinere Noten (500 Bht/100 Bht) mit sich führen.
  • Wenn Sie einen größeren Betrag abheben wollen, am besten durch die Bank-Maschine zählen und durchleuchten lassen
  • Gefälschte Scheine werden oft in Shops mit teureren Waren platziert, zum Beispiel in Gold-Geschäften.
  • Die gefälschten Scheine haben ein dünneres Papier als die Originalscheine und sind minimal kleiner
  • Würde man einen "Wasser-Test" machen, "verläuft" die Farbe ganz leicht
  • Und nochmals: auf die Seriennummer achten, die sich unten rechts befindet

Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen

Wie überall auf der Welt wird die Herstellung und das in Umlauf bringen von Falschgeld hart bestraft, auch im Königreich. Deshalb ist wichtig für Sie zu wissen: Selbst wenn Sie unwissentlich gefälschte Banknoten bei sich tragen, machen Sie sich strafbar.  Sollten Ihnen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gefälschte Scheine untergekommen sein, haben Sie das Nachsehen, denn umtauschen kann man dieses Geld nicht.

Auch gefälschtes Kleingeld im Umlauf

Wie oft passiert es, dass man Wechselgeld einfach in die Tasche steckt, ohne es zu überprüfen. Nun hat man einen guten Grund dazu, denn seit einigen Tagen ist ein Foto auf Facebook im Umlauf, dass eine echte 10 Baht-Münze neben einer gefälschten Version zeigt. Laut TNews, einem lokalen Nachrichtenportal, wurde dies von einem Thai gemeldet, der den Schwindel erst am nächsten Tag bemerkte.

"City Bandits in action - Be careful", appelliert TNews.co.th an die Leser, was so viel bedeutet wie: "Stadt Banditen sind am Werk - seid vorsichtig!". Offenbar wurde hier eine 2 Baht-Münze in einem Metallring verwendet und auf einem "Night Market" in Umlauf gebracht. Der Name des Marktes wurde nicht bekannt.

Ob diese Story jetzt wahr ist, oder nicht: Sie rüttelt auf, und es lohnt sich, beim nächsten Einkauf genauer auf sein Wechselgeld zu schauen. Nicht, dass auch Ihnen womöglich mal das goldene Kernstück aus Ihrer 10 Baht-Münze fällt, bewahre! Auch Thaizeit hat hier eine Lektion gelernt. (NG) 


Bank-System: Nützliche Münzmaschinen!

Eins vorweg: dieser Artikel richtet sich diesmal NICHT an Urlauber, sondern an die rund 35.000 DEUTSCHE, SCHWEIZER UND ÖSTERREICHER, die in Thailand als Expats arbeiten, oder sich dort zur Ruhe gesetzt haben. 

Sie kennen dieses Phänomen sicher: Zuhause häufen sich die Baht-Münzen, überall liegen sie herum (ist ja mit €-Cents nicht anders), und beim 7/11 oder anderen Convenience Stores eine Tüte voller Kleingeld umzutauschen, dazu hat man meist keinen Nerv. Die Verkäufer hätten eh keine Zeit. Allein schon das Zählen!

Auch Banken bestätigen: Das Umtauschen von Banknoten für Kunden und Geldinstitute ist sehr zeitaufwendig, außerdem liegen die Zählgebühren zwischen 1 % - 3 %. Diese Beschränkungen haben zur Erfindung von automatischen Münzautomaten in den Vereinigten Staaten, England und anderen Ländern geführt.  In Thailand gab es diese bislang nicht, aber seit Anfang 2018 ist dies anders. Neuerdings gibt es von der Siam Commercial Bank (SCB) Tausch-Maschinen für Kleingeld.

Wussten Sie das? 

Wirklich publik gemacht hat die SCB-Bank diese Einrichtung merkwürdigerweise nicht, auf der hauseigenen Webseite steht gar nichts, und deshalb wissen viele Expat-Kunden bis heute nichts davon. Selbst für Thailänder war dies offenbar eine totale Neuigkeit. Dies stellte das Online Portal "Coconuts" fest, nachdem sie dieser "Neuerung" auf den Grund gegangen war.  

Es kam zu dem Ergebnis: "Bangkoks neue Münzmaschine begeistert Millionen Thais". Offenbar war ein zuvor veröffentlichter thailändischer Online-Artikel über diese "Coin Deposit Machines" auf großes Interesse und volle Zustimmung gestoßen. Innerhalb von wenigen Tagen hatte dieser "Post" über 4 Millionen Aufrufe erzielt. INTERESSANT: Die meisten Internetnutzer kommentierten, dass sie nichts davon wussten und noch nicht einmal realisiert hätten, dass die SCB-Maschinen in Bangkok überhaupt installiert worden waren.

Die Anlage wurde erstmals auf der "Money Expo" im Mai 2017 von "Digital Ventures" - einer Finanztechnologie-Tochter der Siam Commercial Bank - präsentiert und war bereits dort ein Highlight. Denn Thailands erste automatische Münzmaschine hat mehrere Funktionen: direkte Bankeinzahlung auf das SCB-Konto, Transfer via Line Pay und PayPal auf das E-Wallet oder Aufladen des Mobiltelefons.  Laut unseren Recherchen brachte die SCB Anfang diesen Jahres in aller Stille auf den Markt.

Warum diese Geheimnistuerei? Das ist jedem ein Rätsel. 

4 "Münzschlucker" in Bangkok

Nach Angaben des Finanzministeriums aus dem Jahre 2017 sind rund 29 Milliarden Münzen im Wert von 50 Milliarden Baht im Umlauf. Bislang gibt es erst 4 Münzeinzahlmaschinen in Bangkok, und zwar ausschließlich von der SCB: beim CentralWorld, im Central Ladprao, im Central Westgate und im Mega Banga. Dies bestätigte uns ein Mitarbeiter der Siam Commercial Bank. Sollte diese Einrichtung nachhaltig erfolgreich sein, werden weitere Maschinen eingesetzt. Auch die Konkurrenz schläft nicht und will jetzt ähnliche Systeme auf den Markt bringen. 

Laut "Coconuts" war Khun Korakot Jinaya, der den Facebook-Post mit Review schrieb, am Central Westgate unterwegs und deponierte in der Maschine Münzen im Wert von fast THB2.000. Er war wohl äußerst zufrieden, als diese sorgfältig gezählt und automatisch auf seinem Konto eingezahlt wurden.

Und so geht's: Hier ist das Video zum Thema! 

Die Maschine akzeptiert 1 Baht, 2 Baht, 5 Baht und 10 Baht-Münzen. Die winzigen, bronzenen Satang-Münzen werden hingegen nicht angenommen. Korakot erklärt in seiner Rezension, dass er mit dem Service absolut zufrieden gewesen sei. Er schrieb: "Unsere Vorfahren haben den Kindern beigebracht, Geld in einem Sparschwein aufzubewahren. Ich war eines dieser Kinder", schrieb er. "An den unzähligen Kommentaren kann man sehen, dass dies ein heißes Thema ist.

Schwierig: Münzen in Scheine zu tauschen

Nicht nur Leute mit vielen Münzen haben Probleme, diese in Scheine umzutauschen. Nicht nur Leute mit vielen Münzen haben Probleme, diese in Scheine umzutauschen. Auch die vielen Händler, die ständig mit Kleingeld arbeiten, müssen diese irgendwo einzahlen können, haben aber tagsüber keine Zeit dazu. Und so häufen sich die Münzen in ihren Taschen, Schubladen und Autos und "erschweren" im wahrsten Sinne des Wortes das Leben. 

Schade, dass bisher nur eine Bank diesen Service anbietet. 

Voraussetzung ist deshalb, dass man bei der Siam Commercial Bank ein Konto hat. Wer also dort Kunde ist, und wie so viele anderen Kontoinhaber bisher noch nichts von der Existenz der "Coin Deposit Machines" wusste,... na - jetzt ist es raus! Und hoffentlich ziehen die anderen Banken schnell nach. Nützlich ist dies allemal, zumindest für den ein oder anderen unter unseren Lesern! (NG)

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